Cincinnatia

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 119 — Cincinnatia. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

119 Cincinnatia
Unsere Sassen gelten als besonders eifrig, denn die Zufahrten zu unserer Eulenburg sind für einige
unserer Sassen sehr lang, z.B. GU Kaiser Franz legt in seinem Enthusiasmus mehr als 300 km
hinter sich, um mit uns zu sippen.
Um unser Häuflein zu stärken, reiten Ritter aus der Silvana und der Detroitia (4-500 km) zu uns ein.
Besonders wären zu nennen die ER Et-Tu, Long-Genius und Siebenhitze, sowie die regelmäßigen
Mutter-/Tochtersippung mit dem h.R. Silvana in Columbus OH.
Aus allen Richtungen des Uhuversums kamen Ritter zu unserem 100. Gründungsfest, das a.U. 134
festlich gestaltet wurde. Selbst Sassen aus europäischen Gauen ritten ein. So groß ist unsere Burg
auch nicht, und so feierten wir diese schöne Begebenheit in einem gediegenen Hotel in Kentucky.
Um auf das Persönliche zu kommen, muss hier bemerkt werden, dass Rt Pharma-Poet viele wich-
tige profane Auszeichnungen erhielt, u.a. das Ehrenkreuz für Kunst und Wissenschaft von Öster-
reich; Mitglied der Königlichen Akademie von Spanien sowie Order of Merit der Cambridge Univer-
sität in England.
Rt Unser Romantiplus ist ein Weltenreychsbummler. Er wurde der erste Wikingritter aus Ahamerika
und der einzige Doppelreiter zum Kolumbusorden I. Klasse. Er vertritt unser Reych vorzüglich und
macht uns wirklich weltbekannt.
In den letzten Jahrungen änderte sich die Zusammensetzung unseres Reyches. Wir haben vor-
wiegend Geschäftsleute, Naturwissenschaftler und Ingenieure als Sassen, aber auch zwei Vollblut-
künstler: Rt Ritmico, Musicus par excellence, und Pharma-Poet, der Erfasser der Welt in Maler-
farben. Das Mammonproblem wird durch die Rtt Travello und Romantiplus etwas gelindert. Wir
danken für ihre Großzügigkeit.
In der Sommerung haben wir immer 2 oder 3 Picnics mit gutem Essen, Spielen und bester schla-
raffischer Unterhaltung – immer ein nettes, gelockertes Beisammensein. Obwohl wir ein kleines
Reych sind, sind wir froh, dass es eines in Cincinnati gibt.
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120 Ravensbergia
Das „mit Abstand intelligenteste und schönste Reych im profanen Bielefeld” (es gibt ja nur dies
eine) konnte a.U. 135 in der Stadthalle sein 100. Stiftungsfest feiern, verbunden mit dem XVI. Deut-
schen Schlaraffentag.
Rund 1.000 Gäste bejubelten das Allschlaraffische Orchester und die Funktion vom OK Rt Veltlin.
Hier, wie sechs Jahrungen später auch auf der 3.000. Sippung, die OI Rt Nix-Nutz leitete, zeigte sich
die enge Verbundenheit der Ravensbergen mit den Freunden in anderen Reychen, die sich nicht nur
auf Feste beschränkt, sondern geprägt wird durch ständige Ausritte der Ravensbergen und zahlrei-
che Einritte aus dem halben Uhuversum.
Unsere Reliquie, der Ahalla-Schrein der h. Praga, ist sicher ein Grund für Einritte, mehr aber wohl
die Herzlichkeit unserer Sassen, das Niveau der immer zahlreichen und vielseitigen Fechsungen
zu ungewöhnlichsten Themen, vielleicht auch die Kontinuität auf dem Thron, der das Niveau ab-
sichert.
Ein weiterer Grund für einen Einritt könnte auch das Schlaraffenmahl sein, das einmal in der Winte-
rung in festlicher Atmosphäre zelebriert wird und das seit über einem Jahrzehnt von Rt Blaubands
Kochkünsten geprägt wird.
Die Ravensbergia erkor als ihren neuen Ehrenschlaraffen Pilgrim Heinrich Hoffmann von Fallersle-
ben, nicht nur als Schöpfer des Deutschlandliedes und der „unpolitischen Lieder”, sondern auch als
Dichter einer großen Zahl von Kinderliedern. Sein Grabstein im nahen Kloster Corvey trägt übrigens
die fast schlaraffische Inschrift „Wie könnt´ ich Dein vergessen”.
Zu seinem 99. Wiegenfest konnte Großfürst Unser Pro Contra mit dem Lorbeer zum Großkris-
tall ausgezeichnet werden, die „jungen” Rt Papyr und Rt Korund mit dem Großkristall, und sechs
Freunde mit den Brillanten.
Sie alle bestätigten, dass das schlaraffische Spiel den Geist jung erhält. Leider gilt das nicht auch für
den Körper: Wir mussten in den letzten 25 Jahrungen 30 Freunde ihren letzten Weg gen Ahalla zie-
hen lassen. Wir konnten uns aber gleichzeitig auch über einen zahlreichen und aktiven Nachwuchs
freuen, so dass sich die Zahl der Sassen weiterhin um die 50 bewegt.
Die Ravensbergia kann mithin zuversichtlich in die Zukunft sehen. Wenn auch das 125. Stiftungs-
fest, das es a.U. 160 zu feiern gilt, noch in weiter Ferne liegt, so freuen wir uns trotzdem schon heute
auf dieses große Jubiläumsfest.
Wer Herzlichkeit, Fröhlichkeit und Niveau erleben möchte, muss jedoch nicht bis zur Feier warten,
sondern ist jederzeit willkommen im „schönsten und intelligentesten Reych im profanen Bielefeld”.
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Quelle: Chronik Band IV, S. 294-295