378 Graetz an der Mur
A.U. 125 stand für die Graetz unter einem guten Stern, denn bereits im Lenzmond war das bisherige
Feldlager „Monte Lunach” in der Lage, an die Graetz als Mutterreych den Antrag zur Coloniegrün-
dung zu stellen. Mehr als 200 Sassen aus dem weiten Uhuversum ließen es sich nicht nehmen, bei
der Colonie-Gründungsfeier im Windmond a.U. 125 anwesend zu sein. Die Colonie entwickelte sich
so prächtig, dass der Sanktionsfeier 2 Jahrungen später nichts im Wege stand. Die verdienstvolle
Arbeit der Gründungsritter aus der Graetz, Fiedel, Klipp-Klapp und Schilcher, fand damit ihren krö-
nenden Abschluss. Das vierte Tochterreych in der Geschichte der Graetz war geboren.
Freud und Leid liegen eng beieinander. A.U. 129 musste Rt Kittchen den Ritt gen Ahalla antreten,
der 38 Jahre lang mit Leib und Seele der Graetz verbunden war. Seine Verdienste um das Reych und
bei der Zusammenführung der Ur- und Allschlaraffia bleiben unvergessen. Das 60. Stiftungsfest
a.U. 133 gab der Graetz wieder die Gelegenheit, ihr kreatives Potential und ihre künstlerische Leis-
tungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Zur Aufführung gelangte das „Grusical” Wahnhäuser wozu
Graetzer Sassen Idee und Text lieferten. Es ist hier nicht der Rahmen, alle Beteiligten zu nennen,
aber eine Ausnahme sei gestattet: Rt Mufti, dessen geniale musikalische Gesamtleitung wesentlich
zum Gelingen des großen Werkes beitrug. Eine besondere Auszeichnung wurde der Graetz a.U. 138
zuteil. 25 Jahrungen waren seit der Zusammenführung Ur-All vergangen. Grund genug für die 6 ehe-
maligen Urschlaraffenreyche ein gemeinsames „25. Allschlaraffisches Stiftungsfest” zu feiern und
das in den Gemarkungen der Graetz. In der überfüllten Festburg im Brauhaus Puntigam in Graz traf
sich schlaraffische Prominenz samt Tross, um die vergangenen 25 Jahrungen im allschlaraffischen
Rahmen festlich zu begehen. Bald darauf galt es für die Graetz ihre technische Leistungsfähigkeit
unter Beweis stellen zu müssen. Planungen des Hospes machten einen Umbau unserer Vorburg
und des Zugangs zur Burg erforderlich. Hier bewährte sich einmal mehr die hohe technische Kom-
petenz einiger Sassen und so konnte der Umbau in der Jahrung 142/143 zügig verwirklicht werden.
Die Hochstimmung des Reyches wegen des gelungenen Burgumbaues wurde im Christmond a.U.
143 jäh beendet, als völlig unerwartet Rt Mufti der Tonangeber, gen Ahalla ritt. Er war nicht nur ein
großer Musiker sondern auch eine große Persönlichkeit mit einem großzügigen schlaraffischen
Herzen, dessen Wirken weit über die Graetz hinaus reichte. So kam es, dass ohne seine Mitwirkung
das 75. Stiftungsfest vorzubereiten war, das wir in großem Rahmen im Lenzmond a.U. 148 feiern
konnten. Die Anwesenheit des Vorsitzenden des ASR Rt Ton DIN und Abordnungen aus 26 Reychen
bestätigten den Stellenwert den die Graetz innerhalb Allschlaraffias erreicht hat. Unter der Devise
„Der Geist der Graetz” wurde ein breiter Bogen über das Wirken der Graetz in dieser Zeitspanne
dargeboten. Die Form war eine bunte Abfolge von aktuellen Fechsungen sowie Bild- und Tonkonser-
ven aus dem Archiv. Den Höhepunkt der musikalischen Beiträge bildete die Aufführung der eigens
für diesen Anlass von Rt Atonaleon (4) komponierten Metamorphose über den Graetzer Wahl-
spruch „Ernst der Sinn und hoch das Ziel, doch die Form ein heit’res Spiel” durch das verstärkte
Reychsorchester der Graetz. Dass dieses Programm von den in großer Zahl eingerittenen Freunden
und deren Tross so begeistert aufgenommen wurde, war der schönste Lohn für die zahlreichen aktiv
Mitwirkenden an dieser Festsippung.
Dass in zahlreichen KrIstallinen während der Sommerungen auch die Burgfrauen in das schlaraffi-
sche Geschehen eingebunden werden, ist eine lange Tradition der Graetz und vertieft den Zusam-
menhalt im Reych. Angesichts einer erfreulich starken Junkertafel hat das Reych allen Grund, voll
Optimismus auf die kommenden 25 Jahre zu blicken.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
379 Altenhoffen
Der Chronist des letzten Bandes der Chronik schließt mit der Feststellung, dass die allmonatlichen
SommerKrystallinen mit den Sassen aus Feldkirchen eine neue Facette bekommen haben und dass
die dezentrale Lage Altenhoffens dem gestifteten Orden „Stern des Südens” entgegen wirke.
Durch den regen Zuwachs an eigenen Sassen, sowie die zahlreichen Eintritte von Sassen befreun-
deter Reyche, kann ein Nachteil der dezentralen Lage Altenhoffens nicht mehr aufrecht erhalten
bleiben. Durch die vielen Eintritte wurde unsere Burg im Gasthof Treibacher-Hof bald zu klein. Vom
Hospes wurde ein Nebenraum adaptiert, der unsere Burg nahezu verdoppelte. Der einzige Nachteil
war, dass es nun eine linke und eine rechte Reychshälfte gab, wobei sich die Sassen der beiden
Reychshälften nicht sahen. Dieser Umstand war aber Anlass zu zahlreichen Fechsungen und Wort-
meldungen. Da auch die Lüftung oft ausfiel und die Räume sehr niedrig waren, wurden von einigen
Sassen bereits Gedanken für eine neue Burg laut.
Ein schmerzlicher Verlust für unser Reych war der Ahallaritt von Rt Malthari am 22.10. a.U. 132. Er
war nicht nur Gründungsritter sondern mit Leib und Seele Schlaraffe. Er war die Seele unseres Bun-
des und wurde ihm ob seiner großen Verdienste der ehrenvolle Titul „Unser” verliehen. Doch Schla-
raffia Altenhoffen lebte weiter, zahlreiche neue Sassen wurden in unserem Bund aufgenommen. Da-
bei waren wieder einige Feldkirchner sowie St. Veiter, sodass der Sassenstand sich bis heute auf 43
erhöhte. Seitens der Feldkirchner Viererbande wurden jährlich Viererbandensippungen veranstaltet,
die sich großen Zuspruches auswärtiger Sassen erfreuten. Abgesehen von den obligaten Sippungen
und Krystallinen war unser Reych auch sportlich sehr aktiv. Seit vielen Jahrungen nehmen wir an den
Uhulympischen Spielen teil und heimsen zahlreiche Siegespreise ein. Vom 21.-23.4. a.U. 147 wurden
von unserem Reych auf der Turrach die Uhulympischen Spiele durchgeführt, die in jeder Hinsicht
ein voller Erfolg waren. Am 17.11. a.U. 142 feierten wir in unserer neuen Burg das 50. Stiftungsfest,
das von sehr vielen Sassen besucht wurde. Erwähnenswert in unserem Reych wäre noch die Einrich-
tung der Opposition, die aus den „Roten Hunden” der Urschlaraffen hervorgegangen ist. Alljährlich
wird eine Oppo-Sippung veranstaltet, die bereits fixer Bestandteil der Sippungsfolge ist. Offensicht-
lich stellt die Aufnahme in die Oppo einen Schritt auf der Karriereleiter dar, denn zahlreiche Oppo-
ritter wurden bereits auf den Thron gewählt. Durch die vielen Einritte sowie die Beengtheit der Burg,
wurde der Wunsch nach einer neuen Burg immer lauter. So waren es Sassen der Viererbande und
Rt Sindbart, die sich um die Ausforschung einer neuen Burg bemühten. Letztendlich war es aber
Rt Schrott, der den letzten Anstoß gab, in dem er berichtete, dass in der Nähe seiner Heimburg ein
neuer Saal im Schloss Silberegg adaptiert wurde, der für eine neue Burg ideal wäre.
Eine überwältigende Mehrheit stimmte für die neue Burg. Nach den notwendigen Adaptierungs-
arbeiten und Schmücken der Burg, wurde diese am 5.10. a.U. 140 im Zuge der Eröffnungssippung
eingeweiht. Seit Beziehen dieser Burg haben die Einritte stark zugenommen und waren bislang alle
eingerittenen Sassen von der neuen Burg begeistert. Wir sippen nun bereits die 9. Jahrung in dieser
Burg und hat die Euphorie, die das gesamte Reych ergriffen hat, bis heute nicht nachgelassen.
Abgesehen von der stattlichen Anzahl an Junkern, Knappen und Jungrittern, sind auch etliche dabei,
die mit Begeisterung und Elan unser schlaraffisches Spiel weiter betreiben und an Ausrittsfreudig-
keit nicht zu wünschen offen lassen. Aufgrund dieser Aufbruchsstimmung, die durch die neue Burg
hervorgerufen wurde, sowie die äußerst aktive Junkertafel, ist uns um die Zuk
[… Fortsetzung im Originalband]