373 Im Vest
Seit der Colonie Gründung (112) bis zur Niederschrift dieser Folge (148) können wir mit Freude
darauf verweisen, dass zwei der sieben Gründungsritter noch unter uns weilen, die Rittertafel zie-
ren und den schlaraffischen Tugenden sowie dem Geist Schlaraffias mit vollem Herzen verbunden
sind. Diese Treue u. Beständigkeit hat sich durch diese Freunde auf die gesamte Sassenschaft über-
tragen. Denn immer noch ist die jährliche Spanferkelatzung sowie die über alle Sprengelgrenzen
hinweg gerühmte „Bohnensuppe” ein fester Bestandteil unseres Spieles.
Einer der Höhepunkte des Berichtszeitraumes war das 25. Stiftungsfest a.U. 137 in der Stadthalle in
Gladbeck. Der Einritt einiger hundert Freunde, vorbei an den auf der Bühne postierten Sassen unse-
res Reyches, war ein viel beachtetes Novum in der Geschichte Allschlaraffias. Viel für das „Miteinan-
der-Zusammenwachsen” verdanken wir unserem Rt Pinzetto. Durch seine liebevoll, vorbereiteten
Kunst-Exkursionen in den Sommerungen, erschloss sich uns so manch unbekannt gebliebenes
Kleinod. Doch wie die Zeit nach ihren eigenen Gesetzen so arbeitet, blieb auch das Reich Im Vest
vom Wandel und dem Zahn der Zeit nicht unberührt.
A.U. 131 waren wir gezwungen unsere urige Burg „Uhlenhorst” zu verlassen. Denn das mehr als
400-jährige traditionsreiche Gemäuer „Schloss Horst” war für eine gründliche Restaurierung be-
stimmt. Nach langem Suchen einer Ersatzburg fanden wir in den Räumen der Freimaurer-Loge in
Gelsenkirchen eine angemessene Bleibe. Fast 10 Jahrungen sollte diese Notburg unsere Wirkungs-
stätte sein. Erst a.U. 141 waren Ausbau und Restaurierung vollendet und wir konnten die alten
Räume im neuen Stil wieder mit schlaraffischem Geist neu beleben.
Doch war die ursprüngliche Ausstattung der Burg, nach Maßgabe des Landeskonservators, nicht
mehr möglich. Welch Wunder, dass bei so manchem unserer Sassen die Enttäuschung nicht so
schnell zu verschmerzen war. Aber die Zeit heilt so manche Wunde. Hier konnten wir mittlerweile
unsere 1.000 Sippung erleben. Das Reich Im Vest verzeichnet bis Dato 13 Ehrenritter. Für beson-
ders eng verbundene Freunde wurde der Titul „Schildträger Amicus Brukterorum” geschaffen.
Mittlerweile wurden 15 Freunde geehrt. Der Ursprung dieses Tituls ist im Band III nachzulesen.
Der Zukunft unseres Reyches sehen wir optimistisch entgegen denn der Nachwuchs, über den wir
uns seit geraumer Zeit erfreuen können, berechtigt uns zu dieser Hoffnung. Doch wollen wir nicht
vergessen, dass wir das, so wie sich unser Reych heute darstellt, der Handschrift einiger Schwer-
gewichte zu verdanken haben, wie z.B. den Rtt Argustus, Hämmerlein, Oybinus, Pinzetto, Radiolar
und Tegtmeier.
Walte Uhu, dass uns die Freunde und die enge Verbundenheit zu ihnen - gleich ob sie noch unter
uns weilen oder bereits an der Rittertafel in Ahalla ihren Platz eingenommen haben – noch lange
erhalten bleibt.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
374 Castellum Butjentum
Das Fundament für den Bau des Reyches Castellum Butjentum waren vier Säulen: Rt Piraticus
(52), Rt Kilo-Hertz(53), Rt Tertius(140)und Rt Huldreich(255). Das hohe Reych Brema(52) wurde
Mutter. Ein Denkmal setzen wir an dieser Stelle dem Rt Don Canallo (52), weil er die Pläne für den
Bau unseres Reyches ausarbeitete. Obwohl in tiefer Marsch gelegen, hat Castellum Butjentum eine
hervorragende Erziehung durch den Rt Carrasch (52) erhalten, der Woche für Woche in das profane
Nordenham mit seinen Bremer Sassen kam.
Die Amme und Ziehmutter Waterkant (256) hatte keine Milch. Sie ernährte das Kind mit Weser-
wasser, so wie es die Mutter Brema (52) tut. Dennoch wuchs das Schwesterchen vom Castellum
Visurgis(204),von der Orbaha Chattensis (279) und vom Castellum Verdense (309) prächtig.
Der Gründungstag war der 21.6. a.U. 112. Die Reychserhebung war am 13.11. a.U. 113. Das Reych
wurde groß und bekannt, es hat viele Freunde. Im Laufe der Zeit hat das Castellum Butjentum 26
Freunde zu Ehrenrittern ernannt, von denen leider schon 12 in Ahalla weilen.
A.U. 123 wurde die Butjenter Tafelrunde ins Leben gerufen, um Freunde zum künstlerischem Spiel
zusammen zu rufen.
Fleißige Ausreiter tragen höchste Auszeichnungen: Basta 1, Deutschen Freundschaftsorden, Bayri-
sches Verdienstkreuz und vieles mehr. 29 Sassen arbeiten mit Freude und Beständigkeit im Sinne
Schlaraffias. Sieben Sassen tragen stolz Ehrenhelme vieler Reyche. Mit Freude blicken wir auf unse-
re zwar kleine, doch sehr muntere Junkertafel. Der Chronist will keine Namen nennen. Jeder Sasse
des Reyches gibt sein Bestes, ob Amt, Würde oder auf dem schlaraffischen Parkett.
Doch einen Sassen muss man herausstellen: Rt Unser Lieber Graf von und zu Kerbholz, er ist seit
Anfang dabei und trägt die Brillanten zum Großursippenorden. Am 13.2. a.U. 148 erhielt er aus
der Hand des ASR Rt Don Miguel den Großkristall. Rt Kerbholz ist ein verdienter Mann! Aus ihm
spricht der Geist aller Sassen vom Castellum Butjentum.
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