Reych Nr. 293

Kepler, Johannes

Unbekannt ·J-L

Beschreibung

Kepler, Johannes Dr.
Titel: Kosmos-Graf
Reych: Nr. 293 Nova Orleana (New Orleans)
Geb.: 27.12.1571 in Weil der Stadt
Gest.: 15.11.1630 in Regensburg

Volltext

deutscher Astronom Auf Klosterschulen und in evangelischer Theologie ausgebildet, unterrichtete er ab 1594 in Graz Mathematik. Ein Jahr später schickte er sein erstes, noch spekulatives und astrologisch gefärbtes kosmologisches Werk „Weltgeheimnis“ an Tycho Brahe, der ihn daraufhin wegen seiner mathematischen Begabung 1600 als Mitarbeiter nach Prag holte. Nach dessen Tod wurde Kepler sein Nachfolger als kaiserlicher Hofastronom und Mathematiker Rudolfs II. und stellte in Fortführung von Brahes Arbeiten zwischen 1605 und 1619 die drei berühmten, nach ihm benannten Kepler'schen Gesetze auf, welche die elliptischen Planetenbahnen beschreiben und mathematisch erklären. Mit den Werken seiner Entdeckungen, darunter „Neue Astronomie" (1609) und Weltharmonie (1619), bestätigte er das Weltbild des Kopernikus, vor allem aber mit seinem siebenbändigen „Abriss der kopernikanischen Astronomie", 1618-22. In den „Rudolfinischen Tafeln'' veröffentlichte er 1627 die genauen Standorte der Planeten. Auch auf dem Gebiet der Optik gewann Kepler neue Erkenntnisse, die er 1604 in den „Grundlagen der geometrischen Optik" beschrieb sowie 1611 in der „Dioptik". Das von ihm konstruierte astronomische Fernrohr wurde 1611 von dem Astronomen Christoph Scheiner gebaut. 1628 trat er in Dienste Wallensteins und wurde durch ihn Professor an der Universität in Rostock. Leider wurde ihm dort der Sold nicht ausbezahlt. Um die Auszahlung seiner noch rückständigen kaiserlichen Pension zu erbitten, ging er auf den Reichstag nach Regensburg, wo er dem ihn verfolgenden Kummer erlag. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt