Reych Nr. 291

Koch, Jochen

Unbekannt ·J-L

Beschreibung

Koch, Dr. Jochen
Titel: Ost-Ass
Reych: Nr. 291 Geraha (Gera), erk. 30.11.154
Geb.: 17.11.1919 in
Gest.: 14.12.2007 in

Volltext

deutscher Jurist weiland Sasse des h.R. Norimberga Die Hundertjahrfeier Allschlaraffias zu Norimberga, verbunden mit dem XIV. Allschlaraffischen Concil am 10.10. a.U. 100 war für den jungen Schlaraffen Jur-Ass zweifellos ein sein schlaraffisches Leben und Wirken prägendes Erlebnis. War er doch berufen worden bereits 4 Jahrungen nach seiner Aufnahme in unseren Bund als Oberschlaraffe bei der Jahrhundertfeier zu fungieren. Zusammen mit mehr als 3000 Sassen erlebte er die eindrucksvolle Kundgebung für den Wiederzusammenschluss aller Reyche und Colonien zu einer einzigen großen Familie. Bei aller Begeisterung für das Erreichte blieb ihm nicht verborgen, dass es vor allem im Osten Deutschlands Reyche gab, die in der Stammrolle mit dem Zusatz „derzeit nicht bestehend“ aufgeführt waren. Als ein Mann der Tat sah er es als seine schlaraffische Aufgabe an, Kontakte zu Sassen in diesen Reychen aufzubauen, durch vielfältige Unterstützung zu vertiefen und den Durchhaltewillen der Freunde zu stärken. Mit großer Freude konnte er erleben, dass diese Bemühungen zumindest teilweise erfolgreich waren. Wohl wissend, dass schlaraffisches Leben ohne Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement nicht dauerhaft möglich wäre, war Rt Jur-Ass ohne Zögern und mit Freuden bereit, über viele Jahre Führungsaufgaben im Deutschen Schlaraffenrat und im Allschlaraffenrat zu übernehmen. Der „Großfürst der Franken“ war und ist ein unerreichtes Beispiel für die Symbiose aus mit ernster und tiefer Überzeugung gelebter Begeisterung für die schlaraffischen Ideale und unbeschwerter und oft überschäumender Heiterkeit, die sich spontan auf seine Freunde übertrug. Er lebte Schlaraffia aus der Überzeugung, dass gemeinsam erlebte Freude eine solide Grundlage für Freundschaft ist. Am deutlichsten spürten dies seine Freunde, wenn er in seiner innig geliebten Rolle als „dominus stifti“ die Zusammenkünfte der „Ritter der Spansau“ mit unerschöpflicher Phantasie zelebrierte. Bedauerlicherweise wird er nun nicht mehr das 100. Treffen der „Ritter der Spansau“ mit seinen Freunden feiern können. Sein Plan, zu diesem Anlass einen Nachfolger zu nennen, bleibt leider Die Erinnerung an ihn wird, gepaart mit großer Dankbarkeit, bei vielen von uns wach bleiben. Diese Dankbarkeit gilt auch dem hohen Reyche Norimberga, das Rt Jur-Ass stets eine liebenswerte Heimstatt war. Was wir quasi als Vermächtnis von weiland Rt Jur-Ass erhielten und tun können: den Symbolwert der „Blauen Kerze“, die ihre besondere Bedeutung für die „im Verborgenen sippenden“ Reyche hatte, zu erhalten und nicht durch „Routinegebrauch“ zu schwächen. Wer jemals erleben durfte wie Rt Jur-Ass das Vollblut das Anzünden der „Blauen Kerze“ ihrer Bedeutung entsprechend vorgenommen hat, wird wohl verstehen, dass die Erfüllung dieses Vermächtnisses ganz in seinem Sinne ist. (Nachruf des Rt. Van der Goschen, Vorsitzender des LV Deutschland, Allschlaraffenrat in DSZ 1/149)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt