Reych Nr. 203

Klenze, Leo von

Unbekannt ·J-L

Beschreibung

Klenze, Leo von
Titel: Leo von der Schanz
Reych: Nr. 203 Ingoldia (Ingolstadt), erkürt am 22.02.152
Geb.: 29.02.1784 in Buchladen bei Schladen
Gest.: 27.01.1864 in München

Volltext

deutscher Architekt Klenze gilt als einer der bekanntesten klassizistischen Architekten. Seine Bauten zeugen heute noch von dieser Zeit, so das ehemalige Hoftheater Schloss Wilhelmshöhe in Kassel (1809 / 10 erbaut), das unter Kurfürst Wilhelm II. von Hessen-Kassel von 1828 bis 1830 in einen Ballsaal umfunktioniert wurde. Unter König Ludwig I. von Bayern entstanden bedeutende Bauten im Rahmen der Stadtgestaltung Münchens, wie beispielsweise der Marstall, der Königsplatz, die Ludwigstraße, die Ruhmeshalle, der Odeon, der Monopteros und die Alte Pinakothek. Bedeutend ist auch die klassizistische Neugestaltung des Schlosses Ismaning, die Klenze im Auftrag von Napoleons Stiefsohn Eugen Beauharnais durchführte. Mit seinem „geruchslosen beweglichen Abtritt“ revolutionierte Klenze das Hygiene- und Sanitärwesen. Doch auch über München hinaus entstanden monumentale Bauten wie die Walhalla bei Regensburg, die Befreiungshalle in Kelheim und ab 1828 die Landesfestung Ingolstadt. Die Stadt Ingolstadt hat ihn mit dem Klenzepark geehrt. Sein Ruhm führte Klenze durch Europa. Von seinem Wirken beeindruckt holte ihn Zar Nikolaus I. nach St. Petersburg, wo unter Klenzes Leitung zwischen 1939 und 1852 die Neue Eremitage entstand. Otto I. von Griechenland beauftragte Klenze mit der städtebaulichen Umgestaltung der Stadt Athen im klassizistischen Stil, die mittlerweile allerdings wieder zurückgenommen wurde. (Text: Rt. Koi (247))
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt