Beschreibung
Slevogt, Max Prof.
Titel: Pit d`Andrade
Reych: Nr. 305 Landes-Aue (Landau)
Geb.: 08.10.1868 in Landshut
Gest.: 20.09.1932 in Leinsweiler
Volltext
deutscher Maler und Grafiker Slevogt besuchte ab 1885 die Münchner Akademie und war von 1888-89 Schüler bei W. von Diez. Im Anschluss an seine Ausbildung machte er verschiedene Studienreisen, u.a. nach Italien, wo er fast ein Jahr blieb, und nach Paris. Von 1890- 1900 war er in München tätig und stellte 1894 zum erstenmal in der Münchner Sezession Bilder aus. Mit seinem Bild „Die Ringer" und dem Triptychon „Der verlorene Sohn", das er auch 1898 auf die Berliner Sezession schickte, wurde man bereits auf ihn aufmerksam. Slevogt war neben Liebermann und Corinth Hauptvertreter des deutschen Impressionismus. Nach seinem Aufenthalt in München zog es ihn nach Berlin, wo er ein unkonventionelles, stimulierendes Klima vorfand und wo er seine Phantasie voll entfalten konnte. Noch vor seiner Umsiedlung malte er die „Feierstunde“, ein Interieur mit lebensgroßen Figuren eines Arbeiters und einer Arbeiterin, das für die neue Münchner Pinakothek angekauft wurde. Die Münchner Akademie ernannte ihn 1901 zum Professor. Slevogt war nicht nur ein bedeutender Maler geworden, er war auch musikalisch und dichterisch vielseitig begabt. Er malte Figuren, Landschaften, vor allem Bildnisse, mit stark aufgelichteter Palette und wusste den Zauber des flüchtigen Augenblicks und charakteristische Gesten in seinen Portraits einzufangen. 1913-14 besuchte er Holland, Dänemark und Ägypten. Am bekanntesten sind seine ägyptischen Impressionen, die sein intensives Erlebnis des südlichen Lichtes wiederspiegeln. Besondere Bedeutung hatte er auch als geistvoller, phantasiereicher Illustrator. Er beteiligte sich mit Illustrationen beim „Simplizissimus" und bei der Zeitschrift „Jugend“ und fertigte vielerlei Illustrationen zu „Ali Baba und die 40 Räuber", „Sindbad der Seefahrer", „Rübezahl" und „Lederstrumpf' sowie Randzeichnungen zu Mozarts „Zauberflöte", „Don Giovanni" und zu Goethes „Faust“ u.a. Durch seine Nähe zum Theater und zur Musik entstanden Bildnisse von Tänzerinnen und Sängern und mehrere des mit ihm befreundeten Portugiesen d'Andrade, wie z.B. „Der weiße d'Andrade“ in der Rolle des Don Giovanni und „Der schwarze d'Andrade“ als Othello. Sein Meisterwerk dürfte das Kreuzigungsfresko „Golgatha“ in der Friedenskirche in Ludwigshafen (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt