Reych Nr. 51

Spohr, Ludwig

Unbekannt ·S-U

Beschreibung

Spohr, Ludwig
Titel: Berggeist
Reych: Nr. 51 Chasalla (Kassel)
Geb.: 05.04.1784 in Braunschweig
Gest.: 22.10.1859 in Kassel

Volltext

deutscher Kapellmeister und Komponist Der größte Geiger seiner Zeit, Kapellmeister und Komponist gehört zu den Wegbereitern der romantischen Epoche. Seine ersten Musiklehrer waren Riemenschneider und Dufor, später kamen noch Kunison, Hartung und Maucourt in Braunschweig hinzu. 1802 begleitete er Fr. Eck nach St. Petersburg, wo er Clementi und Field kennen lernte. Im Jahre 1804 machte er Konzertreisen mit dem erst 13jährigen Meyerbeer, der ihn am Klavier begleitete, besuchte Gotha, Berlin, Dresden, Leipzig, Frankfurt und andere Musikstätten. 1807 ging er mit seiner Frau, die eine berühmte Harfenspielerin war, auf Konzertreisen durch Deutschland. 1810 eröffnete er in Frankenhausen die ersten Musikfestspiele. 1812 nahm er die Stelle des Dirigenten am Theater an der Wien an. Bereits 1815 verließ er Wien und machte neue Reisen durch Deutschland, Schweiz, Elsass und Italien, wo er erstmalig einen Taktstock benutzte. Auf diesen Reisen war ihm ein besonderer Erfolg vergönnt gewesen. 1822 wurde er auf Lebzeiten als Hofkapellmeister des Kurfürsten von Hessen-Kassel verpflichtet. Sein letztes öffentliches Auftreten als Dirigent fand 1858 anlässlich der 50-Jahrfeier des Prager Konservatoriums mit der Opernaufführung „Jessonda“ statt. Spohr war ein begeisterter Anhänger von Beethovens frühen Werken, wurde aber ein Gegner seiner späteren Werke. Spohrs Werke zeigen einen weichen, aber immer reizvollen, in chromatischer Modulation schimmernden Stil. Als Komponist hat er vier Klarinetten- und Violinkonzerte, Kammermusik und Sinfonien und Kantaten geschaffen, ferner die Opern „Jessonda“, „Die Prüfung", den „Zweikampf mit der Geliebten", „Faust“ und „Zemire und Azore" sowie die Oratorien „Das jüngste Gericht" und „Die letzten Dinge". 1983 wurde ihm in Kassel ein Denkmal von Hartzer errichtet. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt