Beschreibung
Strauß, Richard
Titel: Rosenkavalier
Reych: Nr. 313 Im Rosenhag (Rosenheim)
Geb.: 11.06.1864 in München
Gest.: 08.09.1949 in Garmisch-Partenkirchen
Volltext
deutscher Kapellmeister und Komponist Richard Strauss wurde im Jahre der Thronbesteigung Ludwigs II. als Sohn des Hofmusikers Franz Joseph Strauss geboren. Sein Vater war Hornist und erbitterter Antiwagnerianer und hatte bei der musikalischen Ausbildung seines Sohnes Richard ein besonderes Augenmerk darauf, dass dieser zu einem klassischen Stil erzogen wurde. Seine Lehrer hielten sich daran, konnten aber nicht verhindern, dass dem Siebzehnjährigen die „Tristan-Partitur" in die Hände fiel. Als Einundzwanzigjährigen nahm Hans von Bülow Richard Strauss als seinen Vertreter am Dirigentenpult mit nach Meiningen, wo er sofort in das Fahrwasser der sogenannten „Neudeutschen Schule" mit musikalischen Strömungen um Liszt und Wagner geriet. Die Kapellmeisterlaufbahn führte den inzwischen auch als Komponist schnell zu Namen gekommenen Musiker schon 1886 als dritten Mann an das Pult der Münchner Hofoper. Von 1889 bis 1894 war er Hofkapellmeister in Weimar, 1895 bayrischer und 1898 preußischer Hofkapellmeister und zehn Jahre später Generalmusikdirektor in Berlin. Von 1917 bis 1920 leitete er dort eine Meisterklasse für Komponisten an der preußischen Akademie der Künste. 1919 bis 1924 teilte er sich mit Franz Schalk das Direktorat der Wiener Staatsoper. Danach lebte er 1933/34 als Präsident der Reichsmusikkammer, ohne Amt, in Wien oder Garmisch, nach 1945 auch längere Zeit in Lausanne und Zürich. Seine bedeutendsten Tondichtungen schrieb Strauss in den Jahren zwischen 1888 und 1905: „Don Juan", „Tod und Verklärung", „Macbeth“, „Till Eulenspiegels lustige Streiche", „Also sprach Zarathustra", „Don Quichote", „Ein Heldenleben", „Sinfonia domestica" und die „Alpensinfonie". Viel später als zur sinfonischen Dichtung kam Strauss zum „Musikdrama“. Nach den Erstlingswerken „Guntram“ und „Feuersnot“, die noch ganz nach dem Wagnerschen Stil geschaffen wurden, hatte seine „Salome" absolut deutliche eigene Konturen. Noch stärker ausgeprägt zeigte er sich in der 1909 uraufgeführten „Elektra", dem ersten Werk der langjährigen Zusammenarbeit mit Hugo von Hofmannsthal. In Zusammenarbeit mit Max Reinhardt und Hugo von Hofmannsthal wurden 1917 die Salzburger Festspiele gegründet. Außer der Oper „Intermezzo", deren Libretto er selbst geschrieben hatte, erarbeitete er seine Opern mit anderen Librettisten: „Die schweigsame Frau" (1935) mit Stefan Zweig, „Dafne“ (1938), „Der Friedenstag" (1938) und „Liebe der Danae" (1944) mit Joseph Gregor, „Capriccio" (1942) mit Clemens Von Kaiser Hirohito beauftragt schrieb er die Festmusik für das 2000 jährige Bestehen des japanischen Kaiserreiches. Richard Strauss starb in seinem Haus in Garmisch. (Text (korrigiert): N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt