Beschreibung
Samhaber, Edward Dr. h.c.
Titel: Hucbald von Kürnberg
Reych: Nr. 13 Linzia (Linz)
Geb.: 26.12.1846 in Freistadt
Gest.: 27.03.1927 in Linz
Volltext
österreichischer Kleriker, Lehrer , Dichter Weiland Sasse des H.R. Linzia Im Alter von 71 Jahren entdeckte Samhaber sein Herz für Schlaraffia und wurde a.U. 59/60 im Reyche Linzia zum Ritter Hucbald von Kürnberg geschlagen. Nach seinem Ahallaritt wurde er dort zum Ehrenschlaraffen gleichen Namens erkürt. Samhaber war 2 Jahre Novize und Kleriker im Benediktinerstift Melk a. d. Donau, verließ das Kloster, um in Wien zu studieren. Nach Abschluss seiner Studien wurde er Gymnasiallehrer in seinem Geburtsort, 1878 Professor in Laibach und war von 1888 - 1905 an der Lehrerbildungsanstalt in Linz tätig. 1921 wurde er zum Ehrendoktor der Universität Graz ernannt. Ein Jahr vor seinem Ahallaritt verlieh ihm seine Vaterstadt das Ehrenbürgerrecht. In der Literaturgeschichte gilt er als später Klassiker. Er war Dramatiker, Lyriker und Übersetzer, schrieb eine Reihe Romane, Dramen und Gedichte sowie eine Abhandlung über Hans Sachs und ausgewählte Lieder und Sprüche Walthers von der Vogelweide. Sein bekanntestes, mehrbändiges Werk ist „Mönch Hucbald", dem auch sein Rittername entstammt. Ein berufener Literaturkritiker schreibt über ihn: „Samhaber hatte auch die leichte, zarte und doch sichere Künstlerhand, die den unbewussten, naiven, kindlichen Reiz des Märchens in der Bewusstheit der gebundenen Sprache nicht untergehen Iässt und dazu jenen natürlichen Kunstverstand, der in einem ewig jungen, kindlichen Dichterherzen seinen Ursprung hat, einem Herzen, das die Kinderwelt, all ihren Duft und Traum und Zauber, liebt und versteht, weil es selbst in ewiger Jugend, in ewigem Frühling erglüht. So konnte er es wagen, die schönsten deutschen Kindermärchen, „Schneewittchen“, „Den kleinen Däumling", als epische Idyllen wiederzuerzählen. Nirgends sind ihm Reim und Rhythmus eine Fessel, immer nur eine leichte Vogelschwinge zum Flug ins Märchenland. Ein desgleichen, auf das feinste gearbeitetes, kleines lyrisches Kunstwerk sind die „Vier Jahreszeiten", 1907, besonders durch die undulös angepasste wechselnde rhythmische Anschmiegung bewundernswert. Wie herrlich rundet sich hier das Erdenjahr im harmonischen Zusammenklang und farbigen Ineinanderweben der Jahreszeiten.“ (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt