Beschreibung
Schandl, Ernst
Titel: Wachauer Steinfeder
Reych: Nr. 165 Kremisia Wachaviae (Krems an der Donau)
Geb.: 06.01.1920 in Hoheneich / Gmünd
Gest.: 12.08.1997 in Krems an der Donau
Volltext
österreichischer Komponist, Chorleiter, Dirigent und Sänger Ernst Schandl wurde 1920 im niederösterreichischen Waldviertel geboren. Als Sängerknabe im Zisterzienserstift Zwettl begann er seine musikalische Ausbildung, die sich in der Oberstufe des Stiftgymnasiums Melk fortsetzte. Er matuierte 1938 und überstand den 2. Weltkrieg unbeschadet. Nach 1945 absolvierte er den Abiturientenkurs an der Lehrbildungsanstalt Krems und studierte an der Wiener Akademie für Musik und Darstellende Kunst Kirchenmusik. Er übte seinen Beruf als Lehrer und Musikerzieher an der Volksschule und Hauptschule in Stein sowie am Oberstufenrealgymnasium in Krems aus. Seit 1946 war er Organist und Leiter des Kirchenchores an der Stadtpfarrkirche zu Stein. Er leitete verschiedene Orchester und Chöre und widmete sich besonders der Musik seiner Wachauer Heimat. Schandl komponierte viele kirchenmusikalische Werke und schuf eine Reihe von Wachauer Liedern von denen der „Hauermarsch“ inzwischen Volksliedcharakter hat. Sein Werk als Komponist umfasst etwas achtzig Lieder und Chöre, dreißig Werke der Instrumentalmusik und ein Dutzend großer kirchenmusikalische Kompositionen. Prof. Ernst Schandl starb nach einem der Musik gewidmeten Leben 1997 in Krems-Stein. Die Stadt hat ihm posthum die Ehrenbürgerschaft verliehen und einen Platz nach ihm benannt. Mit der Erkürung zum Ehrenschlaraffen hat ihm auch das h. R. Kremisia Wachaviae die gebührende Ehre erwiesen. Der Name des Ehrenschlaraffen geht auf das Federgras (stipa pennata) zurück, das auf dem Trockenrasen zwischen den Felsformationen des Donau-Engtals der Wachau wächst, hier „Steinfeder“ genannt wird und als traditioneller Schmuck am Wachauer Trachtenhut getragen wird. Bei der Klassifizierung der Weine der Wachauer Winzervereinigung Vinea Wachau Nobilis Districtus wird der Begriff „Steinfeder“ als Name für die leichten, duftigen Weine mit maximal 10,7 Vol % Alkoholgehalt verwendet. (Text: Rt. Raskachim (165), DSZ 132/ 5)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt