Beschreibung
Orff, Carl Prof.
Titel: Astutuli
Reych: Nr. 329 Wilhaim (Weilheim)
Geb.: 10.07.1895 in München
Gest.: 29.03.1982 ebenda
Volltext
deutscher Komponist Außer einer musikalischen Ausbildung an der Münchner Akademie der Tonkunst genoss Carl Orff den Unterricht Kaminskis. Von 1915-19 wirkte er in München, Mannheim und Darmstadt, bis er sich endgültig in seiner Vaterstadt niederließ. 1924 wurde er Mitgründer der „Günther-Schule" in München und künstlerischer Inspirator einer neuen, im Grundelement des Rhythmischen wurzelnden Musikerziehung. In dieser Zeit erschien das von ihm verfasste, epochemachende „Schulwerk", eine pädagogisch durchsetzte Arbeit. 1936 trat er mit den „Carmina burana" hervor und erregte damit erstmalig allgemeine Aufmerksamkeit. Sein Melos, aus Gregorianik und Volkslied geboren, wirkte als neuer Akzent im modernen Musikleben. Ähnlich stellten sich die „Catulli Carmina" (1943) nach lateinischen Texten des römischen Dichters Catullus und das Concerto scenico „Trionfo di Afrodite" dar, das griechische Dichtungen der Sappho und Euripides mit lateinischen des Catullus vereinte. Diese drei Werke wurden von Orff übrigens zu einem einzigen Abend unter dem Titel „Trionfi“ zusammengefasst. Mit dem Märchenspiel „Der Mond" und „Die Kluge", den bayrischen Stücken „Die Bernauerin", „Astutuli“, der „Comedia de Christi Resurrectione", dem „Ludus de nato Infante mirificus" sowie den antiken Tragödien „Antigonae“ und „Oedipus der Tyrann" trachtete er nach einem neuen musikalischen Stil für das Theater. 1960 wurde Orff zum Professor an der staatl. Hochschule für Musik in München ernannt. Orff war in den meisten Fällen sogar sein eigener dichterischer Textautor. Sein Stück „Ende der Zeit" erlebte seine Premiere 1973 bei den Salzburger Festspielen. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt