Beschreibung
Münchhausen, Börries Freiherr von
Titel: Bayard
Reych: Nr. 165 Kremisia Wachaviae (Krems / Donau)
Geb.: 20.03.1874 in Hildesheim
Gest.: 16.03.1945 in Windischleuba
Volltext
deutscher Dichter Börries verlebte seine Kindheit auf den väterlichen Gütern in Hannover, Bückeburg und in Thüringen, besuchte die Gymnasien in Ilfeld, Altenburg und Hannover. Anschließend studierte er Rechts- und Staatswissenschaften in Heidelberg, München, Göttingen und Berlin. Nach Beendigung dieser Studien wandte er sich dem Studium der Naturwissenschaften und Philosophie zu. Er bereiste Italien, Dänemark und Deutschland. Im ersten Weltkrieg war er als Offizier an der Front. Ab 1920 lebte er auf seinem Gut Windischleuba. Münchhausen war der Hauptvertreter der neueren deutschen Balladendichtung, einer Gattung, der er auch mehrere Abhandlungen widmete und die seiner aristokratischen Lebensauffassung entsprach. Bildhaft, kraftvoll und rhythmisch reich gegliedert, greifen seine Balladen Märchen - Legenden - und Sagenstoffe vor allem aus der mittelalterlichen Ritterwelt auf. Seine Hauptwerke waren „Gedichte“ (1897), „Juda“ (1900), „Balladen“ (1901), ein „Ritterliches Liederbuch" (1903), das durch die feudal-mittelalterliche Weltanschauung und ihre virtuose Sprachbehandlung die Aufmerksamkeit erregte. Es folgten „Herz im Harnisch" (1911), „Standarte“ (1916), „Schloss in Wiesen" (1921), „Drei Idyllen" (1924), „Idyllen und Lieder" (1924). Das balladische Werk wurde 1824 im „Balladenbuch" und das lyrische 1928 im „Liederbuch“ Aus seinem Leben erzählt die „Fröhliche Woche mit Freunden" (1922). Von 1880 - 1923 gab er mehrfach die Göttinger Musenalmanache heraus und besorgte 1926 die Ausgabe der „Geschichte des Kgl. Sächsischen Garde-Reiter-Regiments 1880 – 1918“. 1934 erschienen noch „Geschichten aus der Geschichte". Börries von Münchhausen beendete sein Leben durch Freitod. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt