Beschreibung
Wagner, Richard
Titel: Tristan
Reych: Nr. 4 Grazia (Graz)
Geb.: 22.05.1813 in Leipzig
Gest.: 13.02.1883 in Venedig
Volltext
deutscher Opernkomponist Der Sohn des Leipziger Polizeiaktuars Friedrich Wilhelm Wagner verlor den Vater bereits im ersten Lebensjahr. Die Mutter Johanna vermählte sich in zweiter Ehe mit dem Schauspieler Ludwig Geyer, der ein Engagement in Dresden gefunden hatte. Dort empfing Richard seinen ersten Schulunterricht. Nach dem Tode Geyers 1821 kehrte die Familie nach Leipzig zurück, wo der junge Wagner seine Schulzeit beendete und ein Universitätsstudium begann. Aber bald wurde die Musik sein eigentliches Lebenselement. Er durchlief seine Lehrjahre des Opernkapellmeisters an den Bühnen Würzburg, Magdeburg, Königsberg und Riga, lebte einige Jahre in Paris, bis Dresden ihn als Hofkapellmeister berief. Seine Beteiligung an den Revolutionsvorgängen von 1849 nötigten ihn ins Exil nach Zürich zu gehen. 1861 kehrte er nach Deutschland zurück. Die Begegnung mit dem jungen König Ludwig II. entriss ihn einer unerträglich gewordenen Notlage, endete allerdings mit einer notgedrungenen Entfernung aus München und so verbrachte er wieder einige fruchtbare Schaffensjahre in der Schweiz. Nach Überwindung zahlreicher Widerstände gelang Wagner schließlich die Durchführung seines lange gehegten Planes, die Errichtung eines Festspielhauses in Bayreuth. Nachdem er der Aufführung des „Ring der Nibelungen" von 1876 noch „Parsival" im Jahre 1882 hatte folgen lassen, starb er in Venedig. Seine letzte Ruhestätte fand er im Garten seiner Bayreuther Villa „Wahnfried“. In Richard Wagners Schaffen waren Dichter und Komponist in einer Person vereinigt. Sein Ziel war das „Gesamtkunstwerk". Bis dahin war es ein weiter Weg. Mit den „Feen“ begann Wagner als Romantiker, im „Liebesverbot“ zeigte er sich von den Gedankengängen des „Jungen Deutschland" nicht unberührt und huldigte mit „Rienzi“ dem zeitgeschmacklichen Ideal der großen Oper. In den Werken der mittleren Periode, dem „Fliegenden Holländer", „Tannhäuser" und „Lohengrin“ wird Wagners eigene dichterisch-musikalische Sprache deutlicher. In „Tristan und Isolde" schließlich schafft Wagner ein überragendes Werk der musikalischen Hochromantik. Ganz anders geartet waren dann die dem realistischen Leben zugewandten, humorverklärten „Meistersinger“. An dem Riesenwerk des Nibelungen-Ringes arbeitete der Dichterkomponist zwei Jahrzehnte lang. Mit „Parsival" setzte er den Schlussstein seines Schaffens. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt