Beschreibung
Lenhart, Franz (auch sein Atelier, in dem sich viele Schönheiten aus aller Herren Länder seinem Meisterpinsel (auch))
Titel: El Pittòr
Reych: Nr. 139 Castrum Majense (Meran)
Geb.: 07.01.1898 in Kufstein
Gest.: 27.03.1992
Volltext
österreichisch-italienischer Plakatmaler Weiland Sasse des HR Castrum Majense Unser Weilandritter “Jazz der Anbandler” war Graphiker und Maler, ein begnadeter Klavierspieler, stammte aus Kufstein und war Sasse des Castrum Majense von a.U. 65 – 133. Jazz war seine Leidenschaft, nebst schönen Frauen, mit denen er beim Jazzspiel anbandelte. Er streichelte die Tastatur so hauchfein, wie sein Pinselstrich den Flaum manch zärtlichen Aktes. Er weilte einige Zeit in Südamerika (daher sein portogiesischer Ehrenname) und in Japan. Dem Kaiser Japans, vielmehr dem Kaisersöhnlein, begegnete er im Grand Hotel Palace in St. Moritz. Er beobachtete, wie das Königsbüblein, unter strenger Beaufsichtigung der Amme, auf einem besonderen Klostuhl throhnte und seine Delikatessen in den darunter stehenden Topf verrichtete. Meister Lenhart skizzierte kurzerhand diese Szene mit dem Dreijährigen und betitelte das Portrait “Thronfolger”. Der daherkommende Kaiser fand so großen Gefallen an dem Werk, dass er Lenhart nach Japan einlud. Meister Lenhart folgte dieser Einladung kurz vor Ausbruch des II. Weltkriegs und blieb dann bis Ende des Krieges im Land der aufgehenden Sonne. Wieder nach Meran zurückgekehrt, lebte er bis zu seinem Tode auf Schloss Winkel. Dort befand sich entblättert zum Portrait stellten. Er unterrichtete Kunst an den Meraner Oberschulen. Er malte beidhändig ohne auf die Tafel zu schauen und begeisterte so die Studenten. Berühmt sind seine Bilder: der Meraner Pfarrturm, der Rosengarten, Ansichten in der Winterpromenade und die vielen Werbegrafiken, die heute noch in der Verwendung und Gegenstand der Auktionshäuser Sotherbys & Christies sind. Humor gehörte zu seinen großen Gaben. Ebenso die Kunst des Genießens. Im Gästebuch der Villa Tivoli hinterließ er im Juli 1982 eine Eintragung – blind gezeichnet – der schräge Meraner Turm auf einem Teller mit Pariser Schnitzel und den Reim “Im Tivoli, im Tivoli, da ist´s gemütlich wie noch nie, der “Maler” und sein Töchterlein, die fandens hier ganz wunderfein.” Jeder kann den Pinselstrich von unserem “El Pittor” auch in der Maja-Burg bewundern. Die Bilder neben dem Thron und der Stammbaum sind ebenso von seiner Hand wie z.B. die Plakate der Jäger-, Törggele- oder Cohortensippung. (Text: Rt. Sir Exotica (139))
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt