Beschreibung
Lenz, Siegfried (auch die Auseinandersetzung mit dem Pflichtbegriff, welches sich besonders wiederfindet in seinem)
Titel: Suleyken
Reych: Nr. 195 Ossenbrugga (Osnabrück), erk. a.U. 155
Geb.: 17.03.1926 in Lyck / Ostpreußen
Gest.: 07.10.1914 in Hamburg
Volltext
deutscher Schriftsteller Siegfried Lenz wurde am 17. März 1926 in Lyck / Ostpreußen geboren und starb 88-jährig am 07. Oktober 2014 im Kreis seiner Familie in Hamburg. Er gehörte zu den bedeutendsten Schriftstellern des letzten Jahrhunderts und prägte die deutsche Nachkriegsliteratur auf herausragende Weise mit. Lenz kam als 17-Jähriger nach dem Notabitur zur Kriegsmarine und begann nach dem 2. Weltkrieg ein Lehrerstudium in Hamburg. Dieses brach er allerdings 1948 ab, um Journalist zu werden. Nach kurzer Tätigkeit als Kulturredakteur der Zeitung Die Welt begann er 1951 seine Laufbahn als freier Schriftsteller. Ein besonderes Anliegen war ihm immer wieder die Aussöhnung mit damals mit Deutschland verfeindeten Staaten, aber auch in besonderem Maße die Werbung um Toleranz und Demokratiefähigkeit im eigenen Land. „Mir geht es darum, menschliche Schicksale zu beschreiben im Vertrauen darauf, dass Leser Schlüsse daraus ziehen…“. Ein zentrales Thema des Schriftstellers wird Welterfolg „Deutschstunde“, der in 35 Sprachen übersetzt wurde. Mit Eigenschaften und Anliegen wie Freundschaft, Toleranz und Pflichtbegriff berührt er dabei die Fundamente unseres Allschlaraffischen Bundes. Wie heißt doch zum Pfichtbegriff in der Gelöbnisformel beim Ritterschlag: niemals die Sippungen zu schwänzen…..). Die Geburtsstadt Lyck, in der Lenz auch seine Jugend verbrachte, stellt eine weitere Verbindung zu Allschlaraffia her, wenn auch nur im weiteren Sinne, nämlich zu den 3 versunkenen Reychen im früheren Ostpreußen und Pommern: Arx Pruthenorum, 227 (Allenstein), erloschen a.U. 73, Gedania, 71 (Danzig), erloschen a.U.85 und Regismontana, 46 (Königsberg), erloschen a.U.78. Die bedeutendsten Werke von Siegfried Lenz sind „So zärtlich war Suleyken“ (1955), eine Liebeserklärung an seine Heimat Masuren, „Deutschstunde“ (1968) handelt von einem falsch idealisierten Pflichtbegriff und seinen verheerenden Folgen, „Heimatmuseum“ (1978), in dem er das Thema Vergangenheitsbewältigung aufgreift, „Ein Kriegsende“ (1984), in dem es um den Konflikt von Gehorsam, Kriegsrecht und Menschlichkeit geht und „Schweigeminute“ (2008), welches von der Liebe eines 18-jährigen Gymnasiasten zu seiner 30 Jahre alten Englisch-Lehrerin berichtet. Mit der Ernennung zum Ehrenschlaraffen Suleyken des h Reyches Ossenbrugga wollen wir einen hochverdienten Schriftsteller und ehrenwerten Menschen würdigen, der seine Wurzeln in Deutschland hatte, aber weit über die deutschen und europäischen Grenzen bekannt ist, dessen Name überall ein positives Echo findet und dessen Werke zu den ganz großen des letzten Jahrhunderts zählen und immer lebendig bleiben werden. Unser Anliegen wird es sein, seine Werke in unseren Sippungen lebendig zu halten und immer wieder an den großartigen Schriftsteller zu erinnern. (Text: Rt. WoMo-fix (195)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt