Reych Nr. 174

Kattnig, Rudolf

Unbekannt ·J-L

Beschreibung

Kattnig, Rudolf
Titel: Campanile
Reych: Nr. 174 Villa ad Aquas (Villach)
Geb.: 1895 in Treffen bei Villach
Gest.: 1955 in Villach

Volltext

österreichischer Komponist und Professor Rudolf Kattnig wurde 1895 in Treffen bei Villach geboren und starb hier im Jahre 1955. Sein Vater war praktischer Arzt und als Rt Todfeind der heilende Sänger Erzschlaraffe der Villa ad aquas. Seine beiden Elternteile waren musisch begabt und so war die Musikalität dem jungen Rudolf schon in die Wiege gelegt. Mit 10 Jahren trat er mit seinem jüngeren Bruder mit 4-händigen Klavierdarbietungen in größerem Kreise auf, mit 11 Jahren entstanden seine ersten Kompositionen. Nach der Matura am Villacher Gymnasium rückte er 1915 zur Artillerie ein. Anstelle des vorgesehenen Jusstudiums inskribierte er über Anregung des Komponisten Josef Marx an der Musikakademie in Wien, wo er nach Abschluss des Studiums als Leiter der Opernschule verblieb. Hier lernte er seine spätere Frau Trude Kollin kennen, die später als Operettendiva und Partnerin Richard Taubers eine große Karriere machte. Über Innsbruck führte sein Weg nach Deutschland und in die Schweiz, 1949 kehrte er als Lehrer an der Operettenschule nach Wien zurück. Nach drei Jahren musste er diese Tätigkeit aus Gesundheitsgründen aufgeben und verbrachte die letzten Jahre seines Lebens in Villach. Sein umfangreiches kompositorisches Werk ist breit gefächert, sein bleibender Ruhm aber lag bei der gehobenen Unterhaltungsmusik und der Operette, zu der er nicht zuletzt durch seine Frau animiert wurde. Berühmt wurde 1937 seine Operette „Balkanliebe“ mit dem bekannten Lied „Leise erklingen die Glocken vom Campanile ...". 1948 wurde seine letzte Operette „Bel ami" mit Johannes Heesters am Raimundtheater in Wien uraufgeführt. Schon vom Tod gezeichnet, schuf er ein wunderbares „Vater unser" und den „Phantastischen Rudolf Kattnig wurde a.U. 136 anlässlich seines 100-sten Geburtstages zum Ehrenschlaraffen Campanile gekürt, Promotor war Rt Kas-Torr. (Text: Reychschronik Villa ad Aquas (174))
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt