Reych Nr. 122

Makart, Hans

Unbekannt ·M-O

Beschreibung

Makart, Hans Prof.
Titel: Frühling
Reych: Nr. 122 Juvavia (Salzburg)
Geb.: 18.05.1840 in Salzburg
Gest.: 03.10.1884 in Wien

Volltext

österreichischer Maler Hans Makart war der Sohn eines Aufsehers im Schloss Mirabell, des Johann Makart, der nebenbei geschickt Landschaften zeichnete und malte. Hans Makart studierte 1858 an der Wiener Akademie, die ihn alsbald als gänzlich untalentiert entließ. Anschließend studierte er kurze Zeit bei J. Schiffmann in Salzburg und von 1859-65 bei Piloty in München. 1869 erfolgte bereits eine Berufung nach Wien, wo ihm auf Staatskosten ein Atelier errichtet wurde. 1879 erfolgte die Ernennung zum Professor an der Akademie. Makart war ein frühreifes malerisches Talent und fand bewundernde Anerkennung seitens Kaulbach. Der Maler hatte eine ausgesprochen auf das Dekorative gerichtete Begabung, die dadurch breiteste, weit über die Tätigkeit eines Malers hinausgehende Bühnenausstattungen, Ausstellungswesen, Wohnungseinrichtungen, Trachten und Mode und mehr oder weniger alle Zweige des Kunsthandwerks nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland zwei Jahrzehnte lang maßgebend beeinflusste. Im Gegensatz zu seinem Lehrer Piloty beschränkte sich Makart auf die beabsichtigte inhaltslos schöne Dekoration, ohne den Ehrgeiz, Geschichte malen zu wollen. Eine Ausnahme bilden nur einige zu Beginn der 60er Jahre in München entstandene Erstlingswerke, wie „Lavoisier im Gefängnis" und „Pappenheims Tod".„Julia Capulet auf dem Totenbett" beschließt diese Im übrigen sind seine Historienbilder „Pest in Florenz", zuerst „Die sieben Todsünden" genannt, „Einzug Karls V. in Antwerpen", „Venedig huldigt der Katharina Cornaro", „Kleopatra“, nichts anderes als der sinnlichen Pracht der Farbe zuliebe erfundene Festdekorationen, Themen ohne einen Anspruch auf geschichtliche Wahrheit. Er hatte eine ausgesprochene Vorliebe für die Allegorie, wie bei dem großen Bild „Der Sommer". An der Vollendung eines Auftrages der Stadt Wien, eine monumentale Dekoration schaffen zu können, hinderte ihn der Tod. Lediglich vorbereitete Skizzen zur Ausmalung des Hofmuseums mit dem Motiv eines Huldigungsfestzuges zur Feier der Silberhochzeit des Kaiserpaares sind erhalten geblieben. Viele seiner Werke sind in Wien in der Galerie des 19. Jahrhunderts im Schloss Belvedere. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt