Reych Nr. 17

Grimm, Heinrich

Unbekannt ·G-I

Beschreibung

Grimm, Heinrich
Titel: Waldstromer
Reych: Nr. 17 Norimberga (Nürnberg)
Geb.: 25.02.1893 in Kirchenpingarten
Gest.: 04.09.1982 in Altdorf b. Nürnberg

Volltext

deutscher Forstmann und Schriftsteller Weiland Sasse der H.R. Norimberga und Onoldia Wie sein Vater, so wurde auch Heinrich Grimm Forstmann und Jäger. In der mittelfränkischen Regierungshauptstadt, der „Markgrafenschaft“ Ansbach und deren Umland verbrachte er fast drei Jahrzehnte seiner Dienstzeit, zuletzt als Forstamtmann. Nach der Pensionierung 1958 war er noch viele Jahre als Forst- und Gutsverwalter auf dem fränkischen Schloss Grünsberg tätig. A.U. 71 wurde er Schlaraffe und Rt. Reimer auf Can-a-so im Reych Onolida, wo er sich nach der Uhufinsternis als Oberschlaraffe große Verdienste um den Wiederaufbau seines Reyches erwarb. A.U. 112 wurde er, aus profanen Gründen im Reych Norimberga sesshaft, auch hier ein hochgeachteter Schlaraffenbruder und feinsinniger Fechser. Heinrich Grimm war begeisterter Forstmann, Jäger und Schlaraffe, darüber hinaus entfaltete er eine umfangreiche Tätigkeit als Schriftsteller. Veröffentlicht liegen vor drei Bände mit Novellen und Erzählungen „Deutsche Heimat“ (1927), „Der Rebell“ (1930), „Gar lustig ist die Jägerei“ (1953). Weitere Erzählungen und aussagekräftige Lyrik erschienen in verschiedenen Zeitschriften. Für die „Markgrafenfestspiele“ schrieb er das Schauspiel „Friederike“ (1933). Besonders hervorzuheben ist die Reihe seiner Romane „Canossa“ (1930), „Menschen um den Berg – Ein Hesselberg-Roman“ (1932, Neuaufl. 1978), „Der letzte Ketzer“ (1937), „Die Waldstromerin“ (1939). Die Wildererromane „Das andere Gesicht“ (1933, Neuaufl. 1981) und „Der schwarze Jäger“ (1954) spielenbesonders in der ihm so vertrauten Welt des Jägers. Sein letzter Roman „Verspieltes Leben“ harrt noch der posthumen Veröffentlichung. Heinrich Grimm war zu seiner Zeit als fränkischer Schriftsteller weitgehend bekannt. Aber in seinen Werken greift er auch über die Grenzen seiner fränkischen Wahlheimat hinaus. Seine Natur- und Heimatverbundenheit erfährt eine bedeutsame Vertiefung durch die profunden Geschichtskenntnisse des Verfassers. Die eindrucksvoll geschilderten Gestalten erleben die jeweiligen Geschichtsepochen in schicksalhafter Verstrickung. Obwohl er sich immer wieder zur Freude am „Fabulieren“ bekannt hat, sind viele anklänge an persönliches Erleben erkennbar. Als Erzähler steht er der literarischen Tradition des Poetischen Realismus im 19. Jahrhundert nahe. Seine vielfach eingestreuten Naturschilderungen sind Meisterstücke an Beobachtung und sprachlicher Gestaltung, wie sie nur der Feder eines Waidmanns aus Berufung entfließen können. Viele profane Ehrungen wurden ihm zuteil: für seine Verdienste um die Pflege des Heimatgedankens erhielt er den Bundesverdienstorden. Heinrich Grimm wirkte durch Persönlichkeit und Werk. Erkürung zum ES Waldstromer erfolgte anlässlich der Eismond-Schlaraffiade am 13. Tage im Eismond a.U. 133. (Text: Rt. Torquato (17) )
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt