Reych Nr. 320

Grothe, Franz

Unbekannt ·G-I

Beschreibung

Grothe, Franz
Titel: Illusion
Reych: Nr. 320 Am Tegrinsee (Tegernsee)
Geb.: 17.09.1908 in Berlin
Gest.: 12.09.1982 in Köln

Volltext

deutscher Komponist Franz Grothe entstammte einer durch und durch musikalischen Familie. Der Vater Pianist, die Mutter Konzertsängerin, er selbst lernte schon als Kind Klavier und Violine zu spielen und verfasste als Zehnjähriger erste eigene Kompositionen. Diese Vorgaben führten zwangsläufig zum Studium an der Musikhochschule Berlin. Seine ersten großen Erfolge feierte Grothe in den 20er Jahren mit seinen Kompositionen für den Tenor Richard Tauber. Sein Musikverlag Edition Franz Grothe konnte dennoch nur von 1931 – 33 In Wien und Hollywood fand Franz Grothe sein Metier, der Tonfilm und der Wunsch nach leichter Unterhaltung machten ihn zu einem der beliebtesten Filmmusikkomponisten der Vor- und Nachkriegszeit. Zwischen 1929 und 1969 entstanden Melodien zu 170 Filmen wie „In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine“ oder die Musik zu dem Film „Illusion“ sowie das Musical „Das Wirtshaus im Spessart“. Sein „Mitternachtsblues“ ist wohl sein bekanntestes Stück und wird von vielen Trompetern gespielt und interpretiert. Als Chef des Deutschen Rundfunk- Tanz- und Unterhaltungsorchesters (1940 – 45) brachten seine Lieder wie „Wir werden das Kind schon schaukeln“ oder „Wenn unser Berlin auch verdunkelt ist“ Leichtigkeit in eine schwere Zeit. Von 1965 – 82 hatte Grothe die musikalische Leitung der beliebten Fernsehsendung „Der Blaue Bock“ inne und verfasste für die dort auftretenden Künstler Hunderte von Liedern, 1972 übernahm Franz Grothe den Aufsichtsratsvorsitz der GEMA. Bei allem Erfolg vergaß Grothe nicht die Künstler, denen der Erfolg versagt blieb und gründete die Franz-Grothe-Stiftung, die talentierte, aber bedürftige Musiker unterstützt. Von einem Zusammenbruch bei einem Konzert 1982 erholte sich Grothe nicht mehr und verstarb kurz darauf in Köln. (Text: Rt. Koi (247))
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt