Reych Nr. 63

Georg von Sachsen-Meiningen

Unbekannt ·G-I

Beschreibung

Georg II., Herzog von Sachsen-Meiningen
Titel: Georg der Musenfürst
Reych: Nr. 63 Meinungia (Meiningen)
Geb.: 02.04.1826 in Meiningen
Gest.: 25.06.1914 in Bad Wildungen

Volltext

deutscher Regent und Theaterleiter Nach der Abdankung seines Vaters Herzog Bernhard II. folgte er als Georg II. am 20.9.1866 in Meiningen auf den Thron. 1870 beteiligte er sich an den Kämpfen in Frankreich. Mehr als der Politik war er der Jagd und dem Theater zugetan, was ihm den volkstümlichen Namen „Theaterherzog" eintrug. Persönlich leitete er das Meininger Hoftheater, das er zu einer mustergültigen Bühne im „Weimarer Stil" umwandelte. Er war besonders darauf bedacht, dass die Kostüme und Bühnenbilder zeitgeschichtlich wahrheitsgetreu waren. Einige Zeichnungen und Radierungen sind uns erhalten geblieben, darunter eine Duellszene sowie die Schlacht des schweizerischen Heeres gegen die Kaiserlichen. Der „Theaterherzog“ vermählte sich 1850 mit Prinzessin Charlotte von Preußen (gest. 30.3.1855), 1858 mit der Prinzessin Feodora von Hohenlohe-Langenburg (gest. 10.2.1872) und lebte ab 1873 in morganatischer Ehe mit der zur Freifrau von Heldburg erhobenen Schauspielerin Ellen Franz, die an der Theaterleitung des Herzogs, auch in praktischer Probenarbeit, lebhaften Anteil nahm. Sie verstarb am 24.3.1921. Herzog Georg II. war „Ehrenpilger“ des Reyches Meinungia und wurde nach seinem Ahallantt zum Ehrenschlaraffen Georg der Musenfürst erkürt. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt