Reych Nr. 36

Görner, Carl August

Unbekannt ·G-I

Beschreibung

Görner, Carl August
Titel: Nathan der Menschenschilderer
Reych: Nr. 36 Hammonia (Hamburg)
Geb.: 29.01.1806 in Berlin
Gest.: 09.04.1884 in Hamburg

Volltext

deutscher Schauspieler Als Sohn eines Berliner Finanzbeamten entfernte er sich mit 16 Jahren aus dem Elternhaus, um Schauspieler zu werden. Er betrat die Bühne zunächst in Stettin und später in Köthen. Mit 18 Jahren gründete er eine eigene Gesellschaft, mit der er 2 Jahre lang umherzog, bis ihm die Leitung des Köthener und später des Strelitzer Hoftheaters übertragen wurde (1827). Mit der Leitung des Theaters war gleichzeitig die Tätigkeit als Oberregisseur verbunden. 1848 begab er sich nach Breslau, von hier 1853 nach Berlin an das Friedrich-Wilhelmstätter-Theater. 1855 übernahm er die Leitung der Kroll'schen Bühne. Seit 1857 war er Regisseur in Hamburg, wo er abwechselnd beim Thalia- und Stadttheater als Charakterspieler und Oberregisseur tätig war und 1882 sein 60jähriges Künstlerjubiläum feiern konnte. Sein erstes Bühnenstück „Gärtner und Gärtnerin" wurde 1826 in Freiburg aufgeführt. Von seinen mehr als 160 Lustspielen und Possen hatten besonders „Der geadelte Kaufmann" und die dramatisierten Märchen „Aschenbrödel", „Schneewittchen“ u.a. großen Erfolg. Zu den bekanntesten Stücken gehören „Nichte und Tante", „Schwarzer Peter", „Ein glücklicher Familienvater", „Tantchen Unverzagt", „En passant" und „Salz der Ehe". Ein besonderes Genre bildeten seine Weihnachtsmärchen für Kinder, die in mehreren Bänden „Kindertheater“ veröffentlicht wurden (1855- 84). Die meisten seiner Bühnenstücke sind in einem jeweiligen „Almanach dramatisches Bühnenspiel" aufgeführt, die in einer Reihe von Jahren erschienen sind. Nicht unerwähnt sollte auch die Veröffentlichung seines „Deklamator für öffentliche und private Gesellschaften", „Konzert- und Gesellschaftsdeklamator" und der humoristische Führer „Nach Helgoland und auf Helgoland" sein. Der erfolgreiche Schauspieler und Bühnendichter Görner verstarb in Hamburg. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt