Beschreibung
Bach, Johann Sebastian
Titel: Passionatus
Reych: Nr. 51 Chasalla (Kassel)
Geb.: Lämmerhirt, stammte aus Erfurt. Im Alter von 10 Jahren starben seine Eltern. Die Erziehung und in Eisenach
Gest.: 28.07.1750 in Leipzig
Volltext
deutscher Komponist Johann Sebastian Bach war ein Sohn des Stadtmusikers Ambrosius Bach. Seine Mutter Elisabeth, die erste musikalische Unterrichtung übernahm der ältere Bruder, der Organist in Ohrdruf war. 15jährig genoss er als Schüler der Michaelisschule in Lüneburg die Unterweisung des berühmten Organisten Georg Böhm. Von hier aus besuchte er öfters Hamburg, um sich bei dem Altmeister Jan Adam Reinke weiter auszubilden, der ihn wegen seiner Improvisationskunst lobte. Anschließend ging er nach Celle zur Residenz, um die höfische Musik zu studieren. 1703 wurde er Orchestergeiger in der Weimarer Hofkapelle, übernahm noch im gleichen Jahr das Organistenamt in Arnstadt, von wo aus er 1705 eine Studienreise nach Lübeck zu dem berühmten Orgelmeister Buxtehude unternahm. Als Organist in Mühlhausen heiratete er seine Base Maria Barbara, die ihm sieben Kinder schenkte. 1708 wurde er Hoforganist und von 1714-17 Hofkonzertmeister in Weimar. 1717 wurde er Hofkapellmeister des Fürsten Leopold von Anhalt in Köthen. Nachdem er dort seine Frau verlor, fand er in Anna Magdalena Wülken eine zweite Frau, die ihm 13 Kinder schenkte. Am 31.5.1723 wurde er als Nachfolger Kuhnaus Thomaskantor und Universitätsmusikdirektor in 1747 besuchte er seinen Sohn Philipp Emanuel, der am Hofe Friedrichs des Großen Hofcembalist war und erhielt das königliche Thema zur Improvisation, aus dem Bach dann in Leipzig das ,,Musikalische Opfer" schrieb. 1747 führte eine missglückte Augenoperation zur völligen Erblindung. Bach schuf einen ungeheuren Reichtum an musikalischen Werken aller Gattungen: Die beiden Passionen nach den Evangelisten Johannes und Matthäus (drei weitere sind verlorengegangen), Kirchenkantaten, humoristischem Instrumentalwerke für Orgel (Präludien, Fugen, Tokkaten, Phantasien, Sonaten, Choralvorspiele) sowie für Klavier (Konzerte, Sonaten, Cappriccios, Variationen, die 48 unter dem Namen „Das wohltemperierte Klavier" zusammengefassten Präludien und Fugen für alle Dur- und Molltonarten). In seinem letzten Lebensjahr hat er den Choral, mit dem er sich zum Sterben rüstet, „Vor Gottes Thron tret ich hiermit", seinem Lieblingsschüler in die Feder diktiert. Als er stirbt, ist sein Werk vergessen und erst ein Jahrhundert später besinnt sich die Welt auf diesen genialen Schöpfer unvergänglicher Werke. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt