Beschreibung
Brandstetter, Hans Prof.
Titel: Hauer von der Lilie
Reych: Nr. 4 Grazia (Graz)
Geb.: 23.01.1854 in Michlbach
Gest.: 04.01.1925 in Graz
Volltext
österreichischer Bildhauer Weiland Sasse der HR Grazia und Leopolis Bereits während der kargen Kindheit zeigte sich Brandstetters Talent für das künstlerische Gestalten. So ernährte er seine Familie mit dem Verkauf von selbstgeschnitzten Heiligenfiguren, was letztlich zu einer Lehre bei dem Grazer Kirchenbildhauer Jakob Gschiel führte. Einer künstlerischen Betätigung standen aber die vielen Auftragsarbeiten entgegen, die wenig Spielraum für Individualität ließen. So arbeitete er auch in seiner Freizeit weiter, es entstanden viele freiberufliche Arbeiten wie z.B. ein Denkmal für seinen Freund, den Schriftsteller Peter Rossegger. In dieser Zeit gewann er die Unterstützung des Kaiserhauses durch ein Stipendium. Nach Beendigung seiner Ausbildung arbeitete er noch 4 Jahre als Geselle Gschiels, bevor er sich selbständig machte. Schnell wurden Adel und gehobene Bürgerschaft auf Brandstetter aufmerksam, es war angesagt, sich in seinem Atelier die Klinke in die Hand gaben. Nachdem er sich in Graz niedergelassen hatte, wurde er mit Plastiken für die Herz-Jesu-Kirche beauftragt, u.a. das Grabmonument des Bischofs Johannes Zwerger. Grabdenkmäler Haupttätigkeit, überdurchschnittliche Altersdurchschnitt des damaligen Graz zugute kam. 1890 wurde Brandstetter Sasse des H.R. Grazia, wo er als Rt. Hauer von der Lilie sippte. 1891 schuf er die Statue der Schlaraffia, die noch heute in einigen Burgen steht. (Text: Rt. Koi (247) )
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt