Beschreibung
Beethoven, Ludwig van
Titel: Florestan
Reych: Nr. 378 Graetz an der Mur (Graz)
Geb.: 17.12.1770 in Bonn
Gest.: 26.03.1827 in Wien
Volltext
deutscher Komponist Ludwig van Beethoven, Sohn des Tenoristen der kurfürstlichen Kapelle Johann van Beethoven, war zunächst auch dessen musikalischer Schüler, bevor er von dem Oboisten Pfeiffer und später von dem Hoforganisten und Singspielkomponisten Christian Gottlieb Neefe unterrichtet wurde, der als Opernkapellmeister einen guten Namen hatte. 1781 wurde er bereits Hoforganist beim Kurfürsten Maximilian Franz in Bonn. 1787 machte er eine Studienreise nach Wien, die er wegen des Todes seiner Mutter nach kurzem Zusammentreffen mit Mozart abbrechen musste. Noch vor seiner Übersiedlung nach Wien schrieb er 1791 für Bonn eine Ballettmusik. 1792 erfolgte die Übersiedlung nach Wien, wo er weiteren Unterricht bei Fr. J. Haydn, Johann Schenk, J. G. Albrechtsberger (Kontrapunkt) und A. Salien (dramatische Komposition) nahm. Bald konnte er sich der Unterstützung verschiedener Gönner erfreuen wie der Fürsten bzw. Grafen Karl Lichnowsky, Lobkowitz, des Russen Rasumowsky, Brunswick, Esterhazy und Erzherzog Rudolf, der später sein Klavierschüler wurde. Ab 1800 begann bereits eine zunehmende Schwerhörigkeit, die ihn nicht hinderte, seine musikalischen Zielsetzungen anzustreben. 1801 schrieb er für Vigano eine Ballettpantomime „Die Geschöpfe des Prometheus". 1803 war Schikaneder, der damals Direktor des Theaters an der Wien war, an Beethoven herangetreten, für sein Haus eine Oper zu schreiben. Auch nach dem Wechsel der Direktoren hielt man daran fest und so entstand ,,Fidelio“. Die ersten Aufführungen ergaben zunächst nur Achtungserfolge, bis sich die Fassungen von 1814 endgültig durchsetzen konnten. Dass keine weitere Oper zustande kam, lag vor allem daran, dass Beethoven keinen Librettisten finden konnte, der seinem Geschmack und seinen Ansprüchen gerecht werden konnte. 1812 war ihm in Teplitz ein Zusammentreffen mit Goethe vergönnt. Der Wiener Kongress hob ihn als vielgefeierten Meister auf den Gipfel seines Ruhmes. Dort wurde seine 7. und 8. Sinfonie aufgeführt und ihm die Ehrenbürgerschaft der Stadt Wien zuerkannt. Beethovens künstlerisches Schaffen umfasst drei große Perioden: Die erste durch Inspirationen von Havdn und Mozart (ca. 1790- 1803) die zweite mit der Zeit seiner gereiften Selbständigkeit , in die die C-moll-Sinfonie und „Fidelio“ fällt und die dritte, in der bei einer gewissen Versinnlichung nach verminderter Schaffenskraft die gewaltige Schlussphase mit der 9. Sinfonie in d-moll (1823), Schillers „Ode an die Freude", mit den „Letzten Quartetten" und der „Missa Solemnis" eingesetzt hat. Als der größte deutsche Symphoniker seine Augen für immer schloss, war die kunstverständige Bevölkerung nicht nur in Wien, sondern in weiten Kreisen zutiefst traurig berührt. Franz Grillparzer hielt die Grabrede, 12 Kapellmeister begleiteten seinen Sarg, darunter Franz Schubert. In seinem Testament stand zu lesen: „Vergesst mich nicht ganz im Tode. Ich habe es um Euch verdient, indem ich in meinem Leben oft an Euch gedacht, Euch glücklich zu machen . . ." (Text (gekürzt): N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt