Reych Nr. 36

Brahms, Johannes

Unbekannt ·A-C

Beschreibung

Brahms, Johannes Dr. h.c.
Titel: Juchhé der Wunderhornige
Reych: Nr. 36 Hammonia (Hamburg)
Geb.: 07.05.1833 in Hamburg
Gest.: 01.06.1895 in Wien

Volltext

Augusta Trevirorum 021 Fryburgia Brisgaviae (Freiburg) deutscher Komponist Brahms studierte bei seinem Vater, einem Kontrabassisten, und war Schüler von Cossel und Marxsen in Altona (1839-43). Durch gründliches Studium der alten Meister erwarb er sich ein großes satztechnisches Können. Seine begeisterte Verehrung Robert Schumanns führte 1853 zu einer persönlichen Bekanntschaft mit diesem Meister. Weitere Bekanntschaften mit Joachim in Göttingen, mit Liszt, Cornelius und Raff in Weimar, mit Hiller und Reinecke in Köln, folgten. In der „Neue Zeitschrift für Musik" wird er von Schumann gepriesen. In Leipzig lernte er Berlioz kennen. Brahms lebte zunächst in Düsseldorf, gab Konzerte in Köln und Bonn, Klavierunterricht für Prinzessin Friederike in Lippe-Detmold. Nach mehrjähriger Dirigententätigkeit in Detmold und in Hamburg ging Brahms 1862 nach Wien, wo er Dirigent der Singakademie wurde und von 1872-74 die Konzerte der Gesellschaft der Musikfreunde leitete. Wien ist Brahms zweite Heimat geworden. Von hier aus unternahm er erfolgreiche Konzertreisen in Osterreich und Ungarn. Mit Ausnahme der Oper hat Brahms alle Gattungen der Vokal- und Instrumentalmusik gepflegt. Sein Hauptgebiet war die Kammermusik. Auch das Volkslied hat sein Schaffen beeinflusst. Erinnert sei an das bekannte Lied „Guten Abend, gute Nacht, mit Rosen bedacht". Die „Volkslieder" für Solo und gemischten Chor sind noch immer gern gehörte Werke. Die Melodie „Also blus das Alphorn heut" hat Brahms vielleicht auf einer seiner vielen Wanderungen durch die österreichischen Berge und Wälder notiert. Am 12. Sept. 1868 sandte Brahms ein handgeschriebenes Notenblatt als Geburtstagsglückwunsch an Clara Schumann mit dem Vermerk „Also blus das Alphon heut, dem 12ten September 1868. Hoch auf'm Berg, tief im Tal, grüß ich Dich tausendmal!" 1869 erfolgte die erste komplette Aufführung seines „Deutschen Requiems" im Gewandhaus in Leipzig. Aus Anlass des Sieges über die Franzosen schrieb er 1871 das „Triumphlied“. 1877 lehnte er den Ehrendoktortitel der Universität Cambridge und 1879 das Amt als Direktor des Leipziger Thomas-Kantorats ab. Im gleichen Jahr erhielt er den Ehrendoktortitel für Philosophie durch die Universität Breslau, den er annahm. 1896 wurde er durch Kaiser Franz I. mit dem Leopoldorden ausgezeichnet. Brahms schrieb 4 Sinfonien, 2 Serenaden, die „Akademische Festouvertüre" und „Tragische Ouvertüre", „Haydn-Variationen" für Orchester, ein Violinkonzert, Klavierkonzerte, ein Doppelkonzert für Geige und Violoncello, Sonaten für Klavier, Violine, Violoncello und Klarinette, 5 Klaviertrios, darunter das op. 40 ES-Dur mit Horn, sowie Streich-, Klavier- und Klarinetten-Quartette und Quintette und eine große Zahl ein- und mehrstimmiger Lieder und Gesänge. Sein letztes Werk waren die 1896 erschienenen „Vier ernsten Gesänge" auf Worte der Heiligen (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt