Reych Nr. 40

Benz, Friedrich Carl

Unbekannt ·A-C

Beschreibung

Benz, Friedrich Carl Dr. h.c.
Titel: Gib Gas
Reych: Nr. 40 Maninheimbia (Mannheim)
Geb.: 25.11.1844 in Mühlburg
Gest.: 04.04.1929 in Ladenburg

Volltext

deutscher Erfinder Der Sohn eines Lokomotivführers träumte schon von Kindheit an von einer „Lokomotive ohne Geleise“. Mit der Erfüllung dieses Traums sollte er in die Geschichte eingehen. Seiner Schulausbildung folgte von 1860 – 64 ein Maschinenbaustudium an der Polytechnischen Schule Karlsruhe, Benz war zunächst als Schlosser und ab 1866 als Konstrukteur in Mannheim und Karlsruhe tätig. Zurück in Mannheim gründete er mit August Ritter die „Carl Benz Eisengießerei und mechanische Werkstätte“, der jedoch kein wirtschaftliches Glück beschieden war, sodass er sie von 1873 an als Einzelunternehmen betrieb. Benz arbeitete auf dem Weg zum Automobil zunächst an einem 2-Takt-Gasmotor. Nach vielen Fehlschlägen sprang der Motor in der Sylvesternacht 1879 erstmals an und lief dauerhaft mit einer Leistung von 1 PS. Mit finanzieller Unterstützung durch Emil Bühler konnte die „Mannheimer Gasmotorenfabrik“ in Serienproduktion Doch das Geld reichte nicht, das Unternehmen wurde in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Benz schied aus und gründete am 01.10.1883 die „Benz & Co. Rheinische Gasmotorenfabrik Mannheim“, die bis 1900 die größte Automobilfabrik der Welt werden sollte. Benz arbeitete von nun an am Vier-Takt-Otto-Motor, verkleinerte ihn auf einen Benzinmotor mit einem Zylinder, elektrischer Zündung und Wasserkühler. Diesen baute er in einen dreirädrigen Wagen, Tricycle genannt, ein und befuhr erstmals am 3.7.1886 mit 0,8 PS und 18 km/h die Straßen Mannheims. Dennoch erntete er für diese Erfindung überwiegend Spott und Ablehnung, es wurden nur 25 Exemplare des Tricycles verkauft. Benz ließ sich von diesem Misserfolg nicht unterkriegen und arbeitete an der Verbesserung seiner Erfindung. So konnte er 1892/93 ein vierrädriges Fahrzeug mit Achsschenkellenkung präsentieren. Das 3 PS starke Modell bekam aufgrund dieses Durchbruchs den Namen „Victoria“. Bereits auf der Weltausstellung in Chicago konnten von dem Nachfolgemodell „Velociped“ 1.200 Exemplare verkauft werden. Benz arbeitete weiter an der Entwicklung des Automobils, und mit August Horch gelang Benz 1897 die Entwicklung des Zweizylinder- Reihenmotors. Durch die Umwandlung seines Unternehmens in die „Benz & Cie AG“ 1899 beschaffte er sich Kapital für die erforderliche Serienfertigung, ein Jahr später bot Benz bereits 600 verschiedene Modelle an. 1903 schied Benz aus diesem Unternehmen aus und gründete mit seinen Söhnen in Ladenburg „Benz Söhne“. 1926 sollte aus der Fusion von „Benz & Cie AG“ und der „Daimler-Motoren.Gesellschaft“ der heutige „Global Player“ „Daimler-Benz AG“ entstehen. (Text: Rt. Koi (247) )
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt