144 Augusta Trevirorum
Gerade bei kleinen Reychen wie der Augusta Trevirorum machen sich Veränderungen immer sehr
stark bemerkbar. Und so hat auch unser Reych in den vergangenen 25 Jahrungen mehrere Höhen
und Tiefen durchlebt. Aus dieser Zeit gehören nur noch drei Sassen dem Reych an, die übrigen sind
in anderen Reychen sesshaft geworden bzw. aus Allschlaraffia ausgetreten oder haben ihren Platz
an der ewigen Rittertafel eingenommen.
Dadurch war die Sassenschaft teilweise beängstigend gesunken. Verstärkt durch die Bresthaftigkeit
einiger Sassen lag die maximale „Sippungsstärke” der Augusta Trevirorum teilweise nur bei ca. 10-
12 Sassen; über mögliche Konsequenzen wie z.B. einem zweiwöchigen Sippungsrhythmus wurde
nachgedacht. Doch das Häuflein der wenigen Augustaner zeigte einen starken Durchhaltewillen
und eine rege Präsenz in den Sippungen.
Dazu kamen viele eingerittene Freunde, die der Augusta in dieser Zeit die Treue hielten und uns re-
gelmäßig besuchten. Gerade durch den kleinen Kreis der Sassen und Eingerittenen entstand in den
Sippungen eine fast familiäre Atmosphäre, die sich im Übrigen bis heute weitgehend erhalten hat.
Die Zahl der Ehren- und Petrusritter wuchs in dieser Zeit kontinuierlich. A.U. 148 wurde der Konvent
der Petrusritter gegründet, dem 25, der Augusta verbundene, Sassen anderer Reyche angehören.
Festsippungen mit Burgfrauen wie die Wochenendreytersippung mit dem Turney um den Most-
Quetsch-Humpen bzw. um die Consulswürde zum Winterungsbeginn und die Sippung „Musik ist
Trumpf” zum Winterungsende füllten und füllen immer noch unsere Burg; nicht selten mussten wir
in eine Festburg ausweichen.
Doch die Hilfe der Freunde blieb nicht allein auf die Anwesenheit bei den Sippungen beschränkt.
In den Jahren a.U. 140-143 wurden allein acht Prüflinge weiß gekugelt, eine für ein so kleines Reych
stolze Zahl. Bemerkenswert ist, dass nur einer davon durch einen Sassen unseres Reyches einge-
führt wurde. Die übrigen stießen überwiegend durch die Vermittlung auswärtiger Sassen zu unse-
rem Reych, entweder von profanen Verwandten oder früheren Berufskollegen oder Bekannten.
A.U. 141 feierte die wieder erstarkte Augusta Trevirorum ihr 100. Stiftungsfest. An diesem Fest nah-
men ca. 300 Gäste aus dem gesamten Uhuversum teil. Vor allem die neu formierte Junkertafel trug
mit ihrer Spielszene über die Reychsgründung sehr zum Gelingen dieser Festsippung bei.
Ein weiterer positiver Aspekt in unserer Außendarstellung ist unsere repräsentative Burg. Seit nun-
mehr 17 Jahrungen haben wir unser Domizil in der Moselburg der SMW Sektkellerei in Trier; über
weitere acht Jahre läuft der derzeitige Mietvertrag.
Heute zählt das Reych 25 Sassen, die fast alle regelmäßig aktiv an den Sippungen teilnehmen. Dies
darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Nachwuchswerbung zu den vordringlichsten Auf-
gaben gehört, um den Bestand unseres Reyches auch weiterhin zu sichern.
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149 Silvana
Nach dem Verlust der Waldburg a.U. 121 sippte das Reych in den nächsten Jahren in der Fronburg
des Rt Et-tu, der Heimburg des Rt Anodis und im Welsh Altenheim. Bald regte sich der Wunsch der
Sassenschaft, wieder eine feste Bleibe zu finden. Dank der Rtt Anodis, Lachmal, Löschgern, Wie-
has-I und anderer Sassen fand man eine neue Burg im Deutsch-Amerikanischen Kulturzentrum
(Lenau Park). Rt Kann-Vas ( 273 ) gebührt Dank für das erstellen kunstvoller Wandgemälde. Die
erste Sippung fand am 13.12. a.U. 126 statt; die offizielle Burgweihe am 27.11. a.U. 127. An Nach-
wuchs fehlte es nicht, und es verging fast keine Jahrung, wo nicht ein Ritterschlag stattfand. A.U. 125
wurde das 80. Gründungsfest mit einem 5-fachen Ritterschlag und Ritterehrungen celebriert. Ein
7-facher Ritterschlag a.U. 129 und 3-facher Ritterschlag a.U. 132 schufen das Fundament für eines
der stärksten Reyche im LVNA. Man sippte im Durchschnitt mit 24-26 Sassen. Unter der Ägide
der OS Anodis, Et-tu, Herakles K Juristicus und J Lachmal scharten sich die Jüngeren, die teilweise
noch heute den Nukleus der Silvana bilden. A.U. 131 wurden die Rtt Salz (119) und Siebenhitze (161)
Sassen des Reyches, und ErbO Anodis diente 10 Jahre lang als Mitglied des SRNA. Unvergesslich
die jährlich stattfindenden Uhubaumfeste, Harrungs-Turniere, Sängerfeste, Feuerzangenbowlen-
und „Tartar-mit-Blut” Sippungen. Des Reyches Feste wurden im ganzen Uhuversum bekannt, und
das 90. Gründungsfest a.U. 135, verbunden mit der Reychsfehde Nova Orleana – Porta Pasconia,
war keine Ausnahme. Die alle zwei Jahre stattfindenden Erie-Achsen- u. Mutter-Tochter Sippungen
gehören noch heute zum festen Bestandteil schlaraffischer Aktivitäten im Mittelwesten. Der LVNA
würdigte die Rtt Anodis, Et-tu, Lachmal und Hartriegel für ihre Verdienste mit der goldenen, silber-
nen und bronzenen Verdienstmedaille. Eine enge Freundschaft verbindet uns mit der h. Detroitia;
es vergeht fast keine Woche, in der man sich nicht gegenseitig besucht. Wo Freude ist, da ist auch
Leid. Wertvolle Stützen, u.a. die Rtt Berg-lieb, Herakles, Juristicus traten den Ritt gen Ahalla an. A.U.
138 feierte man einen 5-fachen Ritterschlag, verbunden mit dem 94. Gründungfest. In Rtt Herzbär
u. Lampe besitzt das Reych zwei hervorragende Zinkenmeister; Rt Löschgern ist bekannt als ein im-
mer wieder, mit neuen Ideen sich zeigender Hofnarr. Der Thron mit den Rtt Hartriegel, Pack Mass
und Siebenhitze leitete die Geschicke des Reyches in hervorragender Weise. Im Wonnemond a.U.
144 stand die Stadt Cleveland im Mittelpunkt schlaraffischer Aktivitäten; man celebrierte das 100.
Gründungsfest und die 3.000 Sippung, verbunden mit der XVI. Reychstagung des LVNA. Sassen
aus 52 Reychen und die Anwesenheit des Praga- Banners gaben dem Fest einen würdigen Rahmen.
Hierbei wurde auch die Rtt Amoroso (273), Romantiplus (119) und Piffche (4 ) mit dem Ehrenhelm
des Reyches ausgezeichnet. Rt Siebenhitze, Mitglied des ASR und SRNA wurde als Vorsitzender
des LVNA bis zur nächsten Reychstagung gewählt. Der Thron, jetzt mit den Rtt Et-tu, Reimnarr und
Ursa, garantiert weiterhin ein erfolgreiches Bestehen des Reyches . Nach einer längeren Ruhepause
celebrierte das Reych wieder einen Ritterschlag, und die Junkertafel ist zur Zeit vierfach besetzt.
Dem Nachwuchs gilt weiterhin unsere größte Aufmerksamkeit. Deutsch sprechende Amerikaner
werden in Zukunft eine wichtige Quelle unseres Nachwuchses bilden. Unsere Junkertafel ist der
beste Beweis dafür, Dank den Rtt Duden und Reimnarr für ihre ständige Suche nach neuen Pilgern.
Derzeit sippen wir im Durchschnitt mit 18-20 Sassen, obwohl es einige in der Winterung für längere
Zeit nach Florida zieht. In den letzten Jahren verlor das Reych durch Ahallaritte wertvolle Sassen wie
die Rtt Falkenberg, Vippachus und Akkordeon, und die Rtt Salz und Wie-has-I zog es nach Austrias
Gauen zurück. Aber getreu den Worten: „Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein” wird auch in der
Zukunft Uhu uns treu zur Seite stehen.
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