Beschreibung
Bruckner, Anton Dr. h.c.
Titel: Credo
Reych: Nr. 230 Claustroneoburga die allzeyt Getreue
Geb.: 04.09.1824 in Ansfelden
Gest.: 11.10.1896 in Wien
Volltext
(Klosterneuburg) 266 Burckhardia (Purkersdorf) österreichischer Komponist Bruckners Schaffen konzentriert sich weitgehend auf die beiden Bereiche Symphonik und Kirchenmusik. Die Vorliebe übernahm er, selbst von tiefer Frömmigkeit, von Vater und Großvater, die beide fest mit der Musik verbunden waren. Nach jener Zeit, als er in Sankt Florian Sängerknabe war, übernahm er eine Lehrtätigkeit, die viele Jahre andauerte und die darin gipfelte, ab 1855 Domorganist zu sein. Zu diesem Zeitpunkt hatte er schon 50 kirchliche Werke sowie einige für Gesang und Klavier geschrieben. Nach einem Selbststudium nahm er Unterricht bei Simon Sechter in Wien. Den Abschluss krönte 1861 die Prüfung zum „Lehrer der Musik". Damit nicht genug, er bildete sich weiter mit Instrumentation und Formenlehre und lernte so die Musik von Beethoven, Mendelssohn und Wagner kennen. Spät, nämlich erst mit 40 Jahren, begann er seine eigentlichen kompositorischen Arbeiten und zwar mit der Messe d-Moll, 1864 und der 1. Sinfonie c- Moll, 1865/66. Bruckner unternahm Konzertreisen in mehrere Länder und erhielt die Professur für Harmonielehre, Kontrapunkt und Orgel als Nachfolger seines Lehrers Sechter in Wien (1871). Nach weiteren Gastspielen in verschiedenen Ländern, die sehr erfolgreich für Bruckner waren, entstanden neue Sinfonien sowie einige Messen. Es sei an „Missa solemnis" bzw. an „Te Deum" erinnert, die des öfteren umgeschrieben werden mussten, da die Dirigenten die Werke als unspielbar „Das 19. Jahrhundert, das Anton Bruckner alles gab, was er sich nahm: Gewalt der Erhebung und Zweifel am Werk, hat es ihm nicht erleichtert, durch alle Dunkelheiten, aber ebenso im Schöpfungstaumel, seine Sendung zu sehen. Die letzte Symphonie blieb Fragment." Von der Fünften und der Neunten Symphonie hat der Komponist nie eine Aufführung gehört. Wie oft verfielen seine Klangvisionen dem Verdikt der Unspielbarkeit. Welcher Kraft des Widerstandes musste es bedurft haben, dem stumpfsinnigen Nein eines sich sträubenden Publikums immer wieder das aufbrechende Ja der Persönlichkeit entgegenzusetzen, damit der Meister am Ende sagen konnte, dass die Partitur seines Lebens gut war. Der Glaube an die Aufgabe hatte das leidvolle Schaffen getragen. Das letzte Antlitz sagt es: Aus den Tiefen rufend, zu den Höhen hörend, weil der Mensch weit über den Menschen hinausragt als Gottes Mensch: NON CONFUNDAR IN AETERNAM. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt