Claustroneoburga

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 230 — Claustroneoburga. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

230 Claustroneoburga
Mit den Oberschlaraffen Rt Lango, Dolomit und Kau-Boy ging das allzeit fröhliche Reich Claustro-
neoburga, das im Jahr zuvor sein 60. Stiftungsfest gefeiert hatte, in das sechste Vierteljahrhundert
des Bestehens Schlaraffias. Leider musste Rt Kau-Boy a.U. 128 seine Würde krankheitshalber zu-
rücklegen, um a.U. 130 seinen letzten Ritt anzutreten. Seine Nachfolge trat Rt Ha-ha an. In weiterer
Folge lenkten die Rtt Dolomit, Don Skonti, Jodokus, Don Capitano, Marc Ampère die Geschicke des
Reiches bis zum heutigen Tage.
In der Berichtsperiode hat Oho die letzten Angehörigen der „Wiederaufbaugeneration” an die große
Rittertafel abberufen. Es seien genannt die Rtt Van Snötig, Montalban, d‘Nalor, Ali Kater, Buwa,
Lohegrin und als traurigen Höhepunkt die a.U. 145 knapp hintereinander gen Ahalla gerittenen
Großfürsten Lango und Derrick. Mit dem Hinscheiden dieser beiden langjährigen Würdenträger ist
eine Ära zu Ende gegangen.
Gedacht werden soll aber auch – stellvertretend für die vielen anderen – des langjährigen Schatz-
meisters Rt Franco Bollo, des Stifters der Fleischlaberlsippung, sowie der Rt All-BÄR und Pimsch im
Kanzleramt. Zu gedenken gilt es auch der Ehrenritter. Genannt seien die aus der Claustroneoburga
hervorgegangenen Rt Nockwell (266) und Jazzy (181), die Rt La Tour und Ring (beide 24) und der
zuletzt abberufene Rt Stelzerl (266).
Die von Kaiserin Maria Theresia begründete Marinetradition Klosterneuburgs wird von der Claus-
troneoburga weiter gepflegt: Außer der jährlich abgehaltenen Flottenparade, bei der die Distinkti-
onen und Titel der „Donauflottille zu Nivenburg” verliehen werden, findet im tiefsten Winter die
Eisbrechersippung und in der Sommerung der Donauwellenritt statt.
Der Sassenstand des Reiches hat sich in der Berichtsperiode um acht verringert, das Durchschnitts-
alter um ca. sechs Jahre erhöht. Der Sippungsbesuch der eigenen Sassen mit meist unter 50 %
ist deutlich verbesserungsbedürftig. Erfreulich stellen sich hingegen die Einritte aus befreundeten
Reichen dar. Wesentlichen Anteil hat daran sicherlich die Stiftung des Ordens „Her zog von und zu
Ostarrichi” durch Rt Hemmungway a.U. 137.
Zusätzlich wurde für unsere einreitenden Freunde eine diplomatische Laufbahn definiert vom Ho-
norarkonsul bis zum Botschafter mit einer möglichen Steigerung zum Ehrenritter. Die Her zog-Sip-
pung, die Sippung für Ehrenritter und Diplomatisches Corps, die Flottenparade der Donauflottille,
Faßlrutschersippung, Fleischlaberlsippung beflügeln jedenfalls die Einritte.
Wurde das 75. Stiftungsfest unter zahlreicher Beteiligung befreundeter Reiche und der Profanei in
der Babenberger Halle in Klosterneuburg abgehalten, gewährte uns für das 80. Stiftungsfest Mutter
Vindobona Gastfreundschaft in der Veste Höllenstein zur Ehrung verdienter Sassen: Rt Jodokus
10 Jahre, Rt Dolomit 20 Jahre am Thron, die Rt Hemmungway, Infusio und Marc Ampère 40 Jahre
Schlaraffe.
Das 85. Stiftungsfest – begangen im kleinen Rahmen – wird überschattet von der Notwendigkeit,
eine neue Burg zu finden, da die alte Nivenburg nach über 50 Jahren wegen eines Besitzerwechsels
aufgegeben werden muss. Trotz aller Probleme sei dieser kurze Überblick mit dem Refrain der
Reichshymne geschlossen:
„Claustroneoburga lebe, blüh‘ und wachse immerzu!”
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
231 Ferrostadia
Zwei Burgen prägten diese Periode. Die alte Burg hat sich im Keller eines Hauses unseres ehema-
ligen Oberschlaraffen Rt Schnitzler, am Pfarrplatz in Eisenstadt befunden. Nach dessen Ahallaritt
lief der für 20 Jahre abgeschlossene Mietvertrag aus und wurde von den Erben, wegen Eigenbedarf,
nicht mehr verlängert.
So waren wir gezwungen uns auf die Suche nach einer neuen Unterkunft zu machen. Nach län-
gerem Suchen und Prüfung mehrerer Möglichkeiten, brachte Rt Miraculix die Mitteilung, dass im
sogenannten „ Leinnerhaus” in Eisenstadt, Rusterstraße 10-12, Räumlichkeiten seien, die für unsere
Anforderungen eventuell geeignet wären.
Dieses Haus ist urkundlich erstmalig im Jahre 1755 erwähnt worden. Die Mauern bestehen zum Teil
aus echtem Sandstein, zum anderen Teil aus „ altösterreichischen” Mauerziegeln. Die Decke wurde
aus einer Vielfalt unterschiedlich gemauerten Bögen gebildet, aus denen Historiker die einzelnen
Bauperioden gut ablesen können. Allerdings war alles in einem sehr schlechten Erhaltungs- Zu-
stand, so dass es uns bei der ersten Besichtigung unvorstellbar war, dass hier die neue Schwalben-
burg mit Storchennest entstehen könnte.
Wir gingen trotzdem ans Werk. Viel Mammon und sehr viel Arbeit in Eigenregie waren gefragt,
die von einer Reihe Sassen unseres Reyches, wie selbstverständlich, geleistet wurde. Von den Rtt
Bank-Kraxi und Miraculix wurde ein Finanzierungsplan erstellt. In Absprache mit einem Architekten
und dem Vertreter des Hauseigentümers erstellte Rt Konserverl eine generalstabsmäßige Gesamt-
planung der Arbeitsabläufe, die von den am Umbau beschäftigten Firmen und auch den eigenen,
arbeitenden Sassen präzis eingehalten werden konnte.
Dazu kamen noch weitere Aufgaben für einige unserer Sassen: Heizung und Klima, Rt Lüfterl;
Strom und Licht, Rtt Am Bär, Düsentrieb, Oku-lar und Uri; Farbe und teilweisen Bodenbelag, Rt
Tapeto; Atzung und Labung für die Fronarbeiter organisierten die Rtt Reim-di und G-Dur A-Moll.
Der Aufwand für den Umbau hat trotz sehr vieler Eigenleistungen ca. 73.000 Euro verschlungen.
Viele Reyche, viele Sassen aus dem eigenen, aber auch anderen Reychen haben gespendet. Der
Storchenritter-Orden und einzelne Storchenritter haben eine sehr beachtliche Summe zusammen-
gebracht, so lief es auch mit der Finanzierung gut. Planmäßig konnten wir die Burgweihe in der
ersten Sippung am Beginn der Winterung a.U. 140 vornehmen und sippen seither fröhlich in einer,
wie wir glauben, der schönsten Burgen des Uhuversums.
Zum Sippungsgeschehen: Zahlreiche Einritte verzeichnen immer wieder unsere traditionellen Groß-
Sippungen. Die Storchensippung am ersten Samstag im Wonnemond, seit a.U. 97. Die Sauschä-
delsippung im Eismond, seit a.U. 100. Die Martini Sippung im Windmond, seit a.U. 97. Dazu noch
die „Jägersippung” gestaltet von des Reyches Waidmännern. Die Sippung der „Blauen Blume”und
schließlich die zweijährig stattfindende Sippung des Regimentes der „Ganz blauen Dragoner zu
Kismarton” seit a.U. 120. Am 3.12. a.U. 148 konnten wir in unserer neuen Burg die 2. 000 Sippung
unseres Reyches feiern.
Als das östlichste Reych im westlichen Uhuversum bemühen wir uns sehr, schlaraffische Tradition
weiterhin zu pflegen. Die Vielzahl der Einritte zu unseren Sippungen beweist, dass uns das auch
gelingt.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
Quelle: Chronik Band IV, S. 351-352