Beschreibung
Freytag, Gustav
Titel: Conrad Volz
Reych: Nr. 42 Wiesbadensia (Wiesbaden)
Geb.: 13.07.1816 in Kreuzburg
Gest.: 30.04.1895 in Wiesbaden
Volltext
deutscher Kulturhistoriker und Schriftsteller Freytag war von 1839 bis 1844 Privatdozent für Deutsche Sprache und Literatur in Dresden. 1842 schrieb er sein erstes Lustspiel „Die Brautfahrt oder Kunz von der Rosen". Bald folgten die Dramen „Die Valentina" und „Graf Waldemar". In seinem Meisterwerk, dem Lustspiel „Die Journalisten", gelang ihm eine charaktervolle Darstellung des nationalen Lebens, durch humoristische Auffassung dichterisch geadelt. Als freier Schriftsteller war er von 1848 bis 1870 Mitherausgeber der preußischkleindeutschen Zeitschrift „Die Grenzboten". Nach 1870 lebte er abwechselnd in Leipzig und auf seinem Gut „Siebleben" bei Gotha, seit 1879 auch in Wiesbaden. 1867-1870 vertrat er die Nationalliberale Partei im Norddeutschen Reichstag. Im Juli 1893 wurde er zum Wirklichen Geheimrat ernannt. Neben seinen frühen Gedichten und Dramen trat er durch die Zeitromane „Soll und Haben" (1850) und „Die verlorene Handschrift" (1864) hervor, in denen er Arbeitsethos und Fortschrittsglauben im Stand des deutschen Kaufmannes und des Gelehrten verherrlichte. Bekannt wurde Freytag auch durch seine kulturhistorischen Schilderungen, wie der sechsbändige, historische Romanzyklus „Die Ahnen" (1873-1881). Hier entwickelte er am Beispiel einer Generationsreihe die Geschichte des deutschen Volkes von germanischer Zeit bis in das 19. Jahrhundert. Außerdem sind von ihm erschienen „Karl Marthy", „Der Kronprinz und die deutsche Kaiserkrone" sowie „Erinnerungen aus meinem Leben". (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt