Reych Nr. 347

Feuchtmayer, Joseph

Unbekannt ·D-F

Beschreibung

Feuchtmayer, Joseph A.
Titel: Honigschlecker
Reych: Nr. 347 Welfia zue Buchhorn (Friedrichshafen)
Geb.: 06.03.1696 in Linz
Gest.: 02.01.1770 in Mimmenhausen

Volltext

Stuckateur und Bildhauer Der am 06. Februar 1696 in Linz geborene Joseph Anton Feuchtmayer zählt nicht erst seit heute zu den unbestritten größten Künstlern seiner Zeit. Er darf ohne Hemmungen zu den größten Bildhauern des 18. Jh. gezählt werden. Seine Kunstauffassung gibt nicht nur dem Emotionalen, seinen Gefühlen, seiner Leidenschaft Raum – seine Figuren sprechen eine gewisse Leidenschaft, ja fast schon Ekstase an, die in der damaligen Zeit sensationell war. Die Familie siedelte sich anno 1706 in Mimmenhausen an, da der Vater, nach dem Klosterbrand in Salem (1696) dort als Stukkateur und Bildhauer arbeitete. Nach seiner Lehr- und Gesellenzeit begann Joseph Anton seine erste selbständige Arbeit am Chorgestühl der Basilika Weingarten (1716 mit dem Vater begonnen, 1718 allein vollendet). Schon hier spürte man „...die Hand des Großen, der Eigenes zu sagen hat.“ (Adolf Feulner). Jedoch nicht nur an der „Oberschwäbischen Barockstraße“ findet man seine Kunstwerke (z.B. u.a. in Altheim / Stukkaturen; Ertingen / Altäre; Kißlegg / Treppenhaus im Neuen Schloss; Schloss Tettnang / Grünes Kabinett; Schloss und Kirche in Salem, in Maurach und in der Schlosskapelle von Meersburg, in Ottobeuren, Maria Steinbach, Stiftskirche St. Gallen, in Scheer, St. Peter und im Schwarzwald, viele, viele Kirchen und Schlösser im vorarlbergischen Raum, auf der Insel Mainau, im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg, im Staatlichen Museum Berlin und natürlich erst recht in der Wallfahrtskirche Birnau am Bodensee. J.A. Feuchtmayer verstarb am 2.1.1770 auf seinem Gut in Mimmenhausen (Salemer Lehen) ohne einen Erben zu hinterlassen. (Text: Rt. Hanze-lot, DSZ 134 / 3)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt