Reych Nr. 128

Franklin, Benjamin

Unbekannt ·D-F

Beschreibung

Franklin, Benjamin
Titel: Drachenblitz
Reych: Nr. 128 Filadelfia (Philadelphia)
Geb.: 17.01.1706 in Boston
Gest.: 20.09.1898 in Philadelphia

Volltext

amerikanischer Politiker, Forscher, Schriftsteller Franklin erfand nicht nur den Blitzableiter, sondern auch die Bifokalbrille, den Franklin-Ofen und die Glasharmonika, er war darüber hinaus noch Politiker, Verleger, Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Philosoph. Sein Universalwissen eignete er sich durch Lesen entsprechender Bücher selbst an. Eine Ausbildung, außer einer abgebrochenen Druckerlehre, hat er nie genossen. Das, was ihn interessierte, hat er sich durch Eigenstudium selbst beigebracht. Von 1729 – 66 gab Franklin die Pennsylvania Gazette heraus, von 1732 – 58 das „Poor Richard´s Almanach“ und verfasste das erste freimaurerische Buch Amerikas. Von 1731 an war er Mitglied der St. John´s Loge und blieb zeitlebens begeisterter Freimaurer. Als Abgeordneter in der Regierung Pennsylvanias (1750 – 64) kümmerte er sich in der Funktion des Generalpostmeisters um die Verbesserung des Postwesens in den englischen Kolonien und engagierte sich im Bildungswesen. Seine Schrift „Vorschläge zur Erziehung der Jugend in Pennsylvania“ führte zur Gründung der Universität von Pennsylvania. Seine Forschungen im Bereich der Elektrizität führten 1752 zur Erfindung des Blitzableiters. Bereits 1754 kämpfte er um Unabhängigkeit der Kolonien und nahm so die spätere amerikanische Unabhängigkeitserklärung vorweg. Diese sollte er 1776 als Mitglied des Kongresses und Postminister mitunterzeichnen, wie auch später die amerikanische Verfassung. Nach Beginn des Unabhängigkeitskrieges war Franklin Diplomat in Frankreich und bereitete die amerikanisch-französische Allianz vor. Zurück in Amerika wurde Franklin 1786 Präsident des Supreme Executive Council of Pennsylvania, was einem Gouverneur gleichkommt. Von dieser Zeit an setzte sich Franklin verstärkt um eine Abschaffung der Sklaverei ein. Doch aus sein sonstiges Wirken war stets um das Allgemeinwohl bemüht, er führte die Freiwillige Feuerwehr ein und kümmerte sich um Straßenreinigung und –beleuchtung. Stets bemüht war Franklin um die Bildung seiner Mitbürger, zur Verbesserung gründete er die erste Leihbibliothek der Welt und verbesserte das Schulwesen Dabei legte Franklin wenig Wert auf Ruhm, er verzichtete auf Patente zu seinen Erfindungen, da sie doch den Menschen zugute kämen und diese von einer schnellen Verbreitung profitieren. (Text: Rt. Koi (247))
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt