Beschreibung
Dostal, Nico
Titel: Manzanares
Reych: Nr. 221 An der Klausen (Mödling)
Geb.: 27.11.1895 in Korneuburg
Gest.: 27.10.1981 in Salzburg
Volltext
österreichischer Operetten- und Filmkomponist Bevor er sich der Musik widmete, studierte er auf Wunsch seines Vaters Rechtswissenschaften an der Wiener Universität. Erst dann folgte die gründliche Ausbildung an der Musikschule in Klosteneuburg. Als Kirchenmusiker führte er bald seine erste eigene Messe im Linzer Dom auf. Doch er blieb nicht bei der sakralen Musik. Es zog ihn zum Theater. Seine Wanderjahre führten ihn als Kapellmeister nach St. Pölten, Salzburg und Berlin, wo er sich intensiv mit der Unterhaltungsmusik befasste. Zu Beginn arbeitete er als Arrangeur, später als Komponist. Über Tanzschlager und Tonfilmmusik fand er den Weg zur Operette. Sein Erstling „Clivia" brachte ihm 1933 den durchschlagenden Erfolg. Rasch folgten „Die Vielgeliebte", „Prinzessin Nofretete", „Extrablätter“, „Monika“, „Die ungarische Hochzeit", „Die Flucht ins Glück", „Manina“. Zu seinen späteren Werken zählen die Operetten „Der Kurier der Königin", „Zirkusblut", „Dr. Eisenbart", „Rapsodie der Liebe". Nico Dostals Liebe zur Musik und damit seine Erfolge hatten gute Gründe, denn sicher beherrschte er die Kunst wirkungsvoller dramatischer Gestaltung, eleganter Harmonisierung, exzellenter Führung der Singstimmen und hervorragender Instrumentation. Es gelang ihm immer wieder, die rhythmischen Reize klassischer und moderner Tanzformen für effektvolle Einfälle zu nutzen. So bekannte Melodien wie „Ich bin verliebt" und „Am Manzanares" aus „Clivia“, ein „Walzer zu zweien" und „Heimatlied“ aus „Monika“, „Märchentraum der Liebe" aus „Die ungarische Hochzeit" oder „Ich such in jeder Frau Manina" aus „Manina“ gingen um die ganze Welt. Auch heute noch werden seine Operetten regelmäßig aufgeführt und diese, so wie seine konzertanten Werke, dank der Schallplatte, zu Gehör gebracht. Übrigens, seine erste „Clivia“ war Lillie Claus, damals noch Koloratursopranistin der Wiener Staatsoper, die dann auch andere seiner 18 musikalischen Stücke aus der Taufe hob. Sie hatte Dostal dann geheiratet, und sie ist ihm, so schrieb er selbst für einen Schallplattentext, treue Begleiterin auf all seinen Wegen geblieben. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt