An der Klausen

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 221 — An der Klausen. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

221 An der Klausen
Die „Klausen” ist anders! Das Reych zeichnet sich aus durch überdurchschnittlich viele „Blitzproto-
kollanten”„, durch Herzenswärme, gelebte Freundschaft, Waage halten zwischen dem Besuch eige-
ner Sassen und den Einritten, das neue Erscheinungsbild, mehr Licht, optimale Tonanlage, hohes
Niveau der Darbietungen, ein gewogenes Maß an Wandlungsfähigkeit und Experimentierfreude,
echte Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft, Inspiration aber auch unortho­doxe Spontaneität.
Die Junkertafel macht sich gut, Nachwuchs wächst erfreulicherweise stetig heran. Die „Vortrags-
Landschaft” schafft ein interessiertes Stammpublikum und aktiviert zur regen Mitarbeit, aber auch
Küche und Keller machten die Klausen weit über die Gemarkungen Austrias bekannt.
Deshalb ist das Interesse an unserem Sippungsgeschehen ein stets zunehmendes und ein erfreu-
lich homogenes Zusammenleben, bunte Krystallinen, viel Humor aber auch Kultur in allen Spiel-
arten werden geboten. Wir sind ohne Zweifel stolz darauf, dass sich das Reych in der Zeit seit dem
letzten Chronikbeitrag stetig weiter aufwärts entwickelt hat.
Nicht unwesentlich daran beteiligt ist die neue Liechtensteinburg, die wir mit Beginn der Winterung
a.U. 142/143 im Kellergewölbe des „Beethoven-Hauses” im Zentrum von Mödling beziehen konn-
ten. Zuvor hatten wir sie mit viel Eigeninitiative und handwerklichem Können zu einem gemütlichen
Uhu-Nest ausgebaut.
Auch uns haben viele Einzelspenden eigener und befreundeter Sassen aber auch befreundeter Rey-
che, denen allen das Wohlergehen unseres Reyches ein echtes Anliegen ist, die hohen Kosten des
Burgbaues abdecken geholfen. Wir Klausner fühlen uns im Beethoven-Gedenk-Haus, wo er die
Missa Solemnis komponierte, außergewöhnlich wohl - Uhu sei Dank dafür!
Ungeachtet der Belastungen durch den Burgbau hat die Klausen stets die Tradition der Vorfahren
gepflegt und (unter anderem) aus den Spenden anlässlich der „Hilarius-Feier”, der „Klausner Fes-
seln der Freundschaft”, der „Bettgeher” und Widmung von Schnorrbeutelerlösen Not leidenden
Reychen unter die Arme gegriffen und ihnen auch mit Sachspenden Freude bereitet. Ganz groß-
artig verlief die Sippung anlässlich von 77 Jahrungen Reychsbestand zu der Rt Sketch (24) sagte:
„Ich habe in meiner dreißig jährigen Zugehörigkeit zur Schlaraffia schon zahlreiche Stiftungsfeste
miterlebt, doch keines entsprach so meiner Vorstellung wie das Eure. Keine Lobeshymnen, kein
Weihrauch – ein echtes Familienfest, locker vom Hocker, zum Vergnügen aller. Dank denen, die
dabei waren.”
Im Herbst a.U. 148 gestalteten wir unseren ersten Beitrag zur „Drei-Burgen-Sippung”„, die jährlich
abwechselnd von den Hohen Reychen Ferrostadia (231), First im Felde (289) und nun auch der
Klausen ausgerichtet wird. Die gelungen abgestimmte Programmfolge im Wasserschloss zu Kot-
tingbrunn beinhaltete auch Auftritte des Nachwuchses der lokalen Musikschule.
All dies ermöglicht nicht zuletzt ein Thron, bestehend aus den Rtt Capo Duro, Struwwelpeter und
Veltlin, dessen gemeinsames Lebensalter von exakt 221 Jahren Anlass für eine weitere gar festliche
Veranstaltung im Ostermond a.U. 149 ist. Auf die homogene Mannschaft der übrigen Würdenträ-
ger soll dabei allerdings nicht vergessen werden! Man sagt richtigerweise: ludum ludite (lulu) für:
spielet das Spiel!
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
223 Strubinga
Die vergangenen 25 Jahre waren geprägt durch den Ahallaritt vieler Freunde, die unser Reych ab a.U.
89 wieder aufgebaut hatten. Die letzten beiden Schlaraffen aus der Zeit vor der großen Weltfehde
waren die Rtt Spielwas und First Franzl, der aus dem hohen Reych Friedlandia gekommen war.
Von den 38 Freunden, die in den ersten 10 Jahrungen nach dem Wiederentstehen in der Strubinga
ihr Glück gefunden hatten, sippen, Uhu sei’s gedankt, immer noch die hochverehrten Rtt Dürrer,
Spinn-Dell und Kaschef. Unter der Führung der Oberschlaraffen Spitz-fex, mit 26 Jahren auf dem
Thron die prägende Herrlichkeit, Injurius, Gwachsl, Clausewitzerl, Spinn-Dell, Zehnterl, Schandi,
Sofakles, Bommi-Boy und Hippo-Lied sippte Strubinga, das Herz Altbayerns, im schlaraffischen
Geist ihrer Vorfahren.
Der 22.4. a.U. 127 wird für Strubingas Sassen als eine ihrer erhabensten Sippungen im Gedächtnis
bleiben: Ulrich Schmidl, ein Bürger der Stadt Straubing, der in den Jahren 1535-1552 in spanischen
Diensten als Geschichtsschreiber bei der Eroberung der La-Plata-Länder dabei war, wurde zum Eh-
renschlaraffen „Historiador vom guten Wind” erkürt.
Seit a.U. 130 sippt Strubinga in der neuen Bernauerburg im Gebäude der Hypo-Vereinsbank, die
nach eigenen Wünschen baulich gestaltet und liebevoll eingerichtet wurde.
90 Ritter, Junker und Knappen aus 19 Reychen machten der Strubinga zum 75. Stiftungsfest a.U. 137
in der Festburg, dem wunderschönen Barocksaal im Kloster Oberalteich, ihre Aufwartung.
Die feierlich zelebrierte 2.000 Sippung am 19.4. a.U. 146 war ein besonderes Ereignis durch die
Verleihung des GU-Ordens für 50 Jahre Zugehörigkeit zum Bund der Schlaraffen an Rt Dürrer und
des Großkristalls zum GU-Orden an Rt Spitz-Fex. Darüber hinaus konnten in den letzten 25 Jahren
noch 22 Ursippenorden, 14 Großursippenorden, darunter an Rt Spinn-Dell für 50 Jahre, 2 Brillanten
und 1 Großkristall zum Großursippenorden überreicht werden.
Seit mehr als 20 Jahren unternahmen die Strubingen mit ihren Burgfrauen jährlich eine mehrtägige
kulturelle Schlaraffenreise in nahe und fernere Gaue. Der Höhepunkt war a.U. 146 die Reise nach
Slowenien zur Eröffnung der Sonderausstellung über die ehemaligen Reyche Petovia (58) und Poe-
tovia (274) in Pettau (Ptuj).
Rt Gwachsl hatte die Chronik über die versunkenen Reyche verfasst und zusammen mit dem Muse-
um die Ausstellung im Schloss Pettau gestaltet. Mit Freunden Bayerischer, Steirischer und Kärntner
Reyche erlebten 115 Sassen, Burgfrauen, Burgknäpplein und Burgmaiden aus 15 Reychen ein wohl
einmaliges schlaraffisches Ereignis.
ASR-Vorsitzender, Rt Ton DIN, meinte: „Die Ausstellung hat uns einen Blick in Vergangenes geboten
und so manchen Nebelschleier des Vergessens und der Vergänglichkeit erhellt. Für manchen auch
persönliche Reminiszenz an Personen, die seinem Herzen nahe standen. Uns bleibt nur das Hoffen
auf eine Zukunft, in der Völkerverständigung, Humanität und Toleranz allseits geachtet wird”.
Strubinga zählte nahezu konstant 45 Sassen, die regen Anteil an den Sippungen nahmen und viele
Freunde aus dem Uhuversum zum beliebten Ziel ihres Einrittes werden ließen. Enge Verbindungen
wurden in den alljährlichen Niederbayrisch/Oberpfälzischen Freundschaftssippungen sowie den
Familiensippungen mit Mutter Perla Palatina und ihren Töchtern gepflegt.
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Quelle: Chronik Band IV, S. 346-347