Reych Nr. 315

Petzelt, Otto

Unbekannt ·P-R

Beschreibung

Petzelt, Otto
Titel: Daheim
Reych: Nr. 315 Paixhanslia a.d.V. (Vöcklabruck)
Geb.: 20.11.1877
Gest.: 31.12.1958 in Vöcklabruck

Volltext

Museumsleiter, Oberst, Dichter Weiland Sasse der H.R. Paixhanslia a.d.V., Vindobona. Vechlapruggen und Budovicia „Unser lieber Ritter Daheim nach langer Fahrt" war a.U. 57 der Knappe 203 des Reyches Budovicia, a.U. 95/96 Sasse der Vindobona und ab a.U. 96/99 Sasse und Großursippe des Reyches Paixhanslia an der Vechlapruggen und Ehrenritter des Reyches Castellum Palustre. Heute ist er der Ehrenschlaraffe Daheim seines Reyches. Viele Jahrungen hat er mit seinen geistvollen, oft angriffslustigen Fechsungen, in denen aber immer die Liebe und Freundschaft zu seinen schlaraffischen Brüdern als Grundton erklang, die Herzen der Schlaraffen weit über die Gemarkungen seines Reyches hinaus erfreut. Der Grund, weshalb Rt. Daheim zum Ehrenschlaraffen erkürt wurde, ist wohl darin zu finden, dass man ihm, der in jeder Sippung poetische Vorträge brachte und auch in der Profanei effektvolle Kurzdramen humoristischer und ernsterer Art für Kabarett verfasste, ein stetes Gedenken bewahren wollte. Großfürst Schieberamsch, der mit ihm im Reyche Budovicia an der Junkertafel saß, hat sein Leben und Wirken treffend in einem „Altösterreichischen Bilderbogen'' gezeichnet: „In Nordböhmen geboren, begann Petzelt seine Offizierslaufbahn nach dem Besuch der Militär- und Kadettenschule in einer böhmischen Garnison, von wo aus er öfters Vöcklabruck besuchte, bevor er nach Galizien versetzt wurde. Zwischenzeitlich in Prag stationiert, wurde er von seinem Schwager, dem Rt. Nicht in Schlaraffia eingeführt. Nachdem er aber mit einer etwas zu angriffslustigen Fechsung bei Erb0 Devast ins Fettnäpfchen trat, wollte man auf eine weitere Einführung verzichten. Nach einer vierjährigen Dienstzeit in Dalmatien wurde Petzelt nach Budweis versetzt. Hier wurde er wieder in Schlaraffia eingeführt und in dem Reyche Budovica begeistert als Knappe aufgenommen. Nach seiner schweren Verwundung im Ersten Weltkrieg wurde er in Wien im Kriegsarchiv angestellt und mit dem Rang eines Obersten zum Direktor des Heeresmuseums ernannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand er eine neue Heimat in Vöcklabruck und wirkte begeistert am Aufbau des dortigen Reyches mit." (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt