Beschreibung
Pfitzner, Hans Prof. Dr.
Titel: Palestrina
Reych: Nr. 226 Hala Bavarica (Bad Reichenhall)
Geb.: 05.05.1869 in Moskau
Gest.: 22.05.1949 in Salzburg
Volltext
deutscher Komponist Weiland Sasse der H.R. Berolina und Budovicia Bald nach der Geburt von Hans Pfitzner siedelte der Vater, der als deutscher Orchestergeiger in Moskau lebte, an das Stadttheater in Frankfurt a. Main über, wo der begabte Junge heranwuchs und 1889 Schüler des Hochschen Konservatoriums wurde. Seine Lehrer waren Iwan Knorr und James Kwast, dessen Tochter Mimi er später heiratete. Seit 1892 war Pfitzner am Konservatorium in Koblenz, 1894 Kapellmeister am Stadttheater in Mainz, wo er 1895 seine Erstlingsoper „Der arme Heinrich" herausbrachte. Ein Jahrzehnt lang wirkte Pfitzner als Kompositionslehrer am Sternschen Konservatorium und Dirigent in Berlin (1897-1907). 1901 brachte er mit großem Erfolg die Märchenoper „Die Rose vom Liebesgarten" in Elberfeld heraus. 1908 wurde Pfitzner als Leiter des Konservatoriums und als Operndirektor nach Straßburg berufen. In dieser Zeit entstand „Palestrina“, wobei er erstmalig nicht nur Komponist sondern zugleich auch Textdichter war. Weitere Opern waren: „Die Rose vom Liebesgarten" und „Das Christ-elflein". Der Ausgang des Krieges zwang Pfitzner, Straßburg zu verlassen. So zog er zunächst nach München, schrieb dort seine letzte Oper „Das Herz" und leitete Meisterklassen der Tonkunst an der Münchner Akademie, zwischenzeitlich auch an der Berliner Musikhochschule. Außer der Oper hat Pfitzner nahezu sämtliche Gattungen der Musik, Kammermusik, Orchesterwerke, Oratorien, Chorwerke mit Orchester, wie „Der Blumen Rache", „Kolumbus“ und „Das deutsche Reich" sowie zahlreiche Liedkompositionen in sein Schaffen eingeschlossen. Ab 1933 lebte er als freischaffender Künstler abwechselnd in Wien und München und starb vor der geplanten Umsiedlung nach Wien in Salzburg. Hans Pfitzner, der „letzte Romantiker", wurde in einem Ehrengrab der Stadt Wien auf dem Wiener Zentralfriedhof bestattet. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt