Concilsperiode
a.U. 135 - a.U. 140
Bericht über die Arbeit des Allschlaraffenrates in der Concilsperiode a.U. 135- 140 (80.- 90. Mitglie-
derversammlung des Verbands Allschlaraffia (Sitzungen des Allschlaraffenrates) unter dem Vorsitz
des Landesverbandes Schlaraffia Deutschland:
In der 80. (konstituierenden) Sitzung des Allschlaraffenrates a.U. 135 in Wien (profan am 06.11.1994)
übernahm der Landesverband Deutschland turnusgemäß den Vorsitz für die neue Concilsperiode
in folgender Besetzung: Rt Inkasso, Vorsitzender, Rt Shin-Shu, Stellvertreter, Rt Comet, Schriftfüh-
rer. Nach dem XVII. Deutschen Schlaraffentag zu Wiesbaden a.U. 138 trat durch Neuwahl folgende
bis zum Ende der Concilsperiode 135 - 140 gültige Änderung im Vorsitz ein: Rt Inkasso (Vorsitzen-
der), Rt Comet (Stellvertreter), Rt Van der Goschen (Schriftführer). Im Berichtszeitraum wurden
Beschlüsse gefasst, die zu einer Ausdehnung des Uhuversums führten. Bei der 81. Sitzung des
Allschlaraffenrates am 19. und 20. 05. 1995 ( a.U. 136) in Solothurn wurde ein Feldlager in Halle/
Sachsen-Anhalt bewilligt. Hieraus entstand unter der Mutterschaft des Reyches Lipsia a.U. 139 die
Colonie Hala Salensis, der Sanktionierung zum Reych mit der Reychsnummer 417 wurde am Ende
der Concilsperiode bei der 90. Sitzung des Allschlaraffenrates in Köln am 21. und 22.10. a.U. 140
zugestimmt. Die Sanktionierung erfolgte schließlich im Lethemond a.U. 141.
Mit der Sanktionierung der Colonie Dresa Florentis zum Reych Nr. 411 a.U. 135, der Sanktionie-
rung der Colonie Meinung´a zum Reych Nr. 413 sowie der Zustimmung der Wiederaufnahme der
Reyche Suerina (79), Geraha (291) und Vimaria (85) in den Verband Allschlaraffia ermöglichte der
Allschlaraffenrat eine weitere Festigung der Position Schlaraffias in den sogenannten „neuen Bun-
desländern“ der Bundesrepublik Deutschland. Weitere Anträge zur Sanktionierung der Colonien In
Frundsbergs Mauern zum Reych Nr. 410, Varelia achtern Diek (412), Curitibana (414), Kamlupsia
(415) und Pertha Australika (Mutterreych An der Weinstrasse) mit der Reychsnummer 416 fanden
die Zustimmung des Allschlaraffenrates.
Die Reyche Allschlaraffias sind damit auf allen 5 Kontinenten vertreten. In Brüssel kam es zur Grün-
dung der Colonie Brucsella am 27.03. a.U. 140 (spätere Reychsnummer 418, Mutterreych Dussel-
dorpia). Erfreulicherweise konnte der Allschlaraffenrat nach jeweils 10jährigem Bestehen die Verlei-
hung des AHA-Ordens an folgende Reyche genehmigen: Terra Firma (402), Am Stillen Meer (403),
Am Elbgestade (404), Porta Pasconia (405), Am Silbersee (406), Am Kap der guten Hoffnung (407)
und Porta Pacifica (408). Die Errichtung eines Feldlagers In Iglau unter der Betreuung des Reyches
Castellum Cornoviae wurde befürwortet. Als Ergebnis der Neugründungen bleibt festzuhalten, dass
sich zwar die Zahl der Reyche und Colonien in der Concilsperiode a.U. 135 - 140 von 258 auf 262
erhöht hat, dass aber die Gesamtzahl der Sassen von 10.925 auf 10.744 gesunken ist. Allein der
Landesverband Deutschland hat eine leichte Zunahme von 6.654 auf 6.710 Sassen zu verzeichnen.
Zum Teil ist dies allerdings der Übernahme des Reyches Lulutetia Parisiorum (29 Sassen) aus dem
Landesverband Austria zuzuschreiben.
Die Weiterentwicklung der elektronischen Erfassung und Verarbeitung von schlaraffischen und
profanen Daten aller Sassen stand in der Concilsperiode als wichtige Aufgabe an. Nachdem sich
die a.U. 129 in der Landeskantzlei des Landesverbandes Schlaraffia Deutschland eingeführte elek-
tronische Datenverarbeitung (EDV) bewährt hatte, und sich auf Beschluss des Allschlaraffenrates
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
die anderen Landesverbände ebenfalls hierbei anschlossen, stand nun die Zusammenführung der
Datenbestände von Stammkarteien und Stammrolle im Interesse einer möglichst rationellen Hand-
habung zur Verwendung für die erstellung des amtlichen Teils „Der Schlaraffia Zeyttungen“ (DSZ)
(diese alte Bezeichnung für die Zeitung wurde auf Vorschlag des damaligen Chefredakteurs Rt Aerik
anstelle der bisherigen Bezeichnung „Derer Schlaraffen Zeyttungen“ wieder eingeführt) und der
Stammrolle an.
Eine EDV-Kommission, in der jeder Landesverband vertreten war, nahm die Aufgabe der Koordi
nation dieser Arbeiten, die u.a. die definitive Zusammenführung der EDV-Datenbestände ein-
schließlich der Festlegung des Programmieraufwandes und die situationsgerechte Hardwarebe-
schaffung umfasste, wahr. Rt Menne vom LVNA wurde zum Vorsitzenden der EDV-Kommission
ernannt, weitere Mitglieder waren: Rt Aqua vom LVD, Rt Nockwell vom LVA, Rt Logo-viel vom LVH
und Rt Duellito vom LVLA. In der Landeskantzlei Deutschland werden von da an die Daten aus
den Landesverbänden Deutschland, Helvetica, Nordamerika und Lateinamerika erfasst und verwal-
tet. Der Landesverband Austria richtete eine eigene Datenverwaltung ein. Als ein wichtiges - weil
auch kostensparendes - Ergebnis wurde erstmalig die Ausgabe der Stammrolle a.U. 135/136 unab-
hängig von der bisherigen Druckerei Richterdruck erstellt und von der Druckerei Pröll (Rt Rotatio)
gedruckt. Hierbei fanden die bisher in der Druckerei Richterdruck vorhandenen Daten, die von der
Landeskantzlei Deutschland vollständig übernommen wurden, Verwendung. Mit diesem Schritt ist
Allschlaraffia von Druckereien und deren Datenbestand unabhängig geworden.
Von nun an konnte der Druck der Stammrolle und Der Schlaraffia Zeyttungen allein in eigener
Entscheidung vergeben werden. Gleichzeitig wurde damit die Grundvoraussetzung für eine etwai-
ge spätere zentrale (uhuversale) Datenverwaltung und die Einrichtung einer allschlaraffischen Da-
tenzentrale geschaffen. Als nützlicher Nebeneffekt wurde die Abrechnung der Verwaltungskosten
(Kantzleikosten) für die Stammrolle, die Sippungsfolge und DSZ, einschließlich der Aufwendungen
des Chefredakteurs, mittels einer Pauschale, orientiert an den Sassenzahlen der einzelnen Landes-
verbände, möglich.
Wie in früheren Concilsperioden stellte sich der Allschlaraffenrat auch in dieser Periode seiner Auf-
gabe als Hüter des schlaraffischen Spiels und damit auch von Spiegel und Ceremoniale. Zur Samm-
lung von Änderungs- und Ergänzungswünschen von Reychen und Sassen und ihrer Bewertung im
Auftrag des Allschlaraffenrates wurde eine Spiegelkommission mit zunächst folgender Zusammen-
setzung gebildet: Vorsitzender Rt Mundstück, Rt Ajour und Rt Comet.
Bei der 85. Sitzung des Allschlaraffenrates wurde nach dem Ausscheiden von Rt Mundstück die
Spiegelkommission aus folgenden Mitgliedern gebildet: Vorsitzender Rt Comet, Rt Ajour und Rt
Schilf. Als Aufgaben für die Spiegelkommission in Vorbereitung der Legatentagung des Concils in
Köln a.U. 140 standen u.a. Sichtung von vorgeschlagenen redaktionellen Spiegeländerungen für
eine eventuelle Neuauflage, Prüfung der Akzeptanz und Durchführbarkeit eines Absatzes 2 zum §
19 des Spiegels mit folgende Formulierung: „Sollte die Zahl der sesshaften Sassen eines Reyches
auf weniger als 10 sinken, kann der Allschlaraffenrat diesem Reych eine Frist von bis zu 10 Jahren
einräumen, die Zahl der Sassen zu erhöhen.
Ist bis zum Ablauf dieser Frist eine Erstarkung nicht erfolgt, kann der Allschlaraffenrat das Reych
für erloschen erklären.“
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
Bericht des Vorsitzenden des ASR über die Concilsperiode a.u. 140 bis a.U. 145
Rt Schilf (153)
Anlässlich des XXII. Allschlaraffischen Concils zu Colonia Agrippina hat der Landesverband Schla-
raffia Helvetica den Vorsitz vom Landesverband Deutschland übernommen.
Die Leitung unseres Bundes ist eine ehrenvolle Aufgabe und ein Lehen auf
[… Fortsetzung im Originalband]