Colonia Agrippina

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 8 — Colonia Agrippina. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

8 Colonia Agrippina
Ihrem Ruf als besonders musikalisches Reych wurde die h.Colonia Agrippina in den vergangenen
25 Jahrungen gerecht. Dank Uhu für die Gnade, dass der Colonia bis heute stets außergewöhnliche
und aktive Musici als Sassen angehörten und gehören. Angespornt durch erbauliche Musikbeiträge
aus Werken alter Meister, insbesondere aber durch musikalische Neuschöpfungen eigener Kompo-
nisten, engagierten sich brillante Solisten, Sänger und musikalische Begleiter des Reyches in vie-
len Sippungen und beschenkten die Sassenschaft mit Sternstunden. Begeisterung zollt man noch
heute dem von Rt Sanguinicus geschaffenen Chor „Colonias Sängerknaben”, dessen dreistimmige
Klänge Rahmenprogramme zieren und zu hohen Ehrungen und Feierlichkeiten für den richtigen
Wellenschlag in den Herzen sorgen. Unvergessen bleiben die spektakulären Großveranstaltungen
in Köln. A.U.125 fand im Börsensaal das „ES Kühleborn-Turney” (G.A. Lortzing) statt. Insbesondere
der „Holzschuhtanz”, dargestellt von unseren Sassen und deren Burgfrauen, sowie der Chorauf-
tritt, geleitet von Rt Putto, bleiben unvergessen. Die Reychsfehde gegen das h.R. Turicensis am
14.5.a.U.129 begeisterte, nicht zuletzt durch die aus der Feder unseres Rt C-ahLipsoh stammenden,
humorigen Texte und originellen Szenen unseres Hiebes, rund 1.000 Sassen aus 112 Reychen und
200 Burgfrauen. Aus dieser Fehde, aus der die Colonia als „vorletzter” Sieger hervorging, entstand
eine unverbrüchliche Freundschaft. Das „ES Plenty-Turney” (G. Gershwin) a.U.131 darf als heraus-
ragendes Ereignis nicht unerwähnt bleiben. Sieger wurde Rt Ludens (242). A.U.133 feierten wir 40
Jahrungen „Rolandsburg”. Roland ruft das Uhuversum! Das XXII. Allschlaraffische Concil wurde
im „Kölner Gürzenich” celebriert. Die Festsippung in der Messehalle, bravourös geleitet von Rt
Salomon, wurde für die 2.700 Sassen, Burgfrauen und Freunde ein Erlebnis. Rt Putto komponierte
für diesen Abend die amüsante Oper „LULU” und webte musikalische und tänzerische Elemente
von ES Can-Can (J. Offenbach) ein. Das Aufgebot von Colonia-Sassen fand Ergänzung durch begna-
dete Sänger und Mimen befreundeter Reyche. Selbst die Mitglieder des ASR und DSR warfen sich
gesanglich mächtig ins Zeug, die Junge Symphonie verwandelte die Messehalle in ein Opernhaus.
Den beschwingten Abschluss bildete am nächsten Tag eine musikalische Matinee vor 800 Gästen.
A.U.144 folgte unser 125.Stiftungsfest! Mittelpunkt und Magnet für unsere Freunde aus dem Uhu-
versum war die Ausschreibung eines Turneys zu Werken unserer fünf Colonia-Ehrenschlaraffen. Die
ES, dargestellt von unseren Sassen, überwachten die Darbietungen und den Verlauf des Turneys.
Den Siegerhumpen nahm Jk Stefan, jetzt Rt Mimetti (420) aus den „Geisterhänden” ES Almansors
entgegen. Große Freude erfüllte Colonias Sassen, als a.U.144 unser Rt Salomon in den ASR ge-
wählt wurde. Sein erfolgreiches Wirken beweist großes Engagement zum Nutzen Allschlaraffias.
Das Niveau der Junkernachtungen wuchs von Jahrung zu Jahrung. Das opulente Juknasi-Theater
reifte zu einem qualitativen Höhepunkt alljährlichen Sippungsgeschehens. In besonderem Maße
verdient unser Rt Râga ein Wort des Lobes. Seine musikalischen Sippungsabende, unter maßgebli-
cher Beteiligung unseres langjährigen Zinkenmeisters, Rt Chorioso, über Leben, Wirken und Werke
berühmter Heroen der Kunst, bleiben unvergessen. 44 Sassen unseres Reyches mussten in den
vergangenen 25 Jahrungen ihren Ritt gen Ahalla antreten. Sie haben ihre individuellen Spuren hin-
terlassen und sind für uns unsterblich geworden. Stellvertretend für sie alle sei der Ahallaritt unse-
res Freundes Rt Putto vom 21.8. a.U.148, genannt, der für die Colonia, und für Allschlaraffia einen
schweren Verlust bedeutet. Am 4.1. a.U.149 erkürten wir unseren wld Rt Putto zum ES der Colonia.
Gern folgen wir dem Appell eines unserer langjährigen Oberschlaraffen Rt Nu-cleus: „Schlaraffia ist
das, was wir daraus machen!”
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
11 Stutgardia
Zu Beginn der Berichtszeit wurde ein „verjüngter” Thron gewählt und immer wieder erneuert und
ergänzt. Dieser führte das Reych zu Höhenflügen, woran die Rtt Weißnix (13 Jahrungen) und Quäs-
tor (10 Jahrungen) besonderen Anteil hatten. In diesen Winterungen wurden 858 Sippungen ab-
gehalten. 858 mal entstand ein „Schlaraffenland des Geistes”. Wieviel Vorbereitung, Nachdenken,
Mut, Arbeit und Organisation stecken hinter dieser Zahl! Einige dieser Sippungen verdienen be-
sondere Aufmerksamkeit: „In alter Weise-Friedenspreise”. Wld Rt Aktuell bot in diesen Sippungen
Atzung und Labung zu Preisen an, wie sie vor dem Krieg galten. An diesen Sippungstagen erfreuten
wir uns besonders vieler Einritte (warum wohl?). Quelque chös’che Sippungen mit Turney um die
Trickkette. Der Erbkantzler wld Rt Trick stiftete eine Kette für die beste, leicht „frivole”, aber nicht
„anstößige” Fechsung, eben ein „Quelque chös’chen”. Gaisburger Marsch-Sippungen. ErbO Florett
stiftete den Orden vom Gaisburger Marsch. Das ist kein Militär-Orden, sondern ein (Fr)Essorden
(Gaisburger Marsch ist ein Alt-Stuttgarter Gericht). Gaisburger Marsch-Ritter zu werden ist eine
hohe Auszeichnung. Rt Sattelfest, der „Allerhöchste Suppen-Intendant”, hat sich erfolgreich um
eine treffliche Auswahl bemüht! Stutaspolis-Sippungen (Stutgardia-Asciburga-Herbipolis). Diese
Gemeinschaftssippungen werden in Abständen celebriert im Festsaal der Götzenburg zu Jagsthau-
sen. 125 Jahrungen sippte Stutgardia in Miet-Burgen, aber dann war sie urplötzlich da, die eigene
stolze Funkeburg (a.U. 144). Zum 125. Gründungsfest a.U. 145 im großen Saal der Filderhalle zu
Leinfelden versammelten sich ca. 600 Sassen mit Tross und feierten das junge Reych. Verantwort-
lich dafür war OK Rt DeVaustus. Wohl dem Reych, das einen guten Hofnarren sein eigen nennt. Wir
haben und hatten ihn in Gestalt des Rt Per-sie-Flasch` und des wld Rt Blitzschneck. Wir hatten in
dieser Zeit 61 Reychs­einritte und machten selbst 58 Reychsausritte. Geprägt werden Sippungen und
Reych durch die Oberschlaraffen. Hier sind sie: wld Blitzschneck, Boddesee, DeVaustus, Duk-Tilos,
wld Fascinato, Flugs, Gal-lenulus, Knitz, Majestix, Per-sie-Flasch`, Quästor, Scheuerle, Telakkord,
wld Trias, Eulenspiegel, Florett, Weißnix, Wing. Während der Berichtszeit wurden 22 Matineen
veranstaltet, eine Menge Gäste, Burgfrauen und Tross waren dabei zu Gast, und so mancher neue
Sasse wurde dadurch gewonnen. Höchst lobende Erwähnung verdienen die „Nikolausiaden”, die
Jahr für Jahr Kinder begeistern. Der Nachwuchs an „Nikoläusen” lässt zu wünschen übrig. Neben
den Burgfrauensippungen waren die Sommerungsprogramme stets burgfrauenfreundlich ausge-
richtet. Besichtigungen, Vorträge, Kunstgenüsse, Wanderungen, Ralleys usw. brachten viel Freude
und Spaß. Nicht vergessen seien auch eindrucksvolle Winterbälle. Rt Florett war a.U. 111-126 Mit-
glied des ASR, und von 120-125 dessen Vorsitzender. Die Stutgardia celebrierte in der Berichtszeit
dreimal die „Allschlaraffische Funke-Feier mit Funke-Turney”. Die dafür maßgebenden Komture
waren die Rtt Gal-lenulus, Boddesee und DeVaustus. Beim VIII. Allschl. Florestan-Turney (a.U.148)
unserer Schwester Castrum Bonnense gewann unser Quartett, die Rtt wld Cellcanto, Horrorwitz,
Klang-Rein, Menuhini, Turney und Kette. Es gab eine Reihe von Veröffentlichungen durch Stutgar-
dia-Sassen: Rt Eulenspiegel: „Das schlaraffische Wunderland”, „Werbt Sassen für Euer Reych” (mit
Rt Aerik (267)), „Was alle über die Schlaraffia wissen sollten” Rt Per-si-Flasch`: „Schlaraffia von
AHA bis Z”. Die 3.333 Sippung, das Tor in die Zukunft, fand am 5.1. a.U.150 statt und enthielt lau-
ter Glanzlichter: „Ehe Neujahr”, „3.333. Sippung des Reyches”, Beginn der „Jubiläums-Jahrung 150
Jahre Schlaraffia”, „Brillanten zur 60jährig

[… Fortsetzung im Originalband]
Quelle: Chronik Band IV, S. 242-243