Castrum Bonnense

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 193 — Castrum Bonnense. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

193 Castrum Bonnense
Ja, liebe Freunde, wir haben unser edles, altes, weises Gemeinschaftsspiel ohne innere Krisen, ohne
äußere Schwierigkeiten in den vergangenen 25 Jahren weiterführen können. Wir halten am „Schla-
raffischen Spiel” unseres großen Rt Juppitter mit großer Begeisterung fest. Die Spielelemente sind
die gleichen geblieben, doch quasi im Fünfjahrestakt setzen sich neuer Schwung und Antrieb durch
die sich ständig erneuernde Junkertafel durch.
Eine besondere Belebung liefern unsere jüngste Tochter, die im Ostermond a.U. 125 zum Reych
Sugambria erhoben wurde und unsere ältere Tochter Confluentia. Beide Reyche sind uns in gro-
ßer Treue verbunden, in gleicher Weise wie wir unserer geliebten Mutter Colonia Agrippina nahe
stehen.
Unsere Florestanburg in der Schedestraße ist uns nun seit 55 Jahren ununterbrochen Heimburg
und sichere Festung zugleich, ein großes Geschenk. Doch nicht nur diese schöne Burg, sondern
auch unser Drachenfelsritter-Orden sind Ansporn für viele Freunde, uns mit ihren Einritten zu be-
glücken.
Im Jahre a.U. 128 zelebrierten wir die V. Allschlaraffische Florestan-Feier und alle 5 Jahre danach
folgten auf hohem künstlerischen Niveau mit großer Öffentlichkeit die Folgeturniere. Das letzte
fand am 24.3. a.U. 148 statt. Der Allschlaraffische Florestan-Orden ist zum Sinnbild schlaraffischen
Wirkens geworden.
Im Ostermond des Jahres a.U. 130 haben wir in einer beeindruckenden Feier in der großen Sieg-
burger Stadthalle zusammen mit vielen Freunden unser 75 jähriges Jubiläum begangen.
Kunst, Humor und mitreißende Fröhlichkeit sind bei uns bestens verteilt. Kern des schlaraffischen
Treibens ist die Sippung und zwar in dem Rahmen, den Spiegel und Ceremoniale vorschreiben. In
der Mitte unserer Themen stehen häufig des Reyches Ehrenschlaraffen Florestan, Fuge, Eusebius
und Farbenrausch, aber auch die Ehrenschlaraffen Allschlaraffias.
Wir sind begeisterte Turnierkämpfer, wenn es um die Erringung der Funke-, der Mundarten- und der
van Vino-Ketten geht. Doch über allem stehen die Sippungen, bei denen wir lieben eingerittenen
Recken aus anderen Reychen unsere Gastfreundschaft und Zuneigung demonstrieren dürfen. Wir
pflegen inniglich das Andenken an unsere verstorbenen Schlaraffenbrüder. Es ist eine schöne Tra-
dition, in Verbindung mit der alljährlich im Herbst stattfindenden Ahallafeier, am Totensonntag die
Gräber dieser Freunde aufzusuchen und mit einem Sträußchen in den Reychsfarben zu schmücken.
Alle Recken, jeder auf seine Weise um Schlaraffia verdient, werden ihre Würdigung in unserer
Reychs­chronik, die zum hundertsten Jahrestag a.U. 155 fertiggestellt sein wird, finden.
Wir sind für die nächsten Jahre gut gerüstet, mögen die Freunde uns weiterhin lieben und bei uns
einreiten. Wir wollen im Sinne unseres Rt Juppitter gute Spieler sein, Spieler mit festen Bindungen
zu Schlaraffia: „Dass niemand kann das Höchste rauben, was jeder tief im Herzen wahrt.”
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
195 Ossenbrugga
Zu Beginn des Berichtszeitraumes lud die h. Ossenbrugga am 11.11. a.U. 126 zum Silbernen Burgju-
biläum. In einer würdevollen Sippung begrüßte Rt Rotörchen viele Freunde aus 12 Reychen, beson-
ders aber Rt Phil-o-son, (195), als den letzten Vertreter der „Burgerbaugilde”. Es folgte eine fröhliche
Sippungszeit, bis 1993/94 die Haseburg im Rahmen der Stadtsanierung überarbeitet wurde. Wir
sippten a.U. 134/135 in einer Notburg, um dann am 3.10. a.U. 135 die strahlende Haseburg im Kreise
vieler Gastrecken einzuweihen. Die OS Rt Rotörchen, Rt Idee-Alist und Rt Filato begrüßten unter
einer großen Gästeschar, besonders den ASR Rt Shin-Shu und DSR Rt Don Miguel.
Neben den Festlichkeiten zur Haseburg scharten sich um die Rtt Don Kosak und Emslinger im
Emsland sesshafte Sassen benachbarter Schlaraffenreyche. Man traf sich zu einem Stammtisch in
Lingen/Ems. Am 12.8. a.U. 128 wurde beschlossen, dem Uhu ein Nest zu bauen. Der Zuspruch der
Gastrecken aus den Heimatreychen und dem Sprengel, war positiv! Nach Ablauf der Winterung
128/129 war Oho doch so mächtig, dass es bei einem kleinen, aber feinen Stammtisch blieb. Mit
dem bisher größten Jubelfest der Ossenbrugga am 11.3. a.U. 130 gelang dem Reich ein großer
Schritt in das Blickfeld der Öffentlichkeit. Das 75. Stiftungsfest wurde in der Stadthalle mit über
400 Gästen fröhlich gefeiert. Der Rahmen und die Organisation war gelungen, und alle Gäste wa-
ren glücklich und zufrieden! Die Schlaraffia Ossenbrugga war nun im Gespräch der „Osnabrücker
Kreise”. So konnten dann auch anlässlich der 2.000 Sippung am 15.10. a.U. 131 Mitglieder der Loge
und anderer Gesellschaftsklubs als Gäste begrüßt werden. Eine freundschaftliche Verbindung blieb
erhalten. A.U. 139 brachte mit der 350. Wiederkehr des Westfälischen Friedens zu Münster und
Osnabrück neue Wege, das schlaraffische Spiel weiter auszubauen. So sippten am 3.10. a.U. 139 die
Reiche Mimegarda und Ossenbrugga in Tecklenburg. Mit dem Austausch von „Kriegs- und Reit-
berichten” an dieser Kurierstrecke verflog das Fest wie im Fluge. Der Titul „Friedensreiter” wurde
erstmalig am 15.11. a.U. 142, und dann im jährlichen Wechsel in den Reichen 195 und 209 verliehen.
Federführend ist Rt Alchimix (209). Neben den freundschaftlichen Sippungen mit den Nachbarrei-
chen, gab es auch fürchterliche Fehden, wie die der Junkertafeln mit den h.R. 393 und 195. Am 15.2.
a.U. 135 wurde verbissen um das „Hermannsdenkmal” im h. Reich Porta Westfalica gekämpft. Sie-
ger wurde die Junkertafel der h. Theotmalli, daher steht das „Hermannsdenkmal” noch dort! Eine
Reichsfehde mit der h. Bochumensis wurde „Im Suerland” ausgetragen. Nach schwerem Ringen
mussten wir der h. Bochumensis den Sieg überlassen. Trotzdem trugen die Fehden zur Festigung
der Reichsfreundschaften bei. Die jährliche Dümmersippung mit Turney wurde a.U. 145 zum 48.
Male in Hüde am Dümmer gefeiert, doch zogen schon dunkle Wolkenbänke auf, sodass es zu
keiner weiteren Fortsetzung dieser Sippung kam. Zwei bedeutende Sippungen heben sich aus den
Sippungsfolgen ab. Es ist die GU-Feier mit Brillanten für Rt Don Kosak am 8.3. a.U. 145., ein gar
fröhliches Wiegen- und Jubelfest unter „alten” und „jungen” Freunden. Für die seit a.U. 129 herrlich
gefechsten Paßeinkleber, der wundersamen Vermehrung des Reichsschatzes und der Sicherung
zur langjährigen Nutzung der Haseburg wurde am 11.10. a.U. 145, anlässlich seiner Ursippenfeier
Rt Dr. Met geehrt. Eine große Gästeschar bedankte sich bei dem Jubilar für die vielen Freuden, die
auch in anderen Reiche gut ankamen. Nach diesem Rückblick schaut die Ossenbrugga fröhlich in
die Zukunft. Besonders, wenn man einen Blick auf die Statistik wirft. Im Jahre a.U. 125 hatten wir 36
Sassen, davon sind heute noch 12 Recken ganz aktiv. In den vergangenen 25 Jahren konnten 31 neue
Sassen aufgenommen werden. Besonders freut uns, das die jungen Sassen begeistert mitspielen
und das Reich mittragen. Daher der mutig Blick des Uhus nach vorn.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
Quelle: Chronik Band IV, S. 330-331