Im Isarwinkl

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 370 — Im Isarwinkl. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

370 Im Isarwinkl
A. U. 124 sippt das Reych wieder in einer neuen Burg. Aus Anlass einer baulichen Veränderung im
Hotel Kolbergarten wird die Gelegenheit geboten, einen Kellerraum in eine schmucke Burg umzu-
gestalten, denn die bisherige Notburg, die Kegelbahn von nebenan wird von den Inhabern in eine
Weinstube umgestaltet, die zusätzlich vom Reych für große Festsippungen genutzt werden kann.
Überschattet wird die Winterung allerdings durch den Ahallaritt des Ez Rt Don Renko, der viele
Jahre als Oberschlaraffe wirkte. Die alljährlich im Windmond stattfindende Leonhardi-Sippung lockt
immer wieder zahlreiche Freunde aus den verschiedensten Gemarkungen an. Ist sie doch eine
typisch bayrische Sippung, die ganz in der Tradition der berühmten Leonhardi-Fahrt in Bad Tölz
stattfindet.
A.U. 131 werden dem Reych Räumlichkeiten einer ehemaligen Metzgerei in Wolfratshausen als Burg
angeboten. In der Hoffnung auf Linderung des Nachwuchsproblems wegen der besseren Verkehrs-
anbindung und der größeren Bevölkerungsdichte im Raum Wolfratshausen stimmt das Reych dem
Umzug zu. Die neue Burg steht aber unter keinem guten Stern. Wider Erwarten wird die behördliche
Genehmigung zur Nutzung der angemieteten Räumlichkeiten als Vereinslokal nicht erteilt.
Die neue Burg muss daher bereits nach wenigen Sippungen aufgegeben werden. Dies hat für das
Reych nicht nur den Verlust des investierten Mammons, sondern auch einiger Sassen zur Folge, die
in anderen Reychen sesshaft werden, oder ganz aus Schlaraffia austreten.
Zunächst wird in einem Gasthaus in Wolfratshausen gesippt, bis uns Ez Rt Algovinus in seinem
Hotel in Bad Tölz einen Raum als Notburg zur Verfügung stellt. Vorübergehend kann auch ein Raum
im Franziskanerkloster in Bad Tölz angemietet werden, der aber nach kurzer Zeit wegen Eigenbedarf
wieder gekündigt wird. Wieder muss die Notburg bei Rt Algovinus erneut in Anspruch genommen
werden. Trotz dieser Widrigkeiten kann das 25. Stiftungsfest am 29.4. a.U. 136 im Kurhaus von Bad
Tölz festlich begangen werden. Unter der Funktion von Ez Rt Standfest, sowie den Rt Gstanzl und Ez
Rt Strato findet mit zahlreichen Freunden und Gästen von nah und fern ein bunter Sippungsablauf
statt, der durch belebenden schlaraffischen Geist geprägt ist.
Dank Uhus Weisheit werden diese schweren Zeiten schließlich überwunden, denn es gelingt dem
Reych in Geretsried eine neue Heimstatt zu finden. Mit dem verbliebenen Reychsschatz und groß-
zügigen Spenden wird in ungezählten Arbeitsstunden durch die Sassen aus nüchternen Kellerräu-
men eine anheimelnde Flößerburg geschaffen, in der seit dem Lethemond a.U. 138 fröhlich gesippt
wird.
Im Windmond a.U. 144 kann die 1.000 Sippung des wieder erstarkten Reyches gefeiert werden.
Kurz nachdem die Würdenträger des Reyches ihrem Ez und ErbO Rt Standfest die Urkunde des
Allschlaraffenrates für 40-jährige Treue zu Allschlaraffia in seiner Heimburg überreicht haben, reitet
dieser verdiente Sasse im Windmond a.U. 147 in die lichten Gefilde Ahallas.
Er, der Jahrzehnte eine der starken Säulen des Reyches war, wird unvergessen bleiben. Die Sassen
blicken dank eines aktiven Nachwuchses optimistisch in die Zukunft. Dazu ist man auch zuversicht-
lich, dass die Besitzergreifung so vieler Burgen der Vergangenheit angehört und mit der Flößerburg
in Geretsried für immer ein glückliches Ende gefunden hat.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
371 Malmöhus
Wie bereits in der vorhergehenden Chronik angedeutet, wurde das h. Reych Malmöhus a.U. 121
durch den Verlust eines der besten und ältesten Freunde, des ER Urwastel, schwer getroffen. Dann
folgte ihm der Ehrenritter Don Bisko und a.U. 123 traf das Reych der Ahallaritt zweier Gründungs-
ritter, der Rtt Kon-Servus und Civiling. Diese Uhujahre wurden folgerichtig als Sorgen- oder besser
Trauerjahre bezeichnet. ln der Zeitspanne zwischen a.U. 128 und a.U. 138 ritten darüber hinaus
neun weitere Ritter unseres Reyches gen Ahalla. Schwierig und mit viel Arbeit sowie einem be-
trächtlichen Einsatz von Mammon verbunden, war der, durch sowohl günstige als auch nicht vo-
raussehbare Ereignisse notwendige, viermalige Standortwechsel der Schonenburg. Die alte und
ehrwürdige Stadt Lund war Zeugin des erstmaligen Umzugs des Reyches in eine neue Burg. Drei
weitere Standortwechsel der Schonenburg in die und innerhalb der Stadt Malmö waren in dieser
Zeitspanne ebenfalls notwendig und mit vielen Kosten und Mühen verbunden.
Gegen Ende a.U. 144 wurde der bisher Ietzte Standort der Schonenburg geweiht und steht jetzt
den Sassen des Reyches und ihren Gästen als moderne und angemessene Umrahmung ihrer Sip-
pungen und Feiern zur Verfügung. Die Nähe des Zentralbahnhofs und des Autobusknotenpunktes
macht unseren Gästen das Auffinden der Burg Ieicht.
Die Gesamtzahl der Sassen des h. Reyches Malmöhus ist zur Zeit leider gering. Ein Ez und acht
Erbschlaraffen befinden sich in unseren Reihen und acht Ritter aus germanischen und österreichi-
schen Reychen nehmen als Ehrenritter unseres Reyches einen Ehrenplatz in der Schonenburg ein.
Folgende Oberschlaraffen haben in der Zeit dieser Chronik im Reyche gewirkt: Rt Promus (11 Jahre),
Rt Fünfzighertz (10 Jahre), Rt Bela (13 Jahre) Rt Clavis (3 Jahre), Rt Winking (6 Jahre), Rt Benzidin (7
Jahre), Rt Att (17 Jahre), Rt Schnippler (5 Jahre).
An unserer Rittertafel sitzen zurzeit nur wenige Ritter. Auch die Junkertafel ist nur spärlich besetzt.
A.U. 121 -144 sind 26 Neuzugänge zu verzeichnen.
ln gleicher Zeitspanne wurden 23 Ritterschläge vollzogen. Eine Vielzahl von Einzeleinritten ausge-
nommen, vermerkten wir 948 Einritte aus germanischen und österreichischen Reychen in einer
Fähnleinstärke von mindestens 5 Sassen. Davon sind 97 Einritte von den Ehrenrittern unseres Rey-
ches (einschließlich der 4 Einritte unseres Gründungsritters Rt Huptma Alemann) vorgenommen
worden. Obwohl wir uns wünschten, dass die Zahl der Einritte höher wäre - vor allem nach der
Fertigstellung der Brücke über den Öresund - glauben wir dennoch den hier angegebenen Zahlen
ein substantielles Interesse der europäischen Schlaraffia an unserem Reych und dessen Wohl und
Wehe entnehmen zu können. Die Zukunftsaussichten sind natürlich durch die geringe ZahI der an
der Junkertafel befindlichen Sassen geprägt.
Das Interesse am schlaraffischen Leben in unserem Reych könnte sich durch die für profane Me-
dien interessante Ernennung einer, in Schonen kulturell bekannten Persönlichkeit (Fritioff Nilsson
Piraten) zum Ehrenschlaraffen, bedeutend erhöhen. Außerdem ist die Schaffung einer Heimseite
bereits in der Diskussion. Helfende Hände aus einem germanischen Reych sind uns hierbei sicher
und ein „Uhunetzmeister” ist bereits in Auge gefasst. Das Reych sieht seiner Zukunft mit Zuver-
sicht entgegen.
Die „Brückensippungen” sind zu den wichtigsten Traditionssippungen unserer und unserer Nach-
barreyche geworden sind. Wir hoffen und wünschen, dass über profane Anfangsschwierigkeiten
hinaus, hier eine Institution im Werden ist, die zu immer engerer Anteilnahme und Kenntnis von
Nord und Süd unseres schlaraffischen Kontinents führen möge.
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Quelle: Chronik Band IV, S. 455-456