Castellum Erolatium

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 380 — Castellum Erolatium. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

380 Castellum Erolatium
In diesem Vierteljahrhundert fanden in unserem Reych einige herausragende Sippungen statt, so
am 25.1. a.U. 130 die feierliche 1.000 Sippung, am 11.5. a.U. 136 das 40. Stiftungsfest und am 19.4.
a.U. 138 die 1.250 Sippung, zelebriert mit allen ehemaligen Urschlaraffen-Reychen als 25-jähriges
Jubiläum der Zugehörigkeit zu Allschlaraffia in besonders festlichem Rahmen mit Burgfrauen im
h.R. Graetz an der Mur. Der absolute Höhepunkt war aber das 50. Stiftungsfest am 15.10. a.U. 146
im Kulturhaus Römerfeld, zu dem 102 Freunde aus 39 Reychen mit Burgfrauen und Tross kamen
und sich an einer wunderbaren Festsippung erfreuten. Wenige Wochen später feierte das Reych die
1.500 Sippung in Verbindung mit der GU-Feier für die Rt Don Pastorale und Rt Exaktus – dieser für
50 Jahre Treue zu Schlaraffia. Weitere GU-Feiern konnten wir in diesen 25 Jahren celebrieren (126
der Rt Aff-rick, 132 der Rt Peli-Khan, 139 der Rt Bohrefest, 141 der Rt Ahoi, 142 der Rt Grand Lux, 146
der Rt Schmirl und 148 der Rt Gatt). Besondere Ehrungen wurden auch fünf unserer Sassen durch
die Verleihung der Würde eines Basta-Ritters zuteil (126 Rtt Leim und Flores-Tan (beide Kl. I), 132
Rt Dachl-Fürst (Kl. II), 139 Rt Bohrefest (Kl. I) und 144 Rt Don Pastorale (Kl. II). Die Traditionssip-
pung „Winterreiter rasten zu Garsteneck”, die unsere große Verbundenheit mit den germanischen
Reychen, insbesondere mit dem h. R. Kyborgia zum Ausdruck bringt, brachte uns alljährlich viele
Einritte. Die Idee einer Eisenwurzen-Sippung und die Stiftung eines Ordens „Ritter von der Eisen-
wurzen” ging noch auf die Anregung von unserem ErbO Rt Schnauz zurück, wurde erstmals a.U.
125 konzipiert und am 14.1. a.U. 135 auf der Styrapurkh von den sechs Eisenwurzen-Reychen in die
endgültige Form gegossen. Die erste Sippung fand im Lethemond a.U. 133 im h. R. Ferrochalybbsia
statt und wurde dann immer abwechselnd von einem der Eisenwurzen-Reyche ausgerichtet. Unser
Reych hat seitdem 3 dieser Sippungen jeweils im historischen Umfeld des alten Waldhammers der
Fa. Schröckenfux in Rossleithen, wo heute noch Sensen erzeugt werden, durchgeführt. Am 18.2.
a.U. 139 wurde in unserem Reych das erste Schneerosenturney abgehalten, eine Sippung zu Ehren
der in unseren Gemarkungen häufig vorkommenden lieblichen Blume. Der Sieger erhält den Titul
„Schneerosen…” und einen Wanderpreis. Seit a.U. 144 wird dieses Turney regelmäßig jedes zweite
Jahr celebriert. Auf Initiative unsere Hospes Rt Steak konnte am 13.12. a.U. 141 die 1. „Lethe und
Kas”-Sippung mit großem Erfolg abgehalten werden. Hervorragende weiße und rote Lethe mit dem
dazupassenden Käse wurde mit den entsprechenden Erklärungen von Rt Steak genossen. Da diese
Art von Sippung sehr gut ankam, wird sie nun jede Jahrung, neuerdings im Eismond abgehalten.
Auf Initiative unseres Rt Bit wurde ein eigener Einritt-Ahne in Form einer Sense für 25 Einritte in
unserem Reych geschaffen. Für je weitere 25 Einritte gibt es dann eine kleine Sense als Anhän-
ger. Da sich Castellum Erolatium fast in jeder Sippung über zahlreiche Einritte freuen darf, gibt es
schon zahlreiche Träger dieses Einritt-Ahnen. Rekordhalter ist derzeit unser ER Kondor (381) mit
284 Einritten. Somit hat er bereits 10 kleine Zusatzsensen erhalten, aber auch unser ER Viedocus
(361) steht ihm mit 265 Einritten nur wenig nach. Ein besonderes Markenzeichen unseres Reyches,
viel bewundert und gelobt, war in dieser Zeit (a.U. 131-147) das von unserem Rt Schmirl kunstvoll
gefechste Schmierbuch. Nicht nur seine wunderbar zum jeweiligen Sippungsthema gestalteten Kle-
xereien, sondern auch die hervorragend dazu passenden Verse wurden von vielen Einreitern immer
wieder als einmalig im Uhuversum bezeichnet. Leider hat Oho unseren Rt Schmirl seit einiger Zeit
mit einer Bresthaftigkeit geschlagen, die ihm das Geklexe nicht mehr erlaubt, aber als langjähriger
Truchsess unseres Reyches erfreut er uns bei der Einkleidung unseres jeweiligen Fungierenden im-
mer wieder mit wundervoll zum jeweiligen Sippungsthema passenden Fechsungen.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
381 Castra Montana
Der Ur-Schlaraffische Uhu hat uns Dank des h. R. Castellum Erolatium (380) a.U. 98 zur Castra
Montana - die alte Bezeichnung für die Bergstadt Rottenmann – erblühen lassen. Im noch gar jung-
fräulichen Alter von 15 Jahrungen erweckte Uhus Erleuchtung die Reife in uns, eine Allschlaraffische
Mutter zu suchen - und sie fand uns!
Mit ungeheuer mütterlicher Fürsorge übernahm diese Stelle das h. R. An der Leuben (239). Einige
Besonderheiten führen wir aber in unserem Spiel von damals weiter. So der von wld Patriarch ErbO
Rt Schurl mit der Blechhaubn gestiftete „Hosenbandorden”. Der von ihm wunderbar gefechste
Orden wird an der linken Wade des siegreichen Ritters von einer Burgfrau befestigt.
Auch wld Großfürst ErbO Rt Sur der Realier stiftete in Anlehnung an die alten Turneys den „Trou-
badour von Castra Montana”. Der Sieger erhält neben dem gar gewaltigen Titul auch für eine Jah-
rung den Troubadour, den er beim nächsten Turney zu verteidigen hat. Jeder Turneyteilnehmer ist
auch berechtigt, das schwarz-rote Band, versehen mit dem silbernen Ahnen am Helm zu tragen.
Neben dem üblichen Willekumm erhalten besondere Einritte eine schlaraffische Seltenheit, den
Löffeltrunk. Von unserem Mundschenk dero dreimal in einer Sippung celebriert lässt jeden Sassen
zur „Blindschleiche” werden. Das a.U. 134 von ErbC Rt Ammo-nit der Plansinnige gestiftete Ange-
binde wird am linken Ärmel getragen und besteht aus einer gelben Binde mit dero drei schwarzen
Punkten und in rot gehaltener Reychsnummer.
Fester Bestandteil jeder Sippungsfolge der Castra Montana ist der „Uhubasar” und auch „UHU-ver-
hüllt”. Sippungen, die zwar etwas aus dem schlaraffischen Rahmen des Spiegels fallen, aber immer
mehr Einritte verzeichnen. Um die Freundschaft der eingerittenen Sassen und die eigenen Ausritte
zu fördern, wurde von ErbOK Rt Wehr-Herr von Gallenstein a.U. 135 ein Einritt- und Ausrittorden
gestiftet. Rittmeister, Obrist und General kann man bei uns werden.
Jedes Reych lebt vom Nachwuchs, der Junkertafel, die ausrittfreudig nicht nur in der Burg Cirminah
sippt. Um befreundete und eigene Sassen noch enger an die beiden schönsten Stände Schlaraffias
zu binden, wurde vom Gestrengen, a.U. 131, die Erkürung von „Ehrenknappe” und „Ehrenjunker”
eingeführt. Bei der jeweiligen Junkersippung können soviele Tituls und Orden verliehen werden, wie
Knappen und Junker die Tafel zieren.
Eine echte mittelalterliche Burg steht uns für besondere schlaraffische Feste durch die Großzü-
gigkeit des profanen Burgherren, unseres Ehrenritters G`schmackvoll (181) zur Verfügung. Ob Ey-
senwurzen-, Steirisch-Kärntnerische Freundschaftssippung oder eine Krystalline, die Burg Strechau
ist der prächtige historische Rahmen. Auch unser 50. Stiftungsfest konnten wir hier würdig feiern.
Mindestens einmal in jeder Winterung sippen wir auf Burg Strechau.
Wld Großfürst ErbO Rt Primus der B-Rodler, unser Gründungsritter, war international als Welt-
Rodel-Präsident ein Begriff. Er hat uns im gesamten Uhuversum auch bekannt gemacht.
Die geographische Lage unseres Reyches ist für die Winterung unser einziges Hindernis, da wir von
vielen Pässen umgeben sind. Nur die mutigsten der Recken dringen in unser rauhes Gebirgsreych
über die neu errichtete Autobahn ein und bewältigen den von unserem Ceremonienmeister hervor-
ragend gestalteten Einritt in unsere Burg Cirminah - einen Einritt, der sich in jedem Fall lohnt.
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Quelle: Chronik Band IV, S. 465-466