Claudium forum

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 126 — Claudium forum. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

126 Claudium forum
Die positiven Ausblicke a.U. 125 haben sich bewahrheitet: Claudium forum blüht und gedeiht. Der
Sassenstand hält bei knapp 90, ein zahlreicher Nachwuchs garantiert eine weitere lichte Zukunft,
das schlaraffische Leben strahlt.
Außer der 2.500. und der 3.000 Sippung (am 21.1. a.U. 127 und am 3.4. a.U. 145) und überhaupt
rund 650 Sippungen in der Berichtszeit begingen wir am 1.4. a.U. 136 in großem Rahmen das 100.
Stiftungsfest unseres Reyches. In diesem Zusammenhang erschien eine zweibändige, reich illust-
rierte, Chronik unseres Reyches mit über 400 Seiten, auf die wir stolz sind.
Das älteste der indessen fünf Kärntner Reyche erfreut sich regen Besuches befreundeter Sassen;
der Jahresdurchschnitt an Einritten ist mit 220 anzusetzen. Dazu kommen die Einritte der Traban-
tengarde und etliche Reychseinritte (von uns oft provoziert), die stets erwidert werden. Bei den alle
zwei Jahrungen stattfindenden „Trio-Ritten” besuchen wir Reyche der weiteren Umgebung, und eine
jugendliche Gruppe (sächsischer Kreis) unternimmt jährlich Kavalierstouren vor allem in den für
uns noch neuen Osten.
Einen besonderen Hinweis verdient unsere Fruchtbarkeit: Unsere Tochter Prima Canadensis (337)
hat a.U. 129 das Kind Porta Pacifica (408) geboren, und die Enkelin Fort Okanagan (387) bescherte
uns die Urenkel Am Silbersee (406) und Kamlupsia (415).
Wir setzen damit die Bemühungen des Karolinger-Kaisers Arnulf von Kärnten fort, Kanada der Zivi-
lisation zu erschließen (Arnulf, unehelicher Geburt wie viele Kärntner, hat vor rund 1.100 Jahren die
bösen Normannen besiegt und zur Sesshaftigkeit gezwungen; die Normannen haben 1066 England
erobert, die Engländer haben ab 1763 Kanada vereinnahmt – und Claudium forum dasselbe ab a.U.
98...).
Die profane Landeshauptstadt Klagenfurt hat etliche Straßen nach Sassen unseres Reyches be-
nannt: Tom von der Hütten (Klimanngasse), Fer der Eisbändiger (Wallackgasse), Hilarius der
Straußenreiter (Frodlgasse), Zoll-Feldgraber (Dr.-Georg-Graber-Weg), Trio der Toscanische (Josef-
Friedrich-Perkonig-Gasse), Botticello der Bonzenklexer (Karl-Truppe-Straße), Clavirus der Noten-
schlucker (Erich-Opitz-Weg).
Weitere Personalien: Der letze Aemona-Sasse, Unser Rt Vikerl vom Bold, ist am 22.3. a.U. 126 zur
ewigen Rittertafel abgeritten; die versunkenen Reyche Aemona (154) und Emona (18) bleiben unsere
Traditionsreyche.
Unser Rt Savenerola am Scheidewege, hochverdient in vielerlei Facetten des schlaraffischen Spieles,
im Herbstmond a.U. 147 gen Ahalla geritten, hat in 55 Schlaraffenjahren ebenso viele Jahrungsrin-
ge erworben – in 55 Jahrungen keine Woche ohne Sippung! Einer seiner Söhne, Rt Feuilletoni der
Umsattelfeste, wurde 37mal auf den Thron des Reyches gewählt. Und: Rt Ton DIN der ÖNORM-e,
einer von Savenerolas Enkeln, ist seit a.U. 140 Mitglied des SRA und seit 24. 10. a.U. 145, dem XXIII.
Concil zu Lulucerna, Vorsitzender des ASR.
Er setzt so eine Tradition unseres Reyches fort, das a.U. 100 mit dem (indessen zum Ehrenritter All-
schlaraffias avancierten) Rt A-soo vom großen Wort den ersten Sassen dieser Art stellte. Indessen
dürfte in unseren Reihen bereits ein geeigneter Kandidat für dieses Amt a.U. 200 heranreifen, damit
wir diese 50-Jahrungen-Tradition weiter pflegen können.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
128 Filadelfia
Der Beginn dieses Vierteljahrhunderts war die Fortsetzung einer glücklichen und erfolgreichen Pe-
riode des schlaraffischen Bestehens und Gedeihens in der Filadelfia. Rtt Danzig und Kantor ha-
ben mit unermüdlicher Begeisterung diese Periode entscheidend beeinflusst und mitgestaltet. Die
freundschaftlichen Beziehungen zu den Nachbarreychen wurden durch regelmäßige Reychseinritte
und –ausritte gepflegt. Der von Rt Fil-Bis geschaffene Glockenkongress und auch das von ihm a.U.
126 gegründete Stoßbassturney wurden permanente Einrichtungen. Aber nicht nur Titul und Ah-
nen, sondern auch die Freude am gemeinsamen Spiel und die Pflege der Freundschaft machten die
Filadelfia immer wieder zum beliebten Treffpunkt. Unsere Sippungszeit von über 40 Jahren im Ge-
bäude der historischen Deutschen Gesellschaft von Pennsylvanien war wohl die längste seit unserer
Gründung. Gemeinsame Maskenbälle, Sylvesterfeiern und viele kulturelle Veranstaltungen führten
uns zusammen und verbanden uns enger. Diese Periode war aber auch eine Zeit großer schlaraffi-
scher Regsamkeit. Auch in unserem Reych wurden die Ketten-Turneys mit Funkekette, Hans-Sachs-
Kette, Faust-Kette u.a. verstärkt gefochten. Neu eingeführt von Rt Perikles wurde die Sippung zur
Musik des 20. Jahrhunderts. Das 90. Stiftungsfest wurde im Großen Saal der Vereinigung Erzge-
birge (VE) celebriert. Ein mit über 150 Gästen besuchtes Fest galt auch der Ehrung von verdienten
Sassen mit der Verleihung des GU-Ordens sowie des Ursippenordens. A.U. 136 feierte unser Reych
mit 220 Gästen das 100. Stiftungsfest. Der Festsaal der Deutschen Gesellschaft reichte nicht aus,
und wir mussten in ein Hotel ausweichen. ASR Patsch-Nass erschien wunderbar kostümiert als
Benjamin Franklin und versetzte uns zurück in die Gründungszeit Pennsylvaniens. Die musikali-
sche Untermalung mit der zeitlichen Etappen entnommenen Musik wurde von einem Quartett des
Curtiss-Instituts bestritten, eingeblendet gesangliche Darbietungen der talentierten Bgfr Sarkasto-
viel. Die schöne Zeit in der Deutschen Gesellschaft nahm a.U. 141 ein Ende. Wir mussten eine neue
Burg suchen und wurden in der Vereinigung Erzgebirge (VE.) fündig. Der Übergang wurde dank
Notburgen in den Heimburgen der Rtt Computicus und Perikles gut bewältigt. Dank großzügiger
Spenden, besonders von wld Rt Rebellinus und Bgfr Danzig, konnte die neue Pennburg ausgebaut
wieder erstehen. Nur die unermüdliche Mithilfe aller Sassen ermöglichte dies. Wir sippten in unse-
rer neuen Burg in neuer Umgebung im Norden Philadelphias und celebrierten die erste Sippung am
1.12. a.U. 141. Das 105. Gründungsfest wurde mit ca. 80 Gästen im „Kleinen Saal” der VE. gefeiert.
Unser 110. Gründungsfest begann mit einem öffentlichen Konzert im „großen Saal” des Hausherrn,
zu dem neben 80 Schlaraffen und Tross auch ca. 75 Profane erschienen. Unser Freund Rt Ferry-
Bacsi (278) flog eigens zu diesem Fest ein, um uns mit den schönsten Melodien der Operettenwelt
zu erfreuen. Die darauffolgende Sippung wurde mit dem Einritt von 9 Reychen eröffnet und mit
vielen Fechsungen und einer Festatzung verschönt. Rt Ferry-Bacsi ließ noch einmal seine herrliche
Stimme ertönen. Wie in jeder Zeitperiode gab es auch Abschiede. Schmerzlich vermissen wir die
Rtt Hitzegrad, Atomulus, Ergo, Vers-tand, Fastste, Schlau, Potenz, Danzig, Großhans, Fil-Bis, Don
Viola, Olymp, Demosthenes und Don Camillo.
Wenn der heutige Sassenstand von 32 (davon 13 fahrend) um 7 % über dem von a.U. 125 liegt
müssen wir ständig auf Nachwuchs bedacht sein. Von 16 Neuaufnahmen seit a.U. 125 waren 3 zu-
gewandert, 13 von der Pike auf aufgezogen, dann aber leider 2 ausgetreten, 4 meldeten sich fahrend.
Aus erloschenen Nachbarreychen kamen 6 Sassen, weitere 4 sind wegen der großen Entfernung
fahrend. In seiner Geschichte war unser Reych zum dritten Mal mit Rt Perikles im SRNA und im
ASR, und mit Rt Computicus seit a.U. 144 im Schiedsgericht des LVNA vertreten.
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Quelle: Chronik Band IV, S. 301-302