Oenipontana

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 30 — Oenipontana. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

30 Oenipontana
„Zu Büchsenhausen woll’n wir bleiben, solange uns Uhu regiert”. So endet die Chronik unseres
Reyches für die schlaraffischen Jahrungen 100 bis 124.
Doch neben schlaraffischen Turbulenzen, wie einer Reychsfehde mit unserer Ziehtochter dem h.
Reych Am Werdenfels am 23.3.a.U.126, aus der unsere Oenipontana als Siegerin hervorging oder
dem legendären Reychseinritt unseres ER Spätzle „hoch zu Ross” in die Veste zue Büchsenhausen,
spann Uhu seine weisen Gedanken weiter.
So wurde es in der Jahrung a.U.140 möglich, eine neue Burg im Eigenbesitz zu erwerben. Rt Procen-
turio, Rt Dentofex und Rt Opal waren die Protagonisten, die die Sassenschaft nach einiger Skepsis
schlussendlich überzeugten, den Kaufvertrag für die neue Burg zu unterzeichnen und das ganze
Reych stellte sich mit profanem Wissen und handwerklichem Geschick für den Ausbau unserer
neuen Artusburg zur Verfügung.
Viele befreundete Reyche und Recken beteiligten sich ebenfalls am Gelingen dieses Werkes. Am
7.10. a.U.141 begrüßten wir 126 Gastrecken aus 39 Reychen zur unvergessenen Burgweihe. Der
Ruf Oenipontanas als erstem der Tiroler Reyche führte schließlich auch zur ehrenvollen Berufung
unseres ErbO Rt Mobilius in den Schlaraffenrat Austria und 5 Jahre später in den Allschlaraffenrat.
Ein besonderer Freudentag sollte das 125. Stiftungsfest am 7.10. a.U.147 werden. Das Vorberei-
tungskomitee unter der Führung von ErbO Rt Opal bereitete die Festfolge vor. Doch Oho rief in
der Sommerung a.U.147 unseren Großfürst Rt Opal der Fündige vollkommen überraschend an die
große Rittertafel in Ahalla. Rt Mobilius übernahm die Führung der Vorbereitungen des Stiftungsfes-
tes im Sinne von Rt Opal.
Die Festburg im Hotel Hilton konnte 186 Recken aus 46 Reychen begrüßen. Die Oberschlaraffen
Rt Dentofex und Rt Cellino sowie Rt Mobilius als ASR nahmen ihre Funktion als Herrlichkeiten mit
Stolz für das Reych und mit Trauer im Herzen für Rt Opal wahr.
Die Chronik vermeldet auch, dass in den Jahrungen ab a.U.126 25 Sassen nach Ahalla abberufen
wurden. Doch nicht nur Trauer, auch freudige Ereignisse bestimmten die Zeitfolge der letzten 25
Jahre. 22 Junker wurden zu Rittern geschlagen, wir ernannten 14 Recken aus verwandten und be-
freundeten Reychen zu Ehrenrittern, und die Recken der Artusrunde tafelten und schwafelten in der
Artusburg.
Die SegelKrystalline am Achensee wurde in kürzester Zeit zu einem Fixpunkt im schlaraffischen
Sommerkalender und auch das von wld Rt Geophrast organisierte Winterfest der „Giganten der
Loipe”, an den Gestaden des Achensees ausgetragen, entwickelte sich unter der Führung von Rt
Dentofex zum fröhlichen Wintertreff Schlaraffias.
Ebenso großer Beliebtheit erfreuen sich die alternierende Sippung des Turneys um den „Kaser-
mandlorden” und die „kulinarische Sippung” mit Köstlichkeiten unserer Burgfrauen, wobei unsere
mit Kochmützen behelmten Herrlichkeiten den Kochlöffel anstatt des Szepters schwingen.
Unsere Burgschenke ist aber auch sonst ein im Uhuversum allseits bekannter Gourmettempel, der
eigene und eingeritten Sassen zum unübertroffenen Atzungsgenuss einlädt.
Für die Zukunft möge Uhu seine Schwingen schützend über unser Reych breiten, damit wir als
Erben unserer Gründerväter den schlaraffischen Gedanken an die Junkertafel weitergeben können.
Die nächste Chronik möge Zeugnis davon ablegen. Das walte Uhu!
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
31 Onoldia
Die im weiten Uhuversum als „das Bauernreych” bekannte Onoldia setzte ihre von Ungemach ver-
schonte Entwicklung auch weiterhin fort. Der schon sprichwörtlich gewordene herbe Charme des
Reyches und die anhaltende Bescheidenheit seiner Sassen trugen als Grundstimmung zu einem
stetigen Aufstieg vom kleinen, aber feinen Reych zu einer festen Größe im fränkischen Raum bei.
Gut aufgehoben in der seit a. U. 120 bestehenden reychseigenen Burg, haben zahlreiche hervor-
ragende Persönlichkeiten das Spiel der Sassen geleitet und bereichert. Herausragend das Wirken
des ErbO Euklid auf dem onoldischen Thron, der, jahrelang begleitet von den Rtt Zähsippus und
Uli-Jus, sein Amt abgegeben hat, um als fürsorglicher Deutscher Schlaraffenrat die Betreuung der
Reyche im fränkischen Sprengel zu übernehmen.
Das Reych Onoldia nahm, auch was die Sassenzahl anbelangt, eine erfreuliche Entwicklung. Eine
große Anzahl jüngerer Sassen bevölkerte bald unter der umsichtigen Führung des ErbJ Procurius
die Schalksburg und trug mit neuem Elan das schlaraffische Spiel zu weiteren Höhepunkten. Hier
müssen unbedingt die Fortsetzungen der schon in den vergangenen Jahrzehnten allseits bekannten
und geliebten Bauernsippungen, vom Rt Klaro immer wieder neu initiiert und fürsorglich betreut,
erwähnt werden.
Ein Höhepunkt des schlaraffischen Geschehens war die Feier zur Erinnerung an die Geburt der
Onoldia vor 125 Jahren. Im festlichen Saal der Ansbacher Orangerie fand unter der Teilnahme von
Sassen aus vielen Reychen eine glanzvolle Sippung, geleitet vom Oberschlaraffat der Rtt Pelex, DOC
und Zupf und gestaltet von Onolden und Freunden aus dem fränkischen Umkreis statt.
Das Reychsgeschehen dokumentiert das vom Patriarchen Aqua herausgegebene aperiodische
Nachrichtenblatt „Neues aus der Schalksburg”, in dem neben der Berichterstattung aus dem Reych
auch Beiträge aus Onoldias Geschichte zum besseren Verständnis der früheren Zeiten veröffent-
licht werden.
Zahlreiche Einritte beleben die Sippungen der Onoldia. Ehrenritter des Reyches, aber auch eine
große Anzahl bekannter und weniger bekannten Sassen, vornehmlich aus fränkischen Reychen,
tragen zur Ausgestaltung der Sippungen bei. Ein immer wiederkehrendes Ereignis ist die gemein-
same Sippung mit der Busenfreundin Ingoldia, die zu einer Festigung der Freundschaft mit dem
oberbayrischen Reych beiträgt.
Dieser Rückblick wäre unvollständig, würde man nicht die Namen herausragender und verdienter
Sassen der Onoldia erwähnen, als da sind: Der nach der bayerischen Hauptstadt ausgewanderte
Rt Karlowitz III., der dichtende und singende Ceremonienmeister Rt Don Sceletto, der langjäh-
rig amtierende Vieledle des Reyches ErbK Smokey-King, ebenso auch Rt Aqua, der als vormaliger
„Bundeskantzler mit TZ” lange Jahre hindurch die schlaraffische Zentralkantzlei in Sachsen b. A.
organisiert und geleitet hat.
Weiter zu nennen wäre auch Rt Lavier – der Sprach-Walter, verdienter Marschall und Oberschlaraffe;
der Hofmagikus Pinelli, gefeierter Star vieler Sippungen; der nimmermüde Burgvogt sowie Wap-
pen- und Adelsmarschall Rt Tropf-naß, der dem Reych zugeeilte Rt Schachmatz; das musikalische
Ensemble mit den Rtt Sarasate (Seufzerholz), Canello (Näselrohr), Preludio (Clavicimbel) und
Kann-Ari(e) (Bariton); und nicht zu vergessen: ErbO Zähsippus, Altmeister des Spiels, liebevoll
Don Göttergleich tituliert! Sie alle tragen die Zukunft des Reyches Onoldia und dessen guten Na-
men in ihren Händen!
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
Quelle: Chronik Band IV, S. 257-258