Ad Villingam

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 357 — Ad Villingam. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

357 Ad Villingam
Die Chronik unseres Reyches in Band III, a.U. 125 endete mit einem Eigenlob. Der Chronist würde
sich schämen, könnte er nicht bis auf den heutigen Tag dies als berechtigt betrachten!
Was seitdem geschah: In der Sommerung a.U. 126 wurde ein Burgbau erforderlich, der das Reych
in ein historisches Gebäude direkt am Kaiserturm - er gab unserer Burg den Beinamen - führte.
Mit viel Eigenarbeit wurde der Umbau unter Mithilfe einiger Sassen unseres befreundeten Reyches
Vitudurum bewerkstelligt. Dort wurde bis a.U. 145 fröhlich gesippt.
In diese Zeit fiel unter Anderem das 25. Reychswiegenfest, das wir, wie erwartet stilvoll und, wie ge-
wohnt musikalisch, in einer Festburg begingen (und pünktlich beendeten). Geradezu sensationell
für unser kleines Reych war der Erfolg des XIX. Deutschen Schlaraffentages, den Ad Villingam a.U.
144 ausrichtete. Zu dieser Zeit zählten wir den Rt Inkasso als Vorsitzenden des ASR zu unseren
Sassen.
A.U. 145 mussten wir unsere lieb gewonnene Burg abermals aufgeben, konnten jedoch durch Uhus
Fügung innerhalb des gleichen Hauses im Erdgeschoss eine sehr schöne Burg erstellen, auf die
wir nun alle mit Recht stolz sind. Seit a.U. 146 sippt das Reych am Mittwoch. Die folgenden Winte-
rungen zeigten steigende Einritts-Zahlen; die Sommer-Krystallinen finden seitdem ebenfalls in der
Burg statt - sofern es nicht Besichtigungen oder Wanderungen sind. Auch hier deutliche Steigerung
der Teilnehmerzahl (um gut 100 %), man fühlt sich in der neuen Burg offensichtlich sehr wohl.
Außerdem hat auch in der Sommerung die Qualität der Veranstaltungen zugenommen, seien sie
kulinarischer, musikalischer oder sonst kultureller Art.
Von 17 (!) Sassen und 13 ER hieß es endgültig Abschied nehmen. Eine sehr erfreuliche Entwicklung
indes hat der „Nachwuchs” genommen, und zwar sowohl an Zahl als auch an Aktivität im Sinne
von Anwesenheit, Beiträgen und Ausritten. Die Sassen der Junkertafel machen große Freude, und
das nicht nur im eigenen Reych! Auch die Ritter sind im weiten Uhuversum nicht unsichtbar: 4 sind
Ehrenritter anderer Reyche, 1 ist Erzschlaraffe eines anderen Reyches. Die h. Ad Villingam stellt 4
Musici (3 Sassen und 1 Burgfrau) für das ASO und zählt auch einen Florestanritter zu den Ihren. Die
letzten größeren Ereignisse: der 40. Reychsgeburtstag a.U. 146 und das XX. Zähringer-Fest a.U. 148
waren Feste im besten Wortsinn.
Von unseren Erzschlaraffen leben: Rt Klinkerle (Kn 11), Rt Sonny-Boy (279) und der ehemalige Rt
Tonherz (Kn 6, leider ausgetreten). Der ansonsten „reychsälteste” Sasse: Rt Ad Lethos war einmal
Kn 24. Höchste Kn-Nr. jetzt: 96.
Ad Villingam heute: 36 Rt, 5 Jk, 6 Kn, 11 ER; der Ausritts-Orden „Ritter von Zähringen”, die Romaias-
Ritterschaft, ein respektables Diplomatisches Corps, die genaue Anwendung von Spiegel und Ce-
remoniale, die stete Hochachtung der Fechsanten, der Musik und der Musici sowie die denkbar
herzlichste Aufnahme unserer Gäste. LULU Ad Villingam!
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
358 Tenochtitlan
Was ist im letzten Vierteljahrhundert geschehen? Mexico City ist weiter gewachsen, mit über 20
Mio. Einwohnern und unerträglichem Verkehr. Die vielen kulturellen Veranstaltungen und Freizeit-
angebote machen es unserem Azteken-Reych nicht leicht, neue Freunde für die Ideale der Schla-
raffia zu gewinnen. Begeisterte Prüflinge mussten nach Europa zurückgehen, wo sie Freunde des
UHUs blieben.
Aber es gab auch viele erfreuliche Ereignisse: Hochwillkommene Einritte des ASR zur Jahressitzung
mit Sippung zu Füßen der Mond- und Sonnenpyramide der Teotihuacankultur, oder der Einritt des
LVNA anlässlich unserer Gourmetsippung, sowie die Reychsausritte in die Reyche Denvera, Fran-
ciscana und Josefina.
A.U. 137 waren wir Gastgeber für die nord-/südamerikanische Brückensippung! Und schließlich
in die hohe Costa Aurea zu deren 25. Gründungsfest: dort handelten wir uns mit einem fröhlichen
„Frauenraub” eine Reychsfehde gegen die Floridana ein. Aus dieser gingen wir im Schiedsrichter-
reych Nova Orleana als charmanter 1. Sieger hervor.
Auch der Reychseinritt der h. Porta Pasconia mit Ausflügen in die mexikanische Kolonialzeit (Taxco
und Hacienda Vista Hermosa) ist allen Sassen in guter Erinnerung geblieben.
A.U. 146 feierten wir im Kreise eingerittener Freunde aus Germaniens Gauen und Nordamerika
unser 40. Stiftungsfest in der schlaraffischen Diaspora.
Auch sonst sind wir aktiv. Ausflüge in der Sommerung in das Landesinnere mit Klosterbesuch,
Vollmondbootsfahrt, Sommertheater, Besuche alter kolonialer Haciendas und Gartensippungen
zeugen lebhaft davon.
Der Wechsel vom LVLA zum LVNA erfüllte unsere Hoffnungen auf regen Austausch mit unseren
Nachbarreychen leider nicht. Im Umkreis von über 1.000 Meilen gibt es kein Schwesterreych für
einen schnellen Einritt!
So freuen wir uns immer auf jeden einzelnen Einritt, um mit unseren UHU-Brüdern in unserer
gemütlichen Aztekenburg beim Uhu, Oho und Aha fröhlich zu sippen.
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Quelle: Chronik Band IV, S. 442-443