Newarka

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 105 — Newarka. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

105 Newarka
Seit a.U. 127 sippt die h. Newarka im Germania Park in Dover NJ. Das Reych konnte diese Burg
durch die Bemühungen und Beziehungen der Rtt Wieland, Patsch-Nass und Lorbass sichern.
Im Laufe der Jahre sind einigen unserer Sassen bedeutende Ehrungen zugekommen: So wurde u.a.
Rt Tonschalk mit den Brillanten zum GU augezeichnet; Rt Elegius erhielt die bronzene Verdienstme-
daille des Landesverbands; und wld Rt Unser Patsch-Nass wurde in den ASR gewählt.
A.U. 131 lud das Reych zu seinem 100. Gründungsfest. Es war eine großartige Festsippung im
Paradehotel „Governor Morris”. Viele Reyche aus aller Welt waren anwesend, so dass der große
Aufwand mit einem prunkvollen Thron und zwei Konzertflügeln nicht übertrieben war.
A.U. 137 erreichten die Mitglieder des Allschlaraffischen Orchesters zum ersten Mal die Ufer Aha­
merikas, einer von der h. Newarka organisierten Einladung folgend. Die Konzerttour umfasste
Auftritte in der „Weill Recital Hall” der Carnegie Hall in New York City, der Sängerhalle in Plainfield
und einer High School, beide in New Jersey. Burgknäpplein Robinhut (50) und die Rtt Arco-Mahr
(84), Kammerton (29) und Kannalles (29) waren die Solisten.
Altersbedingt verlor das Reych 14 aktive Sassen, die für ihren Ruhestand nach Florida und in das
UHUfinstere North Carolina zogen. Zu den Florida-Gängern gehörte auch Rt Ambassador, der
allerdings bis zu seinem Ahallaritt der Newarka die Treue hielt. Von solchen Vorbildern angespornt,
sippte das Reych fröhlich weiter.
Obwohl man sich sehr um die Tochter, die hohe Portus Betsiae, bemühte und durch wöchentliche
Einritte deren Sippungsgeschehen belebte, erlosch sie.
10 ihrer Ritter suchten um Aufnahme in der Newarka nach, von denen bis zum heutigen Tage 5 bei
uns aktiv sind. Durch Einsatz und Fürsprache vieler Sassen, auch aus Nachbarreychen und vom
Landesverband, wurde der weit über unsere Gemarkungen bekannte „Kapitäns- und Admiralskon-
gress” der erloschenen Tochter an die h. Totowa zur Weiterführung vergeben.
Die Aktivitäten im Reych sind lobenswert. Das Freundschaftskettenturney mit der h. Filadelfia findet
jährlich im Turnus statt; die Uhuiversitätstagung ebenfalls jährlich. Letztere hatte im Lethemond
a.U. 148 ihr 50. Jubiläum, welches auf der von OI Lippizahner ins Leben gerufenen und organisier-
ten „1. Kreutzfahrt zum Stern des Nord-Atlantik” celebriert wurde.
Asinus Rex dieses denkwürdigen goldenen Jubiläums war unser Patriarch Rt Wieland. Diese
„Kreutzfahrt” – ein Wellenritt in die Karibik – war mit Teilnahme von 97 Sassen aus 46 Reychen des
weiten UHUversums ein Erfolg. Alle Reyche, die zum „Stern des Nord-Atlantik” zugeordnet sind,
richteten Sippungen auf diesem Wellenritt aus.
Die von wld Rt Hans Sachs ins Leben gerufene Tonheroen-Feier ist ein fester Bestandteil der Sip-
pungsfolge. Auch wenn in den letzten Jahrungen die musikalischen Beiträge etwas leichter und der
Zeit angepasst sind, bleibt man bei der Idee des Urhebers, die man in diesem traditionsbewussten
Reych würdigt. An der Brückensippung der Landesverbände Nordamerika/Südamerika, von Rt Gu-
cki der h. Terra Firma und wld Rt Patsch-Nass gegründet, die alle 2 Jahre abgehalten wird, nehmen
die Sassen der Newarka ebenfalls teil. Unsere Sassen sind aktiv und ausrittfreudig, was die vielen
Träger des Kolumbusordens I. und II. Klasse beweisen, ebenso wie die Träger des Ordens „Stern des
Nordatlantik”. Das Reych sippt mit einer lebhaften Junkertafel und großem Einsatz seiner Ritter. So
kann es wieder auf drei begabte Musici bauen. Die Reyche an der Ostküste des Landes freuen sich
auf die Einritte zur Belebung ihrer Sippungen. Auch unsere Knappen und Junker entpuppen sich als
wahre Schätze. Mehr in 25 Jahren!
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
109 Erforda
56 Sassen zählte die Erforda a.U. 72/73. Ahallaritte, Austritte, aber auch Neuzugänge änderten die
Sassenzahl, sodass sich am 27.2.a.U. 78 45 Ritter, davon 2 Fahrende, sowie 2 Junker und 3 Knappen
in die Uhufinsternis verabschiedeten und die Mosihiburg im Erfurter Gildehaus ihrem Schicksal
überließen. Wenige schlaraffische Utensilien überstehen die nächsten Jahrungen. Jeden Freitag traf
sich ein Fähnlein von bis zu 25 Erforden zum Kegeln bis in die ersten Kriegsjahre. Ahalla­ritte und
Kriegswirren dezimierte die Zahl weiter. So kam es, dass sich a.U.86 zum ersten Mal nach der Auf-
lösung drei Getreue zum 1. Nachkriegs-Stammtisch in „Rohr’s Theatergarten” trafen. Es waren dies
die Rtt Köbes, Rübchen und Selten. Letzterer stieß a.U. 74 von der Molhusia zur Erforda.
Die Stammtische wurden nun wöchentlich abgehalten und immer mehr alte Erforden, aber auch
Ritter, die es durch Kriegseinwirkungen nach Erfurt verschlagen hatte, fanden sich ein.
Am 11.5. a.U. 87 fand in der Heimburg des Pilgers Sommer die erste Sippung der wiedererstande-
nen Erforda statt. Der Pilger Sommer, der bereits seit Jahren dem „Kegelverein” angehörte, wurde
an diesem Tag als Kn 150 aufgenommen. Für nunmehr 20 Jahrungen fanden in seiner Heim- u.
Fronburg die Sippungen der Erforda statt und er, der zukünftige Rt Zangerl, erhielt zu Recht später
den Titul „Vater der Erforden”. Ahallaritte, Verzug in westdeutsche Gemarkungen dezimierten das
Reych, aber auch Zugänge aus ehemals böhmischen und schlesischen Reychen und eigener Nach-
wuchs ließen die Sassenzahl in den nächsten 10 Jahrungen bis auf 20 steigen. Unvergessen bleiben
aus jener Zeit die kombinierte Sippung der Thüringer Reyche sowie die Sippung der Thüringer
Reyche anlässlich 100 Jahrungen Schlaraffia am 14.11. a.U. 100 mit 55 Sassen, darunter 11 Nord-
husen. Der Sassenrückgang der umliegenden Reyche bewirkte immer weniger Einritte, es wurde
über Jahrungen wechselweise in Heimburgen gesippt. 6 Jahrungen später bestand die Erforda nur
noch aus 9 Sassen. Doch langsam nahmen die Einritte sowie die Unterstützung von Sassen aus
westlichen Gemarkungen zu, es begann die Zeit der Freundschaftssippungen mit dem Turney um
die Meinungia-Kette, die Ost und West vereinten. Die Erforda hatte das Glück, bis nach der Wen-
dezeit in verschiedenen kirchlichen Einrichtungen sippen und ausreichend Platz bieten zu können.
So gedachten 44 Recken am 26.2.a.U.118 der 100-jährigen Nordhusia, und 87 Sassen feierten am
22.11.a.U.127 mit unserer Mutter, der damals aus 4 Sassen bestehenden 100-jährigen Vimaria. Ein
weiterer Glücksfall war, dass die Erforda in den Jahren vor der Wiedervereinigung 10 Zugänge, aber
nur 4 Ahalla-Ritte zu verzeichnen hatte. Einer von ihnen war Rt Juvelus, seit a.U.69 Schlaraffe und
Ez der Katovicia, dem a.U.124 der Groß-Krystall verliehen wurde – für die Erforda ein einmaliges
Erlebnis. Im Windmond a.U.130 wurden die Erforden „Reiter ins Grenzenlose”. Rechtzeitig erfolgte
die Öffnung der Grenzen, um die anstehende 100-Jahr-Feier der Erforda vorbereiten zu können.
243 Recken aus 68 Reychen erlebten die Wiederaufnahme der Erforda mit ihren 13 Sassen, feierlich
vollzogen von DSR Inkasso, Shin-Shu und Comet. Ein nahezu 55 Jahrungen währendes „Im-Ver-
borgenen-Blühen” fand seinen Abschluss. A.U.135 ging der Traum von einer eigenen Burg mit der
Weihe der Radherrenburg in Erfüllung, in der wir a.U.136 den ersten Ritterschlag feierten. Langsam
ging es aufwärts; die Junkertafel füllte sich, und das Reych erreichte die angestrebte Sassenzahl von
20. Höhepunkte der letzten Jahrungen waren die 2. 000 Sippung sowie die festliche Sippung zum
Anlass der 40- jährigen Zugehörigkeit unseres Patriarchen Rt Musiking zu Schlaraffia. Erforda erleb-
te Höhen und Tiefen und überstand die finsterste Zeit. Wie ein roter Faden ziehen sich die Namen
Mosihi, Anatole Schumrich, Ochen, Köbes, Zangerl, Dolf, Fridericus ex durch knapp 12 Jahrzehnte
Erforda und es bleibt zu hoffen, dass dieser Faden nie abreißen möge.
C h r o n i k B a n d I V

[… Fortsetzung im Originalband]
Quelle: Chronik Band IV, S. 288-289