Castra Batava

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 113 — Castra Batava. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

113 Castra Batava
Der Zeitraum der Winterungen a.U.126-150 umfasst die 94. bis 118. Jahrung der Castra Batava und
die Sippungen ab 2319 ff seit ihrer Gründung. Nach dem a.U. 121 erfolgten Umzug in die neue Freu-
denburg wurde die Burg durch die Umsicht des Rt Thermicus zu einem Schmuckkästchen im Uhu-
versum ausgebaut. Ein langfristiger Mietvertrag sichert den Verbleib über den Berichtszeitraum
hinaus. Der erste Knappe, der in der neuen Burg aufgenommen wurde, war der Kn 248.
Der spätere Rt Orchideus diente unserem Reych über 12 Jahrungen als sehr verdienstvoller C. Der
jüngste Knappe trägt die Nummer 285, die Castra Batava erhielt damit einen Zuwachs von 38 Sas-
sen, während 36 Sassen gen Ahalla reytten mussten. A.U. 148 weist die Castra Batava 65 Sassen auf,
darunter 2 Junker und 3 Knappen. Der Altersdurchschnitt liegt bei 64 Jahren. Besonders erfreulich
ist der rege Besuch der Sippungen, er liegt stets bei 2/3 der eigenen Sassen.
Um die Reychsgeschicke bemühten sich ab a.U. 126 als Oberschlaraffen in dieser Reihenfolge:
Rtt Lacki, Diridari, Schachterl, Thermicus, Domplatzido, Fäustling, Nix-Neis, Imagon, Glaukomo,
Artebold und Mager-Nuss. Der profane Verein wurde und wird durch die Rtt Thermicus, Schachterl,
Zinsfuß und Domplatzido, mit der Wahl a.U. 148 durch die Rtt Nix-Neis, Schachterl und Recht-hosst
geleitet. Als Kantzler haben sich 2 Sassen besonders verdient gemacht, nämlich die Rtt Aktivi-Kuss
und Schachterl. Letzterer hat das Amt nach dem plötzlichen Ahallaritt des Rt Aktivi-Kuss spontan
übernommen und nach 11 Jahrungen a.U. 148 in die Hände des früheren J Rt Trämp, übergeben.
Rt Zinsfuß kümmerte sich ab a.U.125/126 vorbildlich um den Reychsschatz, den er wohlgeordnet
nach 23 Jahrungen Ambtszeit a.U. 148 an den Nachfolger Rt Recht-hosst übergab. Rt Schachterl
wirkt als 2. Vorstand des profanen e.V., Rt Zinsfuß als Reychsschatzprüfer weiter für die Castra
Batava. Alle Wahlwürdenträger im Berichtszeitraum enthält Band 3 der Chronik der Castra Batava,
die von Rt Domplatzido verfasst wird.
Unter den stets bereichernden Sippungen ist das 100. Stiftungsfest hervorzuheben. Wir celebrier-
ten es am 16.3. a.U.133. Zunächst bestand die Absicht, eine große Feier für mehrere hundert Gäste
auszurichten. Sie entfiel jedoch zugunsten einer kleinen in der Freudenburg. Mit dem ersparten
Sonder-Mammon für die große Feier wurde eine einheitliche Bestuhlung mit passenden Tischen
angeschafft, die damit ein Sammelsurium alter Möbel ablöste.
A.U.93 bot die Castra Batava im Wonnemond erstmals eine Sippung mit Burgfrauen an. Sie wurde
im Uhuversum als Fliedersippung bekannt und zog stets viele Sassen mit Tross aus Nah und Fern
an. Trotz ihrer Beliebtheit hat sich die Castra Batava nach 50 Jahren entschlossen, die Fliedersip-
pung nicht mehr auszurichten, ganz nach dem Motto: Wenn es am besten läuft, soll man aufhören!
Großen Zuspruch bei Sassen und Burgfrauen hat a.U. 144 die Entscheidung gefunden, am ersten
Montag eines Sommerungsmonats auch die Burgfrauen einzuladen. Im Gastgarten der Heiligen-
Geist-Schänke sitzen immer 35 - 40 Sassen mit Burgfrauen beisammen.
Beliebt wurden in der Sommerung seitdem sowohl ein- als auch mehrtägige gemeinsame Ausflüge
mit den Burgfrauen. Die Ziele waren u.a. das Mostviertel in Oberösterreich und Böhmen. Sie wur-
den stets hervorragend vorbereitet durch Rt Schnipserl und seine liebreizende Burgfrau.
Große Trauer erfüllte die CB, als am 17.5. a.U.143 der Wiederbegründer des Reyches nach uhufinste-
rer Zeytt, Rt Salmonid, den Ritt gen Ahalla antrat. Das Reych hat ihm für viele Jahrungen schlaraffi-
schen Lebens im Geiste Uhus zu danken.
Großen Schmerz löste auch die Nachricht vom Ahallaritt des Rt Thermicus aus, dem das Reych für
die Anmietung der neuen Freudenburg zu danken hat.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
114 Veltcuria
Das hohe Reych Veltcuria wurde von dem fahrenden Sassen der hohen Oenipontana Rt Gonzalani
der Schnauzl (Riedl Anton, k. k. Finanzobercommissär), am 30.10. a.U. 33 als erste Tochter der h.
Oenipontana gegründet und erhielt am 21.1. a.U. 35 die Sanktion der hohen Allmutter Praga.
Rt Gonzalani erscheint bereits in der Stammrolle der Jahrung 1596 (a.U. 37) als K des h. Reyches
Oppavia (87). A.U. 46 (1905) auf dessen Thron berufen, verblieb er Oberschlaraffe bis zu seinem
Ahallaritt am 15.5. a.U. 51 (1910). Als weitere erste Würdenträger der Colonie seien genannt: Fridolin
das musikalische Scheusal (Dr. Fritz Carus), in der Stammrolle 1596 seßhaft im h. Reyche Rei-
chenbergia. Mohr das Contra-C (Arnold Schwarz), Marschall R. Schauerlich der Spaltenlange (Josef
Micheletti), Junkermeister Rt Pips, Schatzmeister Rt Nimrod der Miß-gestimmte (Carl Schneider),
Ceremonienmeister Rt Roßschweif. Außerdem zählte die Colonie noch neun Ritter und die Knappen
Nr. 1 bis 5 als Erzschlaraffen.
Die Burgweihe der jetzigen Zeughausburg fand am 17.1. a.U. 121 (17. 1. 1980) statt. Es ist bereits
die fünfte Burg des h. R. Veltcuria. Die erste Burg war im Gasthof Lingg (3. Stock), die zweite Burg
im Hotel Bären - bis Beginn des 2. Weltkrieges, die dritte Burg in der Wohnung des Rt Meiladi =
heutiges Cafe „Zanona” und die vierte Burg befand sich im Gasthof Ochsen. Als ein Höhepunkt in
der Geschichte der Schlaraffia Veltcuria muss wohl das 100-jährige Stiftungsfest, welches im Mont-
forthaus unter der Schattenburg im Geiste unserer Gründungsväter am 30.4. a.U. 133 celebriert
wurde, angesehen werden. Am 30. 4. a.U. 133 wurde die Sitzung des Allschlaraffenrates im Rathaus-
saal zu Feldkirch abgehalten, und am 1.5. a.U. 133 war die Kantzlertagung auf der Schattenburg. Ein
vierfacher Ritterschlag an den Jk Helmut (Rt Fuchtl, SRH, ASR), Lothar (Rt Dis-Ponte, ErbO, ASO),
Hans (Rt Carinthus, ASO), und Siegfried (Rt Flip-Flop) wurde am 22.11. a.U. 125 vorgenommen.
Mit dem Ritterschlag an den Jk Lothar und Hans konnte der Grundstock für die Aufnahme weiterer
Musici und damit die Trendwende zu einem musikalischen Reych geschaffen werden. Große Erfolge
waren den Kunst- und Musiksippungen in der Schattenburg beschieden, bei denen den jeweils zahl-
reich eingefundenen und begeisterten Zuhörern erstaunlich gute Vorträge von Klassik über Jazz bis
Stepptanz und Multi-Mediaschau geboten wurden. Eine davon fand als Gemeinschaftssippung mit
dem hohen Reych Gallia Helvetica unter der Funktion von OK Rt Knasterix statt.
Die Veltcuria hatte das große Glück, unter dem Motto „Schlaraffia erhält jung” mehrere besondere
Auszeichnungen in ihren Reihen vergeben zu dürfen. Am 21.11. a.U. 126 durfte Rt Athleticus den
Brillanten zum GU und Rt Petros von Krautun-Drüben den GU in Empfang nehmen. Rt Don Rober-
to erhielt ebenfalls den Brillanten zum GU. Den Kristall zum GU erhielt Rt Stromfex in der Winte-
rung a.U. 142. Für 50 Jahre Schlaraffentreue konnten in der Winterung a.U. 143 die tragenden Säulen
der Veltcuria, die Rtt Stänk Erich und Uhulex, sowie in der Winterung a.U. 146 Rt Blitzfex geehrt und
gefeiert werden. Unter der maßgeblichen Mitwirkung von Rt Bohris konnten in Zusammenarbeit
mit ER Pantscherl (207) bereits a.U. 115 die 7. Uhulympischen Winterspiele durchgeführt werden.
Diese entwickelten sich so zu dem, was sie heute sind, eine verbindende und erlebnisreiche schla-
raffische Veranstaltung. Die Krönung war sicher die Abhaltung der XX. Jubiläumsfestspiele a.U. 128.
Ein anderer Höhepunkt in der Geschichte der Uhulympischen Winterspiele war die Erkürung von Rt
Bohris (114) zum 1. Uhulympischen Vizepräsidenten. Nach 32 Jahren wurde durch OK Rt No aner
a.U. 147 die Freundschafts-Sippung der Vorarlberger Reyche wiederbelebt, welche nicht nur als Vor-
bereitung für die gemeinsame Ausrichtung des bevorstehenden Concils a.U. 150 dienen, sondern
auch die Verbundenheit der „Ländle”-Reyche festigen soll.
C h r o n i k B a

[… Fortsetzung im Originalband]
Quelle: Chronik Band IV, S. 292-293