Gallia Helvetica

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 153 — Gallia Helvetica. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

153 Gallia Helvetica
Am 1.5. a.U. 145 konnte die Gallia Helvetica ihr hundertjähriges Bestehen mit einer Festsippung
feiern. Rund 400 Schlaraffen mit Burgfrauen und Tross aus 55 Reychen waren zu dieser Sippung
eingeritten und bewiesen so ihre Verbundenheit zu unserem Reych.
Gleichentags fand in unseren Gemarkungen die 100. Sitzung des Allschlaraffenrates statt, dies –
wie ASR Rt Van der Goschen in seiner Rede erwähnte - in Erinnerung an die erste Sitzung des All-
schlaraffenrates a.U. 98 in den Gemarkungen unseres Reyches, die schließlich zum Wiedererstehen
unseres Bundes führte.
Immer wieder stellten sich auch in dieser Berichtsphase Sassen der Gallia Helvetica in den Dienst
Allschlaraffias. Mit den Rt Raetus und Schilf durfte das Reych zwei Mal den 1. Vorsitzenden des ASR
stellen. In dieser Funktion leitete Rt Raetus das Concil zu Basilea (130) und Rt Schilf dasjenige zu
Lulucerna (a.U. 145).
Das 100. Stiftungsfest war wohl das herausragende Ereignis in der Berichtsphase.
Andere Glanzlichter wurden eher reychsintern gesetzt, so, „wie es Tradition der Gallia Helvetica” ist
und es auch der Verfasser der Chronik von a. U. 125 treffend vermerkte.
Erwähnt seien speziell die verschiedenen Kunstsippungen, jeweils unterschiedlichen Themenkrei-
sen gewidmet, aber jederzeit sehr hoch stehend, und die Konvente, zu denen alle zwei Jahre die
Träger der Titul „Edler von der Gaudeamusburg”, „Treuer von der Gaudeamusburg”, „Kurfürst von
der Pfalz” und „Amicus Galliae” zu einem Fest mit Aufführungen unseres „Kurfürstlichen Theate-
rensembles” zusammengerufen werden.
Der Pflege der Freundschaft dienten sowohl die zahlreichen Ausritte einzelner Sassen in befreunde-
te Reyche als auch die Reychsausritte zum Teil in entfernte Gemarkungen, bei denen neue Freund-
schaftsbande geknüpft wurden.
Erwähnt seien hier auch die Uhulympischen Winterspiele, an denen regelmäßig Gallia-Sassen teil-
nahmen, und die in der Berichtsphase drei Mal von unserem Reych organisiert und durchgeführt
wurden.
Die Gallia Helvetica lebt aber nicht nur in der Tradition, sondern öffnet sich auch der Zukunft: Seit
a.U. 144/145 verfügt unser Reych über eine eigene Homepage. Vielleicht ist es die Verbindung der
eigenen Geschichte mit der eigenen Zukunft, die es dem Reych ermöglichte, auch in Zeiten des
allgemeinen Mitgliederschwundes die Sassenzahl stabil zu halten oder sogar zu erhöhen – diese
Tatsache ist aber sicher auch ein Hinweis auf das Zusammengehörigkeitsgefühl der Sassen unseres
Reyches.
Mit dem gelungenen Umbau in der Winterung a. U. 147/148 wurde schließlich die Burg auf einen
zeitgenössischen Stand gebracht, sodass unser Reych aller Voraussicht nach auch in den nächsten
25 Jahrungen in der Gaudeamusburg unter Hochhaltung der Grundsätze unseres Bundes - Freund-
schaft, Kunst und Humor - sippen kann; damit auch in Zukunft gilt, was einmal der Fechsant eines
Nichtamtlichen Protokolls feststellte: „Die Gallia Helvetica hat eine große Vergangenheit hinter sich
und eine ebenso große Zukunft vor sich, sie stellt ein Kulturzentrum dar, ohne indes ein Museum
zu sein.” – Das walte UHU!
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
156 Bostonia
Ereignisreich war die Geschichte unsres kleinen Reyches seit dem Concil zu Berolina. Viel Freud
und Leid erwarteten uns. A.U. 127 schlug Oho zu, und eine Feuerbrunst in unserer 9. Bohnenburg
zwang uns, rußgeschwärzt umzuziehen. Uhu sei Dank nur mit leichten Verlusten unserer Schätze.
Im Schulverein Boylston fanden wir mit Hilfe dessen Präsidenten und späteren Ritters „Unser”
Tatkraft eine sehr hilfreiche Aufnahme. Den letzten Stock des viktorianischen Gebäudes durften wir
dann auf unsere Kosten unter der Bauleitung unseres Rt Cazador in eine kleine, aber sehr ritterliche
Burg umbauen.
Doch schon a.U. 130 wurden wir Opfer einer Brandstiftung und verloren alles, was das Reych und
unsere Sassen schlaraffisch besaßen. Denn fast alle hatten Rüstungen und alles Schlaraffische im
großen Eichenschrank aufgehoben, denn Ausritte waren wegen der großen Entfernungen selten.
Da bot Rt Ratzeputz seine Fronburg als Notburg an, verwandelte sie jeden Freitag in die Goldene
Ratzeburg, die er nicht nur ritterlich schmückte, sondern wo er auch die geschmackvollsten Atzun-
gen fechste, die sogar die deprimiertesten Sassen zur Sippung erfolgreich anzogen.
Wiederum mussten unsere 14 aktiven Sassen tief in die Mammonbeutel greifen, um unsere jetzige
Bohnenburg in dem neuen Boylston Schulverein im Keller zu bauen. Bunkerartig wurde sie von un-
serem Rt Knülle errichtet, der auch dafür sorgte, dass unsere Bohnenburg nicht nur feuersicher war,
sondern auch eine Vorburg und gute Küche besaß. Auch das Burgverlies wurde nicht vergessen.
Viele Schlaraffenreyche und Recken spendeten selbstlos, damit wir wieder schlaraffische Zeichen
und Ahnen haben konnten, und wir sind ihnen ewig dankbar.
Einen sehr grossen Einritt Allschlaraffias genossen wir a.U. 131 zu unserem 85. Gründungsfest, ein-
schließlich ASR und viele Reyche aus dem Uhuversum. Die Boston Tea-Party, die a.U. 109 von wld
Rt Sonetto gestiftet wurde, ist das Glanzfest unseres Reyches.
Die 30. wurde das Endziel von vielen Einritten der Reyche Nordamerikas, Deutschlands, Öster-
reichs und der Schweiz. Am 4., 5. und 6.11. a.U. 146 war es uns vergönnt, unsere 100. Gründungs-
feier zu celebrieren. Bostonia wurde von Musikern gegründet, und diese 100-Jahr Feier wurde von
Rittern des LVNA und des Uhuversums, insbesonders derer Ritter der h. Fulkolinga, eines der mu-
sikalischsten in unserer Geschichte, von unserem ErbZ Rt Odouso kunstfertig eröffnet. Rtt Eric und
Odouso, die ersten Träger des Stern des Nordatlantiks-Ordens, erhielten den 40-jährigen Treuebrief
Schlaraffias.
Die Blaue Kerze wurde geschichtsschwanger von unserem Nestor ErbO „Unser” Wuz entzündet,
der als einziger unserer Sassen die schlaraffische Geschichte, die in den drei letzten Chroniken
enthalten ist, miterlebt hat. Allein zum Katerfrühstück wurden 26 Fechsungen geboten, über ein
Drittel musikalisch, alle von höchster Qualität. Unvergesslich.
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Quelle: Chronik Band IV, S. 310-311