XXII. CONCIL
COLONIA Agrippina
23. – 24.10. a.U. 140
Legatentagung im Gürzenich
Festsippung in der Messehalle 8
Vorsitz: ErbO Rt Inkasso
Funktion der Festsippung: ErbW Rt Salomon
Die Legatentagung wurde vortrefflich durch den Vorsitzenden des ASR Rt Inkasso geleitet. Weitrei-
chende Beschlüsse wurden nicht gefasst. Die Tafel der Ehrenritter Allschlaraffias blieb unverändert,
ebenso Spiegel und Ceremoniale; jedoch wurde die Spiegelkommission mit der Überarbeitung un-
ter besonderer Berücksichtigung der zu diesem Concil eingebrachten Anträge beauftragt. So ver-
kürzt endete die Legatentagung um Glock 12 des Mittags, weshalb auch für Legaten noch Zeit
verblieb, Teile des Rahmenprogramms wie Köln-Führung und Stadtrundfahrt zu genießen.
Wer schon am Freitag in Köln weilte, hatte Gelegenheit, an einer Kölsch-Tour, einem Besuch im
Römisch-Germanischen-Museum, der Aufklärung über Karneval zu Köln oder abends einer Sip-
pung in einem benachbarten Reych teilzunehmen.
Höhepunkt war ohne Zweifel die Festssippung am Abend des 23.10. Die Colonia Agrippina ver-
blüffte mit einer Festsippungs-Oper das Uhuversum. Nicht schlaraffische Selbstbeweihräucherung
sondern Persiflage - also die Grundidee Schlaraffias - erhellte die Szene. War es eine Sippung, war
es eine Oper? Fungierte –singend ?!- Rt Salomon, oder fungierte der Dirigent und Komponist Rt
Putto? War die verruchte „Lulu“ - „Ich hab´ von Kopf bis Fuß das Lieben eingestellt...“ - tatsächlich
Rt Râga? Es war ein romantischer Traum mit wunderbarer Musik, der erfüllte Wunsch unbeschwer-
ten schlaraffischen Spielens.
Und dann der Sonntag: Der musikalische Frühschoppen! Ein weiterer Höhepunkt in der sogenan
nten guten Stube Kölns: im Gürzenich. Mit Freude und Phantasie führte Rt Z-Zefix (252) gekonnt
durch das Programm. Dem Triple-Konzert von ES Florestan lies die Junge Sinfonie Köln unter Lei-
tung von Rt Putto als aufmunternden Wink an den nun allschlaraffisch verantwortlichen LV Helve-
tica Rossinis Ouvertüre zu „Wilhelm Tell“ folgen. Mit seinem Werk „Schulmeisterleben“ –Motto:
„alles geklaut“- löste Rt Putto mit seinen Sinfonikern wahre Lachsalven aus. Die Skiffle-Band der
Truymannia „mischte“ nun das Publikum mit amerikanischen Rhythmen auf. Kaum hatten sich die
Gemüter beruhigt, ereilte den Saal der nächste „Schock“: Rt Ludens(242) lies den Frühlingsstim-
menwalzer bravourös entgleisen und hatte „trotzdem“ die Lacher auf seiner Seite. Dann aber frönte
die Colonia ihres ES Can-Can: Jaques Offenbachs Ouvertüre zu „Orpheus in der Unterwelt“ wurde
durch die Junge Sinfonie Köln traumwandlerisch sicher interpretiert.
Nun aber „tobte der Bär“; genauer gesagt: die „leichten Mädchen“ aus der Fetssippungs-Oper
veranlassten als Cancan-Ballett so manche Burgfrau, beruhigend auf ihren Burgherrn einzuwirken...
Zum Abschied bliesen die Rtt Salomon und Ventilo auf Alphörnern „In den Schwiezer Bergen“ von
Gassman, während die Damen des Balletts auf der Bühne Tafeln mit der Inschrift präsentierten:
„Lulu Helvetica“.
Salomon (8)
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
XXIII. CONCIL
ZU LULUCERNA
Das h. Reych Lulucerna wurde auserkoren vom 22. - 24. Lethemond a.U. 145 das XXIII. Allschlaraf-
fische Concil auszurichten. Die Sassen der h. Lulucerna und viele Helfer aus umliegenden Reychen,
haben mit grosser Freude dieses Concil im Namen des Landesverbandes Helvetia vorbereitet und
durchgeführt.
Der Concilsort selbst war eine Reise wert. Dank seiner einmalig schönen Lage ist Luzern weltweit
bekannt. Eingebettet zwischen sanften Hügelzügen liegt die Stadt am Ausfluss des Vierwaldstätter-
sees, ihr Gesicht den von Dichtern und Komponisten verherrlichten Alpen zugewandt.
Alle Anlässe fanden im KKL (Kultur- und Kongresszentrum) statt. Im Saal „Luzern“ versammelten
sich die Legaten und Geleitritter zur Legatentagung. Der Vorsitzende, Rt Schilf, eröffnete die Tagung
mit der Verehrung der Allmutter Praga. An der Legatentagung in Köln wurde der Allschlaraffenrat
beautragt, Spiegel und Ceremoniale überprüfen zu lassen und die Ergebnisse dem jetzigen Concil
vorzulegen. Die den Legaten vorliegenden synoptischen Unterlagen sind das Ergebnis von über
lange Jahre hinweg gesammelten Anregungen, die aus zahlreichen Reychen beim Allschlaraffenrat
vorgebracht und von der Spiegelkommission behandelt worden sind. Damit wurde es möglich, über
Vorschläge im ganzen und einzeln abzustimmen.
Die Diskussionen, Änderungsanträge und Abstimmungen gingen zügig über die Bühne. Eine Ent-
scheidung über die Altersorden wurde nach längeren Diskussionen zum nächsten Concil verscho-
ben. Alle beschlossenen, neuen Formulierungen sind seit diesem Concil in Kraft. Nach redakti-
oneller Überarbeitung wird der Druck des neuen Spiegels in Auftrag gegeben und den Reychen
zugestellt.
Bei der Allschlaraffischen Stammrolle handelt es sich um einen „Dauerbrenner“. Der ASR ist der
Meinung, dass diesem leidigen Thema die Wichtigkeit etwas abzusprechen sei. Die Stammrolle in
der jetzigen Form ist handlicher und vor allem auch kostengünstiger geworden. Diese Form soll
beibehalten werden. Es soll aber eine CD-Rom mit schlaraffischen Daten beigefügt werden. Wer, wie
wir, Traditionen bewahren muss, sollte sich trotzdem auch modernster Mittel bedienen. So wurde
im Internet ein Uhunetz installiert, das höchsten Anforderungen genügt.
Ebenso verfügt unser Bund jetzt über eine zentrale Datensammelstelle. Dort werden die Daten für
Stammdatei, Stammrolle, „Der Schlaraffia Zeyttungen“ und die Sippungsfolge gespeichert. Diese
„Datenzentrale Allschlaraffia“, so heisst sie offiziell, ist ein Instrument des Allschlaraffenrates und
steht jedem Landesverband und jedem Reych zur Nutzung offen.
Mit diesen neu geschaffenen Einrichtungen kann weniger bürokratisch, effizienter und kostengüns-
tiger gearbeitet werden. Der Allschlaraffenrat bemüht sich ohnehin in allen Bereichen die Kosten
zu senken. Zur 150-Jahrfeier Allschlaraffias soll ein Band 4 unserer Chronik gedruckt werden. Vielen
Sassen sind die Melodien unserer Klangbuches so vertraut, dass sie textliche Unzulänglichkeiten,
die zum grössten Teil mit den veränderten Zeiten zusammenhängen, gar nicht mehr bemerken.
Im Interesse unseres schlaraffischen Nachwuchses wird es unumgänglich das Klangbuch zu revi-
dieren. Eine Allschlaraffische Liederkommission wird in absehbarer Zeit eine neue Ausgabe vorle-
gen. Die Berichte des alten und des neuen Chefredaktors DSZ sowie die Antrittsrede der künftigen
Vorsitzenden des ASR, Rt Ton Din aus dem LVA rundeten eine allseitig mit Zufriedenheit aufgenom-
mene, sachlich und effizient verlaufene Legatentagung ab.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s