324 Lulucerna
Auf Beginn der Winterung a.U. 126 hat die Lulucerna nach der Schlüsselburg im Hotel Union ein
neues Uhu-Nest eingerichtet und hält in der Eröffnungsschlaraffiade daselbst Weihe der neuen
Museggburg. Dieser Burg bleiben wir treu, bis das Hotel a.U. 140 nach verschiedenen Handände-
rungen geschlossen wird und später dem Kanton Luzern als Provisorium für die Universität Luzern
verpachtet wird.
Der notwendige Umzug außerhalb der Gemarkungen der profanen Stadt Luzern nach Emmen-
brücke in den „Gasthof Emmenbaum” fällt uns nicht leicht. Diese neue „Museggburg” ist jedoch
für Einreitende verkehrstechnisch (Bus, Bahn und Autobahnanschluss) besonders gut erreichbar.
In der Sommerung a.U. 144 konnten wir unsere Burg wieder innerhalb der Gemarkungen Luzerns
einrichten und zwar im „Restaurant zum Schützenhaus” auf der Allmend. In der Eröffnungsschla-
raffiade im Herbst a.U.144 wurde die neue Museggburg feierlich geweiht.
Im Lethemond a.U. 126 empfangen wir die Schlaraffenfreunde zur Tagsatzung des HSR und zur
Helvetischen Freundschaftssippung. Im Wonnemond a.U. 133 begeht die Lulucerna ihr 40. Stif-
tungsfest mit einer großartigen Feier: 71 Sassen aus 26 Reychen reiten ein.
Abwechselnd über die Jahrungen begehen wir die Festsippungen zum Schlawinerturney, das Or-
densfest der Ordensträger zum goldenen Fleiß und die Musegg-Grafenfeier. Sehr beliebt sind die
jede Jahrung alternierenden Martinigans- und Hirsebreisippungen mit Burgfrauen und Tross.
Zu einer weiteren Tagsatzung und Helvetischen Freundschaftssippung können wir am 14.10. a.U.
136 Gastrecken in der Museggburg willkommen heissen.
A.U. 130 übernimmt unser Reych den Vorort der Schlaraffia Helvetica und stellt mit dem wld Oop
Großfürst Ton Clavi-Ro bis a.U. 133 den Landesvater. Das 50 Wiegenfest unseres Reyches feiern wir
im Wonnemond a.U. 143 gemeinsam mit dem zur gleichen Zeit gegründeten hohen Reych Aquae
Helveticae im Stadtkasino Baden.
Und sicher der Höhepunkt der letzten 25 Jahrungen gipfelt im Allschlaraffischen Concil zu Lulucer-
na am 23. u. 24. Lethemond a.U. 145 mit etwa 1.500 Gästen (Sassen, Burgfrauen, Tross, eingeladene
Gäste). Den feierlichen Rahmen zu diesem außerordentlichen Grossereignis bietet das neueröffne-
te Kunst- und Kongresshaus Luzern mit seinem inzwischen weltberühmten Konzertsaal.
Weniger erfreulich zeigt sich nun die Sassenzahl des Leuchtenreyches Lulucerna: a.U 126 zählte das
Reych 47 Sassen mit einem Durchschnittsalter von 59 Jahren, heute sind noch 21 Sassen mit einem
Durchschnittsalter von 69,5 Jahren in der Stammrolle eingetragen.
Wir werden uns speziell anstrengen, wieder geeignete Pilger einzuladen, die bei uns Aufnahme
finden können. Unser Reych blickt jedenfalls optimistisch in eine für uns positive Zukunft. Packen
wir sie an!
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
325 Aqua Helveticae
Wer einen Prachtgarten besitzt und daraus eine reiche Ernte edler Früchte ziehen will, muss den
Garten hegen und pflegen. Unser Reych ist ein solcher Uhugarten, von der Mutter, der fürnähmen
Turicensis a.U. 93 angelegt und von der trutzigen Berna aufgezogen.
Durch die letzten 25 Jahre schien die Sonne stets ohne düstere Wolken über unserem Reych. Be-
währtes hat sich erhalten,und die Aquae Helveticae konnte sich guter Dinge erfreuen. Freilich ritten
etliche markante Sassen gen Ahalla, wie u.a. die Rtt Zweistein, Skimico, Pinus, C-Mentor. Zu Beginn
der Winterung 149 zählte die Stammrolle 32 Ritter, 1 Junker, 2 Knappen und 14 Ehrenritter.
Wie die Schmierbücher erweisen, erfreut sich die Aquae Helveticae stets vieler Einritte, vor allem
ihrer Ehrenritter, die den Sippungen ein festliches Gepräge verleihen. Erfreulich ist, dass unsere
betagten Sassen gerne erscheinen und mitspielen.
Das Finden guten Nachwuchses ist auch der Aquae Helveticae erste Lebenssorge. Die Mühe des
Suchens darf nicht erlahmen und die Auslese hat sorgfältig zu geschehen. Schlaraffia ist für den
modernen Mann in allen seinen Alltagsmühen eine Wohltat. Sie kann ihm viel bieten, zeigt sie doch
das Bild eines kulturell vertieften Lebensverhaltens.
Die Güte unseres Spiels erweist sich darin, dass es uns gelingt, in unseren Sippungen eine oft über-
raschende, psychologisch günstige Stimmung zu erzeugen. Glanzpunkt der letzten 25 Jahrungen
bleibt das 50. Stiftungsfest am 11.5. a.U. 143 im Festzelt des Stadtcasinos Baden, gemeinsam mit
der gleichaltrigen leuchtenden Lulucerna (324). Das war eine nach aussen strahlende Gewissens-
erforschung. Eine stolze Zeit erlebte die Aquae Helveticae a.U. 142, als ihr Rt Carolus als Legat des
helvetischen Landesverbandes im ASR mitvertrat.
Ende Winterung a.U. 134 verließ die Aquae Helveticae die Burg an der Kronengasse 20 in Baden
infolge eines Eigentümerwechsels. Im Stadtcasino Baden fand sie anfangs der darauffolgenden
Winterung eine bequeme Notburg. Zum Winterungsbeginn 145 aber flocht ihr der Uhu längerfristig
ein neues Nest in den Kellerräumen eines Geschäftshauses an der Zürcherstrasse 59 in Baden. Hier
zelebriert sie weiterhin fröhlich und in Geborgenheit ihre Ritterspiele.
Als erste Spezialität der Aquae Helveticae gilt das „Chorherrenstift der Stiftsherren von und zue
Cordula”, dessen historische Wurzeln zurückreichen bis anno 1444. Alljährlich wird als Vorsteher
ein Erzprobst gewählt. Vielen Schlaraffen ist als zweites Eigenspiel der Aquae Helveticae der „Orden
vom goldenen Säuli” bekannt.
Um musikalische Freunde anzulocken, besitzt die Aquae Helveticae den Orden der Vielmehrhar-
moniker (VMH), der Musikfechsanten in steigender Bedeutung verliehen wird. Als etwas Neues im
Uhuversum darf der Orden der „Kommandeure der krummen Zahlen” gelten; wer die Mathematik
oder den Schalk bis in die höheren Spitzen beherrscht, kann an den Turneyen mitspielen. Und
selbst für weniger Zahlenbegabte ist es köstlich zu erleben, wie aus krausen Formeln am Schluss
im Koordinatennetz z.B. ein Uhu mit Halbmond erscheint. Um Einritte in die helvetischen Reyche
zu fördern, stiftete die Aquae Helveticae schon a.U. 95 den „Helvetischen Freundschaftsorden”.
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